16. März 2019 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Es ist März und wir sind auf dem Weg nach Zell am See-Kaprun. Rechts und links der Straße blicken wir auf schmelzende Schneehaufen, die der Sonne versuchen zu trotzen. Ein fast schon trauriges Bild. Aber der Wetterbericht verkündet gute Neuigkeiten. Neuschnee ist angekündigt. Die Vorhersage sollte sich erfüllen. Snowplaza Bloggerin Marlene war Mitte März auf der Schmittenhöhe, dem Hausberg von Zell am See, unterwegs und berichtet über nächtliche Schneefälle, schöne Panoramaaussichten und griffige Skiabfahrten.

Anreise nach Zell am See-Kaprun

Mit dem Zug dauert die Anreise aus München nach Zell am See-Kaprun inklusive Umstieg in Wörgl rund 3 Stunden. Eigentlich sehr angenehm. Allerdings gibt es an Bord kein W-Lan. Wer lieber selber fahren möchte, muss sich ebenfalls auf rund 2:40 Autostunden einstellen. Ab dem Grenzübergang geht es übrigens über Landstraßen weiter. Das bedeutet, dass keine Maut bezahlt werden muss. Unser Ziel ist die Talstation der Schmittenhöhebahn. Dazu müssen wir uns vom Seeufer Richtung Berg orientieren und zuerst einige Meter weiter bergauf fahren. Auf P2, oberhalb der Liftkasse, ergattern wir eine Parklücke zwischen schmelzenden Schneebergen.

Auffahrt mit der Gondel bis spätestens 16:30 Uhr

Wir laden sowohl die Ski als auch das Gepäck aus dem Auto. Bepackt machen wir uns auf den Weg zur Liftkasse und lassen uns den Skipass aushändigen. Die Liftkarte kostet in der Hauptperson pro Tag und Person 53 Euro. Wir marschieren weiter zur Großraumgondel. Die Bahn ist im Porsche-Design gestaltet und entsprechend schnell fährt sie auch. Es ist schon nachmittags und die letzte Bahn geht um 16:30 Uhr nach oben. Die dürfen wir nicht verpassen. Wir übernachten nämlich im Berghotel Schmitten direkt an der Bergstation mitten im Skigebiet. Da kommen wir anders nicht hinauf. Ein Blick auf die Uhr zeigt aber, dass wir noch gut in der Zeit liegen.

Mega Aussicht aus dem Berghotel Schmitten

Im Hotel angekommen, beziehe ich mein Zimmer und staune über die Aussicht. Beim Betreten des kleinen Balkons vor dem Fenster fällt mir auf, dass ich direkt auf den Zeller See blicken kann. Der ist mittlerweile nicht mehr zugefroren und spiegelt blau in der Sonne. Am nächsten Morgen ist davon nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen tanzen kleine Schneeflocken vor der Scheibe. Über Nacht hat es 40 cm geschneit und noch immer kommen weitere Flocken vom Himmel. Motiviert schlüpfe ich in die Skihose, trinke den Kaffee schneller als sonst und stehe wenige später auf der Skipiste.

Panoramapiste Richtung Zeller See

So müsste es immer sein: Über Nacht hat es geschneit, jetzt klart es langsam auf. Stück für Stück kommt die umliegende Bergwelt wieder zum Vorschein. Trotzdem liegt auf der Piste eine fluffig weiche Tiefschneeschicht. Der Schnee staubt bei jedem Schwung, während ich über Breiteckpiste, Hirschkogelpiste und Nordabfahrt bis nach Zell am See hinabdüse. Die Strecke ist super lang und es werden insgesamt 1.200 Höhenmeter überwunden. Dabei blicke ich schon früh auf den See im Hintergrund. Und nach jeder Kurve kommt er näher. Rechts von mir ist gleichzeitig das verschneite Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn zu sehen. Da jagt ein Fotomotiv das nächste. Und gleichzeitig wird auf der langen Piste die Muskulatur auf Hochtouren gebracht.

Fazit

Nach den nächtlichen Schneefällen waren die Pistenverhältnisse auf den insgesamt 138 Pistenkilometer in meinen Augen ideal. Ich persönlich mag es, wenn es nicht so hart präpariert ist und auch die leichteren Hügel am Nachmittag machen mir mehr Spaß als sie stören. Die lange Abfahrt, die ich morgens zurückgelegt habe, ist außerdem durchgehend blau markiert und lädt deshalb zum gemütlichen Cruisen ein. Anspruchsvoller ist die Trassabfahrt, die mit einer Neigung von 70 Prozent steilste Piste im Skigebiet. Zwischendurch finde ich steile Abfahrten zwar super, aber dann brauch ich auch immer wieder eine genussvollere Abfahrt ins Tal. Die Mischung macht's.

Winterwunderland in Zell am See-Kaprun

Das Berghotel Schmitten liegt mitten im Skigebiet

Blick aufs Kitzsteinhorn

Praktische Infos zum Skigebiet Zell am See-Kaprun

Aktuell bietet das Skigebiet Zell am See-Kaprun rund 140 Pistenkilometer, aber es wird fleißig geplant und gebaut. Zwei neue Bahnen sollen kommende Saison entstehen. Die eine führt nach Viehhofen hinab, sodass der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn für Skifahrer noch näher rückt. Die andere, die sogenannte K-onnection, soll den Maiskogel mit dem Kitzsteinhorn verbinden. Zudem gibt es einen neuen Liftpassverbund. Das Kitzsteinhorn in Kaprun, die Schmitten in Zell am See und der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn schließen sich zur Ski Alpin Card zusammen. Das Ticket gilt dann auf 408 Pistenkilometern.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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