17. Januar 2017 Von: André in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Der perfekter Skitag in Mayrhofen

Das Zillertal ruft aus der Ferne und eignet sich nicht nur dank einer kurzen Anreise aus München für einen Skiurlaub in Österreich. Egal ob weitgereist mit dem Zug oder eingeflogen über Innsbruck, das Skigebiet Mayrhofen verbindet anspruchsvollen Wintersport mit familienfreundlichem Skifahren. Vom Flughafen Innsbruck in die Penkenbahn und auf die Pisten vom Genussberg Ahorn, dem Actionberg Penken und einer der steilsten Pisten in Österreich, der Harakiri. Wie ein perfekter Skitag in Mayrhofen aussehen kann, hat Snowplaza Reporter André in seinen Must-Do's für einen perfekten Tag in Mayrhofen für Sie festgehalten.

Der perfekte Skitag in Mayrhofen beginnt beim Anflug auf Innsbruck

Viel zu früh klingelt der Wecker in Köln und der Nieselregen lässt nicht vermuten, dass ich schon in drei Stunden in eine andere, perfekt verschneite Bergwelt eintauche. Noch leicht dösend weckt mich der Landeanflug auf Innsbruck und ich blinzle instinktiv aus dem Fenster. Die Vorderalpen luken frech durch die massive Wolkendecke, während direkt vor mir sich der Alpenhauptkamm in Richtung Sonne reckt. Ein gewaltiger Anblick, die Berge sind zum Anfassen nah. Ich fiebere bereits der Landung entgegen und will schnell aus dem Flieger, um auf die Pisten von Mayrhofen zu kommen. Das Gepäck ist schnell eingesammelt und bereits eine Stunde nach Landung stehe ich an der Penkenbahn in Mayrhofen.

Aufregung in der Penkenbahn ins Skigebiet Mayrhofen

Kurz vor dem Anschnallen der Skier habe ich immer ein Kribbeln im Bauch, ausgelöst durch Winterwelt und Berge, will ich möglichst keine Minute auf der Skipiste verlieren. Die Penkenbahn bringt uns komfortabel und vor allen Dingen schnell nach oben. Auch für Skifahrer und Snowboarder mit einem gesunden Respekt vor Höhe wie z.B. mich ist die Fahrt angenehm, da es weniger ruckelt als erwartet und wir den Berg nahezu hinaufgleiten. Wir entscheiden uns zum Einfahren am heutigen Skitag für die Südhänge. Uns erwarten frisch präparierte Skipsten, die direkt in der Sonne liegen. Die Aufregung ist immer noch nicht vorbei und jede in den Schnee gezogene Bahn lässt das Kribbeln im Bauch größer werden.

Blick ins Zillertal bei Mayrhofen

Familien-Skitag oder Action auf der Harakiri?

Die Entscheidung Familien-Skitag auf dem Genießerberg Ahorn oder auf den Actionberg Penken fiel bei uns eher spontan, denn wir sind schlichtweg beim ersten Lift – der Penkenbahn – ausgestiegen. Trotzdem stellt sich die grundsätzliche Frage: Vielleicht doch zur Ahornbahn fahren und den Genießerberg wählen? Hier gibt es lange blaue Abfahrten für die Familie, aber auch rote Pisten und eine der längsten Talabfahrten Österreichs. Die ist zwar schwarz, aber eignet sich für einen langen und schnellen Schwung ins Tal hervorragend. Für die wichtigste Übung, den Einkehrschwung, stehen urige Hütten in Sonnenlage und ein Igludorf samt Eisbar bereit. Für die Mutigen: Hier lässt es sich auch übernachten!

So müssen Berge sein

Die Schneekarhütte im Penkengebiet

„I survived Harakiri“ das steilste Pistenerlebnis Österreichs

Man kann natürlich auch beides verbinden! Nachdem das erste Verlangen nach Pisten und Sonne auf dem Ahorn gestillt ist, fahren wir zurück in den Schatten. Der Knorren-Sessel führt direkt über die bis zu 78% steile Harakiri und zwingt viele Skifahrer und Snowboarder ungebremst auf den Popo. Oben angekommen passiere ich die Warnschilder, schnalle mir die Ski-Schuhe enger und stürze die Harakiri runter. Mit 78% Gefällte zählt die Harakiri zu den steilsten präparierten Pisten in ganz Österreich. Kleine Kurven und extremes Aufkanten helfen im Steilstück. Die ersten Schwünge tun weh, der Schnee staubt und dann kehrt das Grinsen zurück. Unten angekommen haben wir uns das Mittagessen in der Sonne verdient. Auf dem Südhang an der Schneekarhütte lassen wir es uns gut gehen.

Den richtigen Einkehrschwung in Mayrhofen üben

Für den Nachmittag planen wir einen Besuch am Rastkogel und die Sonne spielt weiter mit. Als die Knochen dann aber langsam Müde werden entscheiden wir uns noch für eine letzte Abfahrt. Das Grinsen bleibt, auch wenn der ein oder andere Muskel zufrieden ist als wir endlich im Lift sitzen und sich vielleicht wünscht erstmal aufs Zimmer zu gehen. Doch „So müssen Berge sein“ denken wir uns und darauf müssen wir anstoßen. Deswegen geht es ohne Pause von der Skipiste direkt zum Einkehrschwung ins Brück'n Stadl und vielleicht auch noch weiter in die Eisbar. Unseren Durst freuts, die Muskulatur allerdings weniger.

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Seit meinem dritten Lebensjahr bin ich auf Skiern unterwegs, begleite Skigruppen als Skilehrer und bin DSV-Ski-Instructor. Ich habe nicht nur riesen Spaß am Skifahren, sondern auch daran anderen diese Freude zu vermitteln.

 
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