23. Mai 2018 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

In den chilenischen Anden gibt es etliche Gipfel, die über 6.000 Meter hinaufreichen. Darunter befinden sich einige Gletscherlandschaften. Ganz so hoch liegen die Skigebiete in Chile nicht. Trotzdem ist hier der Skibetrieb von Juni bis Oktober möglich. Dann treffen sich Skifahrer aus nah und fern, um über die Flanken eines aktiven Vulkans abzufahren, einen der besten Snowparks Südamerikas zu besuchen oder um eine der längsten Skiabfahrten der Welt zu meistern. Snowplaza berichtet, in welchen fünf Skigebieten in den chilenischen Anden sich der Skiurlaub besonders lohnt.

Valle Nevado: Schneesicherheit auf bis zu 3.670 Meter

Das Skigebiet Valle Nevado ist besonders bei fortgeschrittenen Skifahrern beliebt. Das liegt daran, das ein Großteil der insgesamt 40 Pistenkilometer rot und schwarz markiert sind. Es zählt somit zu den anspruchsvolleren Skigebieten der Südhalbkugel. Darüber hinaus ist es für die Schneesicherheit bekannt. Das liegt vor allem an der Höhenlage. In Valle Nevado reichen die präparierten Skipisten von 2.860 Meter bis auf 3.670 Meter zum Gipfel des Tres Puntas hinauf. Darüber hinaus ist das Skigebiet ein beliebter Treffpunkt der Freestyle-Szene. Snowboarder und Freestyler-Skifahrer üben in einem der besten Snowparks Südamerikas neue Sprünge oder tasten sich an den kleineren Hindernissen langsam an akrobatische Tricks heran.

© Valle Nevado

Nevados de Chillán: Das beste Skigebiet in Chile

Das Skigebiet Nevados de Chillán gilt als das beste Skigebiet Chiles und gehört zu den Top 25 weltweit. Diesen Titel erhielt die Destination bei der World Ski Award-Preisverleihung. Neben den rund 30 Skiabfahrten ist das Skigebiet besonders unter Tiefschneefahrern bekannt. Das liegt daran, dass Schneehöhen von bis zu 10 Metern erreicht werden können, die rechts und links neben der Piste für besondere Freerideabenteuer sorgen. Darüber hinaus wartet mit der 13 Kilometer langen Las Tres Marias die längste Skiabfahrt Südamerikas und eine der längsten der Welt auf Skifahrer und Snowboarder. Wenn dann die Oberschenkel glühen, ist es gut, dass das Skigebiet zudem ein erholsames Thermalbad bereithält.

Parques de ​Farellones: Action-Skigebiet für die ganze Familie

Am 1. Juni beginnt die Skisaison in Farellones in der Nähe der chilenischen Hauptstadt. Insgesamt warten hier 50 Pistenkilometer zwischen 2.380 bis 3.330 Meter auf Wintersportler. Die meisten sind leicht und mittelschwer markiert und eignen sich somit besonders für Familien und Anfänger. Familien fahren jedoch nicht nur wegen der Einsteiger-Pisten nach Farellones. Ein weiterer Grund sind die zahlreiche Action-Aktivitäten, die auf Kinder und Jungegebliebene warten. Beim Snow-Tubing, Schlittenfahren und mit dem Fat-Bike kommt der Spaß nicht zu kurz und spätestens auf der rasanten Fahrt an der Drahtseilrutsche wird auch jede Menge Adrenalin ausgeschüttet.

La Parva: Von der Hauptstadt Santiago zum Skifahren

Das Skigebiet La Parva zählt dank der Höhe, die bis auf 3.620 Meter hinaufreicht, zu den schneesichersten Skigebieten Südamarikas. So garantieren die insgesamt 38 Pistenkilometer von Juni bis Oktober Skivergnügen. Darüber hinaus wartet vom höchsten Punkt eine sensationelle Aussicht in Richtung der chilenischen Hauptstadt Santiago. Von der Metropole ist das Skigebiet, das dank der vorwiegend mittelschweren Skipisten vor allem bei fortgeschrittenen Wintersportlern beliebt ist, in unter einer Stunde mit dem Auto zu erreichen. Wer sich nach mehr Action sehnt, wird mit der entsprechenden Erfahrung und Notfallausrüstung die unberührten Powder-Hänge zu schätzen wissen, oder nimmt sogar das Heliskiing-Angebot in Anspruch.

Pucón: Skifahren am aktiven Vulkan

Ab dem 6. Juli sind die insgesamt 30 Pistenkilometer im Skigebiet Pucón wieder präpariert und bieten Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen schneereiche Skiabfahrten an den Flanken des Villarrica-Vulkans. Besonders beliebt ist die Destination bei Familien mit Kindern. Das liegt zum einen daran, dass die Hälfte der Skiabfahrten als leicht markiert sind, sondern zum anderen auch an den Betreuungsangeboten wie dem Minis-Club. Zudem lässt sich der Aufenthalt mit einem Einblick in die spektakuläre Landschaft Chiles verbinden. Heiße Quellen, aktive Vulkane und tiefblaue Bergseen warten auf Besucher.

Das Skigebiet Pucón erstreckt sich über die Bergflanke eines Vulkans © Pucón Ski

Skifahren im Sommer auf den Gletscherskigebieten

Die chilenischen Skigebiete auf der Südhalbkugel gelten von Juni bis Oktober als schneesicher. Trotzdem liegen sie am anderen Ende der Welt und ein Skiurlaub kostet Geld und Zeit. Wer nicht so weit weg, aber dennoch einen Skitag im Sommer erleben möchte, kann auch in den Alpen bleiben. In einigen 10 Gletscherskigebieten in Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz ist der Skibetrieb auf über 3.000 Meter zum Beispiel am Hintertuxer Gletscher auch im Juli und August noch möglich. In manchen Skigebieten, wie zum Beispiel am Stilfser Joch ist der Skibetrieb sogar nur im Sommer möglich.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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