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Hohe Lawinengefahr in den Alpen: Was du vor dem Wintersport wissen musst

Lawinegevaar In De Alpen Pas Op

Nach Tagen mit intensivem Schneefall, starkem Wind und wechselnden Temperaturen ist die Schneedecke in vielen Teilen der Alpen instabil. In Frankreich, der Schweiz, Italien und Österreich herrscht aktuell Lawinengefahr der Stufen 3 und 4 von 5 – das bedeutet, dass die Gefahr von Lawinen groß bis sehr groß ist. Was das für deinen Skiurlaub bedeutet, erfährst du in diesem Blog.

In Kürze:

  • ⚠️ Lawinengefahr 4 von 5 in mehreren Alpenregionen nach starkem Schneefall und Sturm
  • 🎿 Pisten: Auf geöffneten, präparierten Pisten ist das Skifahren in der Regel sicher, dank aktiver Kontrolle
  • 🚫 Abseits der Piste: Vom Skifahren abseits der Pisten wird stark abgeraten, selbst mit der richtigen Lawinenausrüstung

Diese Warnungen gelten aktuell in den Alpen

Es ist dir sicher nicht entgangen, dass in der letzten Woche eine enorme Menge Schnee in den französischen Nordwestalpen und dem Südwesten der Schweiz gefallen ist – lokal mehr als 2 Meter. In Kombination mit starkem Wind und wechselnden Temperaturen wurde sogar kurzfristig Lawinengefahr 5/5 – die höchste Stufe – ausgerufen. Seit gestern schneit es erneut in großen Teilen der Alpen, sodass sich die Lawinensituation immer noch nicht stabilisiert hat. Diese Warnungen sind derzeit in den Alpen aktiv:

Frankreich: Code Orange, Lawinengefahr 4/5

In Teilen der nordwestlichen französischen Alpen gilt derzeit Code Orange aufgrund von Lawinengefahr. Météo-France hat diese Wetterwarnung für die Regionen Haute-Savoie, Savoie und Isère herausgegeben. In diesen Gebieten beträgt das Lawinenrisiko 4 von 5. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit von Lawinen hoch ist und die Lawinensituation kritisch ist. Bei solchen Bedingungen können Lawinen spontan entstehen und auch tiefer gelegene Gebirgslagen erreichen. Das stellt ein großes Risiko für WintersportlerInnen, Straßen und Infrastruktur dar.

Schweiz: Lawinengefahr 3/5 und 4/5, lokal sogar 5/5

Das Schweizer Schneeforschungsinstitut (SLF) warnt vor einem instabilen Schneedeckenaufbau in großen Teilen der Schweizer Alpen. Sowohl die bereits gefallenen Schneemengen als auch die neu hinzugekommenen Schneeschichten liegen auf schwachen Unterlagen, während der Wind für gefährliche Schneeverwehungen sorgt. Es gibt Regionen mit Lawinengefahr 3/5, was bedeutet, dass die Gefahr von Lawinen erheblich ist. In der Mehrheit der Gebiete wurde jedoch Lawinengefahrenstufe 4 und stellenweise sogar 5 (zwischen Grindelwald und Martigny) ausgerufen. Insgesamt ist die Lawinensituation in der Schweiz also sehr kritisch.

Norditalien: Lawinengefahr 4/5

Auch der Nordwesten Italiens hat während des Schneefalls der letzten Woche viel Schnee erhalten und auch heute sowie morgen wird hier wieder kräftiger Schneefall erwartet. Besonders an den Grenzregionen zu Frankreich und der Schweiz ist mit intensiven Schneemengen zu rechnen. In den Regionen Valle d'Aosta und rund um den Mont Blanc sind die Rettungsdienste bereits in erhöhter Alarmbereitschaft. Mehrere Schneestürme haben das Schneedeck geschwächt und das Risiko erhöht. Hier gilt in vielen Gebieten auch Lawinengefahr 4/5.

Österreich: 3/5 und 4/5 in Teilen von Tirol und Vorarlberg

Im Nordwesten Österreichs ist weiterhin mit viel Schnee zu rechnen, besonders in der Arlberg-Region, den Lechtaler Alpen und den Bergketten Silvretta, Verwall, Wetterstein, Mieminger Gebirge und Karwendel sowie den Stubaier und Ötztaler Alpen. Aktuell gilt dort Lawinengefahr 4/5 – eine kritische Lawinensituation. Die Kombination aus frischem Schnee und starkem Wind sorgt auch hier für instabile Schichten, vor allem in steileren Hanglagen abseits der gesicherten Zonen.

Lawinengefahr in den Alpen am Dienstag 17. Februar 2026
Quelle: Lawinen.report

Gilt diese Lawinengefahr auch auf den Pisten und bin ich in Gefahr?

Die Lawinenwarnstufen beziehen sich vor allem auf das offene Gelände abseits der Piste. Wer sich auf den geöffneten und präparierten Pisten aufhält, ist in der Regel weniger vom Lawinenrisiko betroffen, da Skigebiete mit spezialisierten LawinenexpertInnen arbeiten, die das Gelände täglich überwachen. Gefährliche Schneemengen werden durch kontrollierte Sprengungen entfernt, bevor die Pisten freigegeben werden.

Das bedeutet aber nicht, dass immer alles problemlos geöffnet werden kann. Bei erhöhtem Risiko können Lifte oder Abfahrten vorübergehend gesperrt werden. Das ist keine Überreaktion, sondern eine Sicherheitsmaßnahme. Die Skigebiete tun alles, um eine sichere Wintersportumgebung zu garantieren und die Situation auf den Pisten sicher zu halten. Das Risiko, dass eine Lawine auch die Piste erreicht, lässt sich nie vollständig ausschließen, daher solltest du immer achtsam bleiben und die Umgebung sowie die Gefahren im Auge behalten.

Wann ist das Lawinenrisiko besonders hoch?

Ein Lawine entsteht vor allem bei:

  • viel frischem Schnee in kurzer Zeit
  • starkem Wind, Schneeverwehungen und Schneeverlagerungen
  • Temperaturschwankungen, die schwache Schichten im Schneedeck schaffen

Vor allem Hänge zwischen 35 und 45 Grad sind in dieser Zeit besonders gefährdet. Genau in diesen Bereichen suchen Freerider oft ihre Lines in frischem Schnee. Der Unterschied zwischen sicher und risikobehaftet ist bei diesen Bedingungen sehr dünn.

Was du auf keinen Fall tun solltest:

Wenn du innerhalb der markierten Pisten bleibst, ist das Risiko aufgrund der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen in der Regel überschaubar. Möchtest du jedoch abseits der Pisten nach Abenteuern suchen, ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

  • Fahre nicht abseits der Piste, egal wie verlockend der frische Schnee auch aussieht. Bleibe auf den markierten Pisten oder fahre nicht direkt an deren Rand oder auf unpräparierten Flächen zwischen zwei Pisten.
  • Ignoriere keine Absperrungen oder Warnschilder und überprüfe täglich die Lawinenberichte.
  • Denke nicht: "Ach, das wird schon gut gehen", nur weil andere es tun.
  • Willst du dennoch im Gelände fahren? Mache das nur bei stabiler Lawinensituation, idealerweise in Begleitung eines Guides und nimm immer die richtige Sicherheitsausrüstung mit. Es bleibt ein Risiko!

Wie außergewöhnlich ist das?

Lawinengefahr auf Stufe 4 tritt nach starkem Schneefall häufiger auf. Stufe 5 ist hingegen selten und bedeutet extreme Instabilität. Dies passiert meist nach einer Kombination aus viel Schnee und stürmischem Wind. Solche Situationen können sogar Infrastruktur und tiefer gelegene Gebirgslagen betreffen.

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Über Redaktion

Die Snowplaza-Redaktion versorgt dich jeden Tag mit den neuesten Nachrichten zum Thema Wintersport und Skiurlaub. Von der Wettervorhersage bis zu aktuellen News und Schnee-Informationen. Das Team besteht aus Redakteurinnen und Redakteuren mit umfangreicher Wintersporterfahrung und einer Leidenschaft für, du ahnst es wahrscheinlich schon, alles, was mit Schnee zu tun hat.