11. März 2022 Von: Miriam in RegionenWintersport

Jeder Winterurlauber weiß, für den Preis von einer Woche Skiurlaub kann man locker zwei Wochen Sommerurlaub machen, aber das hält richtige Wintersport Enthusiasten natürlich nicht davon ab, zum Skifahren oder Snowboarden in die Berge zu fahren. Wer trotzdem die Kosten im Blick behalten möchte, sollte die großen bekannten Skigebiete außer Acht lassen und einen Blick auf die eher unbekannteren Regionen werfen. Die sind häufig günstiger und haben dennoch eine Menge zu bieten. Snowplaza hat für dich geschaut, welche Skigebiete in Europa preiswert sind und dennoch groß genug, um Abwechslung im Skiurlaub zu bieten.

Skigebiete mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Keine Sorge, hier wurden jetzt keine unerreichbaren Skigebiete, mit einem klapprigen Sessellift und 3 Pistenkilometern gegenübergestellt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte schon stimmen. Verglichen wurden verhältnismäßig große und vielseitige Skigebiete mit moderaten Preisen für Skipässe.

Berchtesgadener Land

Eine deutsche Skiregion zählt für uns auch zu den günstigen Skigebieten in Europa. Rund um Berchtesgaden warten in den sechs Wintersportgebieten des Berchtesgadener Lands (Skiarena Obersalzberg, Zinken, Götschen, Roßfeld Oberau, Hochschwarzeck, Dürrnberg und Jenner am Königssee) bis zu 70 Pistenkilometer auf SkifahrerInnen und SnowboarderInnen. Besonders Familien wissen die Wintersportregion aus bis zu 1.874 Höhenmetern zu schätzen, unter anderem wegen der preiswerten Skipass-Kombi-Angebote, wie etwa dem 3- oder 6-Tages Skipass inklusive Eintritt in die Watzmann Therme. Auf Snowboarder und Freestyler wartet in Bischofswiesen am Götschen ein Funpark mit Flutlicht und Musikanlage, während die anspruchsvollen Pisten am Jenner von fortgeschrittenen SkifahrerInnen bevorzugt werden. Ein Tagesskipass kostet hier nur 35 € und wer auch noch Equipment für seinen Skitag braucht, kann dies ab 22 € pro Tag leihen.

Falakro in Griechenland 

Urlaub in Griechenland erinnert uns eher an weiß getünchte Häuser, blaues Meer, sommerliche Temperaturen und gesellige Abende in der Taverne und weniger an Skiurlaub. Dabei ist das Skigebiet Falakro eines der günstigsten in Europa und das größte in Nordgriechenland. In dem Gebiet in Ostmakedonien und Thrakien können Wintersportler auf 22 Kilometern bestens präparierte Abfahrten genießen. Neun Lifte befördern SnowboarderInnen und SkifahrerInnen auf die 20, größtenteils roten Pisten im Skigebiet, das auf einer Höhe von 1.615 bis 2.232 Metern liegt. Drei Hütten sorgen für das leibliche Wohl der Wintersportler und wecken dann wieder, mit der typisch griechischen Küche und einem Raki als Absacker, Erinnerungen an vergangene Sommerurlaube. Auch sonst mangelt es in dem kleinen Skigebiet an nichts. Es gibt, neben Hotels und gastronomischen Angeboten, Skischulen, einen Skiverleih und auch einen Arzt, der die unglücklich gestürzten Ski- und SnowboarderInnen versorgt. Nur die Öffnungszeiten sind gewöhnungsbedürftig, denn Skifahren und Snowboarden kann man dort nur von Donnerstag bis Sonntag und an griechischen Feiertagen. Dafür kostet ein Tagesskipass hier auch nur unglaubliche sieben Euro.

Szczyrk Mountain Resort in Polen 

Eines der größten Skigebiete Polens ist das Szczyrk Mountain Resort. Es liegt auf 1.211 Metern Höhe in den Schlesischen Beskiden. Sechs Lifte bringen Ski- und SnowboardfahrerInnen auf die Pisten unterhalb des Maly Skrzyczne-Gipfels. Auf den 36, hauptsächlich blauen und roten Pistenkilometern fühlen sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen wohl. Es gibt zwei, insgesamt fünf Kilometer lange Flutlichtabfahrten zum Nachtskilauf, eine 1,5 km lange schwarze Piste und ein Kinderland für kleine Skianfänger. Für FrühaufsteherInnen und Freunde frisch präparierter Pisten gibt es den FRESH TRACK. Jeden Mittwoch, Freitag und Samstag ab 7:30 Uhr können beim FRESH TRACK die Pisten 1 und 3 an der Gondelbahn A1 befahren werden und ab 09:30 Uhr wartet im Restaurant Kuflonka dann ein Frühstück auf die Frühsportler. All das ist beim preiswerten Tagesskipass für nur 27 € inklusive. Skianfänger können sich hier auch gut und gerne einen privaten Skilehrer buchen, denn den gibt es schon ab 25 € in der Stunde. Skier leihen für einen ganzen Tag schlägt mit nur 11 € zu Buche. 

Bansko in Bulgarien

Neben Griechenland ist sicherlich auch Bulgarien kein klassisches Ziel für Wintersportler. Dies könnte sich in Zukunft ändern. Das führende Skigebiet Bulgariens, Bansko in der Oblast Blagoewgrad, liegt auf einer Höhe von 990 bis 2.560 m und verwöhnt SkifahrerInnen und SnowboarderInnen mit insgesamt 48,2 Pistenkilometer und 8,1 Kilometern Skirouten. 15 moderne Liftanlagen bewegen die Wintersportler durch das günstige Skigebiet, in dem ein Tag Ski fahren 40 € kostet. Wer dort regelmäßig seinen Winterurlaub verbringt, kann Mitglied im Bansko Loyalty Club werden und so von Rabatten, Goodies und Privilegien, wie unter anderem VIP-Tickets bis hin zu FIS-Veranstaltungen, kostenlose Ski- oder Snowboardservices, Upgrades im Hotel und auch Bansko Loyalty Club Events, profitieren.

Valfréjus in Frankreich 

Im Maurienne Tal, oberhalb von Modane liegt das Skigebiet Valfréjus auf 1.550 Höhenmetern. Eine moderne Gondelbahn bringt WintersportlerInnen dann noch weiter auf das Plateau d'Arrondaz auf 2.222 Metern. In dem anfängerfreundlichen Skigebiet gibt es größtenteils blaue Pisten, gespickt mit ein wenig rot und dann wieder etwas mehr schwarzen Abfahrten auf den insgesamt 70 Pistenkilometern. Die Talabfahrt führt direkt vorbei an den Terrassen der Hotels und Restaurants in dem charmanten französischen Skiort. Ein Paradies für Freerider ist Valfréjus aufgrund seiner steilen Abfahrten abseits der präparierten Skipisten. Für alle, die nicht nur auf Ski und Snowboard unterwegs sein möchten, gibt es auch eine schöne Rodelbahn. Mit einem Tagesskipass für 34 € ist die Skiregion günstig, für französische Verhältnisse. Eine Ausrüstung kann man hier schon für 13 € am Tag leihen. Wer noch mehr sparen möchte, kann dies mit dem FAMILY “TRIBE” PACK, einem Skipass für Familien, Paare und Gruppen.

Skigebiet Valfréjus in Frankreich
Freerider und Tourengänger lieben die Abfahrten abseits der Piste in Valfréjus.

Sainte-Foy in Frankreich 

Nicht nur Valfréjus, auch das Skigebiet Sainte-Foy in den französischen Alpen besticht durch seine günstigen Preise. Hier kostet ein Tag auf der Piste nur 34 € und eine Stunde mit einem privaten Skilehrer nur 38 €. Dadurch widerlegen beide, dass Skiurlaub in Frankreich, nicht unbedingt teuer sein muss. Auf den 41 Pistenkilometern im Tarentaise Tal überwinden Ski- und SnowboardfahrerInnen Höhenlagen von 1.550 bis zu 2.620 Metern. Aber nicht nur die präparierten Pisten sind in der französischen Skiregion beliebt. Die Freeride-Pisten versprechen Abwechslung und Action pur und wer noch höher hinaus möchte, kann in Sainte-Foy beim Heli-Skiing direkt aus dem Hubschrauber in den Tiefschnee. Weitere winterliche Highlights sind die Möglichkeiten zur Iglu-Übernachtung, zum Eisklettern und zu einer Fahrt mit dem Hundeschlitten.

Les 7 Laux in Frankreich

Mitten im Belledonne-Massiv liegt eine der modernsten und dennoch günstigsten Skiregionen Frankreichs: Les 7 Laux. Von den Pisten aus hat man, aufgrund der Höhe von bis zu 2.732 Metern, einen fantastischen Blick über Grenoble und das Grésivaudan-Tal. Insgesamt 22 Lifte befördern wintersportbegeisterte SnowboarderInnen und SkifahrerInnen für nur 33 € am Tag durch das große Skigebiet. Auf den insgesamt 120 Pistenkilometern herrscht ein gutes Verhältnis zwischen leichten und anspruchsvollen Abfahrten, sodass jeder auf seine Kosten kommt. Sieben Touren-Routen und ein Langlaufzentrum in Höhenlage unterstreichen die Vielseitigkeit des preiswerten Skigebiets. Neben klassischen Wintersport können Winterurlauber hier mit dem Hundeschlitten und auch mit der Pistenraupe fahren. Ein besonders großer Spaß ist allerdings der Snakegliss, eine Art Schlittenschlange, bestehend aus 8 Schlitten, auf der man mit einer großen Gruppe die Skipisten von Pleynet und Prapoutel hinuntersausen kann. Mit der Mountain 7 Laux Card gibt es zusätzlich eine Menge Ermäßigungen.

Slowakei: Jasná Nízke Tatry 

Nicht ganz so weit weg wie Bulgarien oder Griechenland sind die Skigebiete in der Slowakei. Am Fuße des Berges Chopok liegt die Skiregion Jasná Nízke Tatry. Die slowakische Wintersportregion ist auf dem aktuellsten Stand in Sachen Technik und Komfort und somit der Hotspot für SnowboarderInnen und SkifahrerInnen in der Slowakei. Auf den knapp 45 Kilometern Piste, verteilt auf vier zusammenhängende Skigebiete, fühlen sich Einheimische ebenso wohl, wie Skiurlauber aus ganz Europa. Auf bis zu 2.004 Höhenmetern gibt es präparierte Pisten in allen Schwierigkeitsstufen und ausreichend Möglichkeiten auch abseits der Piste seine Schwünge zu ziehen. Ein Tagesskipass kostet hier 49 € und zwei Stunden privater Skikurs ab 59 €. Sparfüchse nutzen den GoPass, um weitere Vergünstigungen zu erhalten.

Zakopane in Polen

Wer kennt den Skiort Zakopane im Süden Polens nicht? Einmal im Jahr heißt es hier: ZIIIIEHHHHHH, wenn die Skispringer in Zakopane ihren Weltcup austragen. Weniger bekannt ist das polnische Städtchen als Skiregion, obwohl es auch Winterhauptstadt Polens genannt wird. Dabei gibt es in dem Tal zwischen dem Tatra-Gebirge und dem Gubalówka-Berg sogar vier Skigebiete mit 20 Skiliften, die auf bis zu 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Das Wintersportgebiet Nosal ist besonders bei Anfängern auf Ski und Snowboard sehr beliebt, während fortgeschrittene WintersportlerInnen gerne die Abfahrten in Szymoszkowa hinunter wedeln. Besonders anspruchsvoll sind die beiden anderen Skigebiete Kasprowy Wierch und Harenda. Insgesamt können sich WintersportlerInnen hier auf 16 Pisten mit einer Gesamtlänge von 24 Kilometern austoben. Der kleine Haken ist, dass man für die verschiedenen Skigebiete jeweils eigene Skipässe benötigt, deren Preise bei 18 € pro Tag starten. Die Kosten sind hier also überschaubar. Und wer genug von der sportlichen Betätigung im Skigebiet hat, bummelt ein wenig über die bekannte Krupówki, Zakopanes Flaniermeile mit Geschäften, Restaurants und Galerien. Dort sollte jeder einmal den polnischen Glühwein "Grzaniec" oder auch einen heißen Kläutertee mit einem großzügigen Schuss Wodka "Góralska herbata z pradem" probiert haben.

Vogel in Slowenien

Wie fast alle Skiregionen im Osten Europas, ist auch das Skigebiet Vogel in Slowenien für seine günstigen Preise bekannt. Ein Tagesskipass kostet hier nur 35 €. Genauso viel wie eine Stunde Unterricht bei einem privaten Skilehrer. Das schneesicherste Skigebiet Sloweniens befindet sich in Gorenjska (Oberkrain) und liegt auf bis zu 1.800 Meter über dem Meeresspiegel. Auf seinen 22 Pistenkilometern fühlen sich alpine Wintersportler aller Könnerklassen wohl. Besonders bekannt ist das Skigebiet Vogel allerdings für seinen riesigen Funpark, der regelmäßig Austragungsort für Wettkämpfe ist. Im zwei Hektar großen Snowpark Vogel gibt es alles, was das Freestyler Herz begehrt und er ist täglich von 09.30 bis 15.45 Uhr geöffnet. 

Dundret im schwedischen Lappland

Auch im Norden Europas gibt es wunderschöne Skiregionen und in einigen davon ist Wintersport günstiger als gedacht. Nahe dem Ort Gällivare im schwedischen Lappland liegt das Skigebiet Dundret. Für 37 € am Tag können sich dort Wintersportler den ganzen Tag vergnügen. Es erstrecken sich 15 Pisten verschiedenster Schwierigkeitsstufen auf bis zu 823 Höhenmeter. Aufgrund der niedrigen Temperaturen im Winter kann man hier, trotz der geringen Höhe, von November bis April problemlos Snowboarden und Skifahren. Neben einem knapp fünf Kilometer langen Steilhang und einer Buckelpiste für erfahrene Skifahrer, gibt es ausreichend blaue Piste zum entspannten Fahren und einen Snowpark mit Grillbereich. Zum nächtlichen Skifahren werden ganze 8 Pisten beleuchtet und wer zur richtigen Zeit in Dundret ist, kann bei einer Nordlichttour sogar Polarlichter sehen.

Polarlichter in Lappland
Besonderes Highlight in Dundret ist eine Tour zum Polarlichter schauen.

Die teuersten Skigebiete

Wer nun doch sagt, was kostet die Welt und eher auf Champagner und Kaviar steht, der kommt in den teuersten Skigebieten Europas auf seine Kosten:

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Morgens früh Schwünge auf fast leeren Pisten zu ziehen ist Miriams Highlight beim Skifahren, deswegen ist sie auch immer eine der Ersten an der Gondel. Am liebsten bei bestem Wetter und optimalen Pistenbedingungen. Nach dem Skifahren genießt sie Saunagänge und die kulinarischen Köstlichkeiten der Alpen.

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