26. April 2015 Von: Felix in 'Reiseberichte'' | 2 Kommentare

Hintertuxer Gletscher

Auch im Frühling ist Snowplaza in den Skigebieten der Alpen unterwegs und zeigt Ihnen die schönsten Orte zum Skifahren. Diesmal haben wir uns gefragt, ob sich Skiurlaub im Frühling wirklich lohnt? Unser Reporter Felix war Ende April am Hintertuxer Gletscher und hat einen Erfahrungsbericht über Skiurlaub im Frühling erstellt. Das Skigebiet bei Mayrhofen hat 365 Tage im Jahr geöffnet und zählt zu den Ganzjahres-Skigebieten in Österreich. Erfahren Sie alles über die Pistenqualität, die Schneelage und die Bedingungen zum Skifahren im Frühling.

Auf geht’s in den Skiurlaub im Frühling

Weit und breit kein Schnee in Sicht, und trotzdem machen wir Skiurlaub! Über 23 Grad misst das Thermometer in Köln, als wir zum Hintertuxer Gletscher aufbrechen. Die Nachbarn gucken etwas verwundert, als ich die Skier in den Wagen packe. Tja, die wissen halt nicht, dass auf über 1.500 Meter Höhe die Skisaison noch im vollen Gange ist. Angekommen in Hintertux, herrscht noch immer 100% Wintersport-Atmosphäre. Die Hotels sind gut gefüllt, der Skiverleih geöffnet und sogar der Skibus dreht seine Runden, um weitere Skifahrer von der Unterkunft zur Talstation zu bringen. Zugegeben, etwas merkwürdig ist es schon bei 17 Grad im Schatten die Skiausrüstung anzulegen und Handschuhe anzuziehen, aber mit dem Skilift geht es ja gleich auf 3.250 Meter Höhe.

Ende April liegen noch über 2 Meter Schnee im Skigebiet

Ende April liegen noch über 2 Meter Schnee im Skigebiet

Skifahren, Freestylen und Freeriden am Gletscher

Mit der Seilbahn dauert es rund 25 Minuten bis zum höchsten Punkt im Skigebiet. Hier an der Gefrorenen Wand gibt es keine grüne Stellen oder braune Flecken mehr zu sehen. Knapp 3 Meter Schnee liegen im Frühling am Hintertuxer Gletscher und sorgen für sehr gute Bedingungen zum Skifahren bis hinunter auf 2.100 Meter Höhe. Die Pisten sind breit und angenehm leer. Es gibt keine Warteschlangen an den Liften. Fast alle Anlagen und Abfahrten sind geöffnet. Zu dieser Jahreszeit tummeln sich viele Extremsportler und echte Könner im Skigebiet. Anfänger sind kaum unterwegs. Wenn doch, dann stehen sie mit offener Kinnlade vor dem Snowpark und staunen über die spektakulären Flugshows der Freestyle- und Snowboard-Artisten.

Snowboarder im Betterpark am Hintertuxer Gletscher

Snowboarder im Betterpark am Hintertuxer Gletscher

Sonnen, Relaxen und rote Nasen

Auffällig ist, dass sich viele Skifahrer eine typische Skibrillen-Bräune zugelegt haben. Das Gesicht ist braun, der Augenbereich weiß. Grund ist die hohe Intensität der Sonne, die es sogar zulässt im T-Shirt und mit kurzen Hosen Ski zu fahren (wegen der hohen Verletzungsgefahr aber nicht empfehlenswert). So sitzen im Frühling die meisten Skifahrer meist kurzärmlig, teils oberkörperfrei, auf der Sonnenterrasse der Spannnagelhütte und des Tuxer Fernerhaus‘ in über 2.500 Meter Höhe, genießen den strahlend blauen Himmel und ihr Weizenbier. Tipp: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen. Obwohl wir eine Creme mit LSF 30 regelmäßig auftrugen, waren am Ende des ersten Skitages unsere Nasen rot.

Spannagelhaus mit Terrasse zum Sonnen auf 2.531 m Höhe

Spannagelhaus mit Terrasse zum Sonnen auf 2.531 m Höhe

Schneesicherheit bis ins Tal

Ein weiteres Phänomen im Frühling ist die Talabfahrt. Wie ein weißes Band auf grünem Untergrund zieht sich die Piste Nummer 1 vom Hintertuxer Gletscher bis ins Tal hinunter. Der Schnee ist links und rechts komplett getaut. Doch solange die Temperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt fallen, kann die Talabfahrt weiterhin beschneit werden und somit geöffnet bleiben. Zwar ist der Schnee am Ende des Tages vor allem im unteren Teil matschig, aber so lässt sich der Wechsel von zwei verschiedenen Jahreszeiten am eindrucksvollsten erleben. Unterwegs trifft man übrigens bereits auf die ersten Wanderer. Alternativ kann natürlich auch die Seilbahn zurück ins Tal genutzt werden. Dort steppt am Wochenende in der Hohenhaus Tenne deutlich ruhiger als im Winter der Après-Ski-Bär.

Unter im Tal ist mit 17 Grad schon Frühling, oben auf dem Gletscher herrscht noch Winter

Unter im Tal ist mit 17 Grad schon Frühling, oben auf dem Gletscher herrscht noch Winter

Fazit: Gute Pisten, kaum Après-Ski

Wer Sonnetanken und Skifahren kombinieren möchte, sollte Skiurlaub im Frühling machen. Im April ist es weniger kalt, die Sonne scheint länger, die Pistenbedingungen sind gut bis sehr gut, und außerdem hat man viel Platz zum Skifahren. Ein weiterer Vorteil sind die geringeren Preise im Vergleich zur Hauptsaison. Vor allem im Frühling bieten die Bergbahnen und Hotelbetriebe teils satte Rabatte an. Allerdings sollte unbedingt ein schneesicheres und hochgelegenes Gletscher-Skigebiet gewählt werden. Denn unterhalb von 2.100 Meter Höhe beginnt der Schnee zu tauen, die Pisten sind entweder vereist oder matschig. Auch ist in Sachen Après-Ski deutlich weniger los, als im Winter. Dennoch: Daumen hoch für Skiurlaub im Frühling! Alle Bewertungen lesen >

Praktische Tipps für Skiurlaub im Frühling

  • Günstige Reiseangebote buchen
  • Früh aufstehen! Die Skilifte öffnen im Frühling / Sommer früher
  • Sonnencreme mit hohem LSF regelmäßig auftragen
  • Skiausrüstung (Handschuhe, Skihelm, Skijacke) wegen Verletzungsrisiko anbehalten
  • Freestyler im Snowpark zuschauen (Zuschauer sind gern gesehen)
  • Aktuelle Schneehöhen checken
  • Viel Wasser trinken
Auf geht’s! Das sind die geöffneten Skigebiete im Frühling >

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Ehrlich gesagt, gibt es nur eine Sportart, die ich seit meiner Schulzeit immer wieder betreibe: Skifahren! Schon wenn die ersten Flocken runter kommen, stehe ich auf den Brettern und düse die Skihänge herunter.

 
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