Heute endet in den Alpen vorübergehend der Frühling. Eine kräftige Kaltfront zieht im Laufe des Tages aus Nordwesten herein und bringt heftige Niederschläge sowie stürmische Bedingungen mit sich. Lokal sollen mehr als 1,5 Meter Schnee fallen. Aus diesem Grund wurden verschiedene Wetterwarnungen ausgegeben.
Kurz zusammengefasst:
- Heftiger Schneesturm Ende März: Ein klassischer Nordstau bringt ab heute viel Niederschlag und stürmische Bedingungen.
- Code Gelb und Code Orange: Die Wetterdienste warnen vor viel Schnee, niedrigen Temperaturen und starkem Wind.
- Lawinengefahr steigt: Durch die Kombination aus viel Schnee und starkem Wind wird die Lawinengefahr ab Donnerstag zunehmen.
- In den Alpen? Rechne mit Verkehrsbehinderungen, der Winterreifenpflicht und nimm Schneeketten mit.
Schneesturm nähert sich den Alpen
Heute ändert sich das Wetter in den Alpen. Eine kräftige Kaltfront nähert sich aus Nordwesten dem Alpenraum und bringt heftige Niederschläge, niedrige Temperaturen und stürmische Bedingungen mit sich. Bis einschließlich Freitag soll viel Schnee fallen, lokal mehr als 1,5 Meter (in höheren Lagen). Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 1.300 Metern Höhe. Dadurch wird die Lawinengefahr erheblich steigen, und WintersportlerInnen müssen mit Verkehrsbehinderungen, geschlossenen Liften und gesperrten Pisten rechnen.
Welche Warnungen wurden ausgegeben?
Aufgrund von großen Schneefällen und Lawinengefahr wurden in den folgenden Ländern offizielle Warnungen herausgegeben:
- Österreich: Für einen großen Teil des Landes gilt in den kommenden 24 Stunden Code Gelb aufgrund von starkem Wind und Schneefall.
- Schweiz: MeteoSchweiz hat für einen großen Teil der Schweiz (mit Ausnahme des äußersten Südwestens, Tessin und dem Südosten von Graubünden) Code Gelb wegen starkem Wind ausgegeben. Außerdem gilt in Teilen des Landes Code Orange aufgrund von Schnee (im Osten, von St. Gallen und teilweise Graubünden bis etwa zur Mitte von Bern). Für einen großen Teil des Wallis gilt wegen der starken Schneefälle Code Gelb.
- Frankreich: Météo-France hat für einen großen Teil der französischen Alpen Code Gelb wegen starkem Wind, Schnee, Eisregen und Lawinen ausgegeben.
- Deutschland: Der Deutsche Wetterdienst warnt in den deutschen Alpen mit Code Orange vor starkem Wind.
Was bedeutet das für SkiurlauberInnen?
Bist du in den kommenden Tagen in den Alpen? Dann solltest du Folgendes beachten.
- Erhöhte Lawinengefahr. Durch die heftigen Schneefälle und starken Wind wird die Lawinengefahr ab morgen steigen. Frischer Schnee haftet schlecht auf der bestehenden Schneedecke. Fahre deshalb auf keinen Fall abseits der Pisten und nur auf den geöffneten Pisten. Die Situation kann sich schnell ändern, also prüfe regelmäßig die aktuellen Warnungen.
- Geschlossene Lifte wegen starkem Wind. Der Wind weht in den kommenden Tagen kräftig bis stürmisch aus Norden. Skigebiete schließen die Lifte, wenn die Situation nicht sicher ist. Windböen von mehr als 100 km/h werden erwartet.
- Verkehrsbehinderungen in den Tälern und auf Bergpässen. Die Schneefallgrenze sinkt in Richtung 500 Meter, was bedeutet, dass auch in tieferen Lagen viel Schnee fällt. Rechne mit gesperrten Bergpässen, Verkehrsbehinderungen und Problemen im Bahnverkehr.
- Winterreifen und Schneeketten. Fahre nicht ohne Schneeketten los und halte dich an die Vorschriften für Winterreifen.
Nach dem Wochenende weiterer Schnee in Sicht
Nach dem Wochenende bleibt das Wetter weiterhin unbeständig, mit der Chance auf weiteren Schnee in den nördlichen Alpen. Die Schneefallgrenze wird zwischen 600 und 1.000 Metern schwanken, und weiterer Schnee ist in Sicht, vor allem für Österreich, die Schweiz und Deutschland. Deshalb ist es wichtig, auch langfristig die Lawinenwarnungen gut im Blick zu behalten.
Sicher in die Berge
Mit dem herannahenden Schneesturm ist es wichtig, die Warnungen ernst zu nehmen. Der erwartete Schneefall in Kombination mit starkem Wind wird die Lawinengefahr erheblich erhöhen und kann den Verkehr massiv beeinträchtigen. WintersportlerInnen müssen sich auf vorübergehende Liftschließungen, Verkehrsbehinderungen und möglicherweise gesperrte Bergpässe einstellen.
Achte darauf, die offiziellen Warnungen genau zu verfolgen und deine Sicherheitsausrüstung dabeizuhaben, etwa Winterreifen und Schneeketten. Prüfe außerdem regelmäßig die aktuelle Situation in der Region, in die du reist. Die Lage kann sich schnell ändern, deshalb ist es wichtig, gut vorbereitet in die Berge zu fahren.