15. Februar 2019 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Das Skigebiet Ski Arlberg ist nicht nur das größte Skigebiet Österreichs, sondern zählt zudem zu den 5 größten Skiregionen weltweit. Insgesamt hält das Skigebiet, das sich von St. Anton am Arlberg über Stuben, Lech Zürs und Zug bis nach Warth-Schröcken zieht, 305 Pistenkilometer für Skifahrer und Snowboarder bereit. Snowplaza-Bloggerin Marlene hat sich das Skigebiet genauer angeschaut und berichtet über ihren Aufenthalt im riesigen Ski Arlberg und stellt eine Skiabfahrt vor, die in ihren Augen zu den schönsten im gesamten Skigebiet zählt.

Ski Arlberg: Die Wiege des alpinen Skilaufs

Ski Arlberg gilt als Wiege des alpinen Skilaufs. Den Ruf hat das Skigebiet den Pionieren des Skifahrens zu verdanken. Dazu zählt zum Beispiel Pfarrer Johann Müller, der als erster Skifahrer des Arlbergs gilt. Auch Hannes Schneider ist eine der Persönlichkeiten, die nicht nur das Leben am Arlberg geprägt haben. Als Vorreiter seiner Zeit hat er den Arlbergstil definiert. Durch den Ausbau mit Seilbahnen wurde Ski Arlberg schließlich immer größer. Ein bedeutender Meilenstein war unter anderem vor zwei Jahren zur Skisaison 2016 / 2017 die Eröffnung der neuen Flexenbahn, die die Skiverbindung zwischen Lech Zürs und Stuben ermöglicht.

Ein Fall für die Schneeketten?

Der Arlberg zählt zu den schneesichersten Regionen in Österreich. Schon bei der Anreise fahren wir an meterhohen Schneewänden vorbei. Einige Serpentinen und Kurven erfordern volle Konzentration. Auch auf der Fahrbahn liegt Schnee. Vor uns fährt ein Skibus. Die Ketten klackern auf dem Asphalt. Werden wir die Anreise nach Zürs ohne Schneeketten meistern, oder müssen wir sie auch noch anlegen? Dank Allrad schaffen wir es bis zum Hotel. Im Kofferraum sollten die Schneeketten trotzdem liegen. Sobald die blauen Schilder mit dem Schneekettensymbol ausgeklappt sind, ist ein Anlegen meist auch ratsam, da das Vorankommen sonst mühsam werden kann.

Einer der schönsten Skiorte Österreichs

Wir werfen einen Blick in den Skiort Lech. Schauen uns zu Fuß um und genießen die winterliche Atmosphäre. In meinen Augen zählen die Skiorte am Arlberg zu den schönsten Skiorten Österreichs. Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Lichter angeknippst. Wie in der Vorweihnachtszeit, an die man sich aus der Kindheit erinnert, leuchten Lichterketten unter tief verschneiten Dächern hervor. Bäume sind geschmückt. Alles wirkt ursprünglich, ruhig und einladend. Und das, obwohl der Tourismus trotzdem deutlich zu spüren ist. Vor allem bei der Suche nach einer Einkehrmöglichkeit. Ohne Reservierung sind viele Restaurants bereits ausgebucht. Wenige Minuten später haben wir doch Glück. In einer Pizzeria gibt es noch einen freien Platz.

Wer viel sehen will, muss gut planen

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker schon früh. Wir wollen den Tag nutzen, möglichst viel vom Skigebiet abfahren und deshalb bereits mit Liftöffnung starten. Den Skipass holen wir in Lech an der Bergbahn. Der ist aber nicht nur für Lech-Zürs, sondern für ganz Ski Arlberg gültig. Nicht wundern: Die Karte kostet 5 Euro Pfand. Das Geld gibt's aber bei Rückgabe der Keycard am Ende des Skitags wieder zurück. Wir studieren den Pistenplan, machen uns einen Eindruck über das Skigebiet. Dadurch, dass wir möglichst viel vom Skigebiet an einem Tag sehen wollen, müssen wir bei der Größe effizient vorgehen und uns die Route am besten schon vorher überlegen.

So schön: Das Zürser Täli ist Highlight des Tages

Wir starten in Lech Zürs am Arlberg, fahren bis nach St. Anton am Arlberg und enden den Skitag wieder auf den Pisten oberhalb von Lech. Unser persönliches Highlight des Tages ist neben der eindrucksvollen Flexenbahn, die Abfahrt im Zürser Täli. Rechts und links von uns erheben sich massive Felswände. Wir staunen, blicken uns um und fahren durch den Bergeinschnitt nach unten. Im Laufe des Tages haben sich auf der Piste nach dem Schneefall leichte Hügel gebildet. Die schmälern allerdings nicht das Fahrvergnügen. Im Gegenteil. Zwischendurch macht es riesig Spaß, die Schwünge über die kleineren Buckel zu setzen. So lassen wir die letzte Abfahrt des Tages ausklingen. Mit einem breiten Grinsen und der einen oder anderen verdienten Schweißperle auf der Stirn.

Blick von St. Anton in Richtung Lech Zürs

Ski Arlberg

© homeoftravel

Schön verschneit. So sieht es im Skiort Lech aus

Ski Arlberg Lech

© homeoftravel

Fazit zum Skiurlaub in Ski Arlberg

Das Skigebiet am Arlberg lässt sich kaum mit einem Wort beschreiben. Riesig ist es, das trifft zu. Und ansonsten so facettenreich, wie man es sich nur vorstellen kann. Blaue, lange Skipisten eignen sich hervorragend zum Skifahren lernen. Abfahrten wie das Zürser Täli lassen das Herz von fortgeschrittenen Genussskifahrern höher schlagen. Zahlreiche Skirouten und Tiefschneeabfahrten locken abseits des gesicherten Skigebiets Skiprofis und Freeride-Enthusiasten die Hänge herunter. Und abends? Abends haben Skiurlauber die Wahl zwischen einem ruhigen Restaurantbesuch oder aber Après-Ski-Highlights wie dem bekannten Mooserwirt oberhalb von St. Anton.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

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