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Tausende SkilehrerInnen fordern Geld von großem Skigebietsbetreiber

Skilehrer bei Sonnenuntergang

Die US-Skiindustrie gerät wegen einer aufsehenerregenden Klage gegen Vail Resorts, einen der größten Skigebietsbetreiber der Welt, zunehmend in den Fokus. Tausende SkilehrerInnen werfen dem Unternehmen vor, über Jahre hinweg für wesentliche Teile ihrer Arbeit nicht bezahlt worden zu sein. Der Fall wächst rasant und könnte weitreichende Folgen für die gesamte Branche haben.

In Kürze:

  • Fast 2.000 SkilehrerInnen haben sich einer Sammelklage angeschlossen
  • Sie geben an, für wesentliche Arbeitsaufgaben nicht bezahlt worden zu sein
  • Vail Resorts weist die Vorwürfe zurück und betont, gesetzeskonform zu handeln

Tausende SkilehrerInnen schließen sich an

US-Medien zufolge haben sich inzwischen fast 2.000 SkilehrerInnen einer Sammelklage gegen Vail Resorts angeschlossen. Es handelt sich um SkilehrerInnen, die seit der Wintersaison 2017/2018 in einem der Skigebiete des Unternehmens gearbeitet haben. Insgesamt sollen rund 24.000 aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen kontaktiert worden sein, um sich an dem Verfahren zu beteiligen. Tatsächlich angeschlossen hat sich aber nur ein Teil davon.

„Für wesentliche Arbeit nicht bezahlt“

Im Kern der Klage geht es um Tätigkeiten, die laut den KlägerInnen untrennbar zu ihrem Job gehören, für die sie aber nie bezahlt worden sein sollen. Dazu zählen unter anderem Wegezeiten innerhalb des Skigebiets, etwa der Weg vom Parkplatz zum Treffpunkt, das Anlegen der Ausrüstung, interne Schulungen und Telefonate mit KollegInnen. Nach Ansicht der SkilehrerInnen handelt es sich dabei nicht um freiwillige Aufgaben, sondern um einen festen Bestandteil ihres Arbeitstags. Damit würde Vail Resorts gegen das US-Arbeitsrecht verstoßen.

Vail Resorts weist die Vorwürfe zurück

Vail Resorts selbst bestreitet die Anschuldigungen und erklärt, dass sich das Unternehmen an die geltenden Gesetze und Vorschriften halte. Der Fall liegt inzwischen bei Gericht. Dort wurde zuletzt noch über eine mögliche Verlängerung der Frist gesprochen, innerhalb derer sich weitere Betroffene der Sammelklage anschließen konnten. Diese Frist scheint inzwischen abgelaufen zu sein, wobei es in solchen Verfahren häufiger vorkommt, dass sich TeilnehmerInnen zu einem späteren Zeitpunkt noch beteiligen können.

Mögliche Folgen für die Skiindustrie

Der Ausgang dieses Verfahrens könnte weitreichende Konsequenzen haben. Vail Resorts betreibt Dutzende Skigebiete, vor allem in den USA, und zählt weltweit zu den größten Akteuren der Branche. Falls das Gericht den SkilehrerInnen Recht gibt, könnte das nicht nur zu hohen Entschädigungszahlungen führen, sondern auch Veränderungen bei der Bezahlung und beim Einsatz von Personal in Skischulen und Skigebieten anstoßen.

1219 - Winter - Maria

Über Maria

Hi, ich heiße Maria und bin das ganze Jahr über in den Bergen unterwegs. Im Winter berichte ich für Snowplaza über alle Neuigkeiten zum Thema Skifahren, reise viel und erzähle von meinen Erfahrungen auf meinem Lieblingsbrett.