Während die meisten WintersportlerInnen ihre Wintersaison gerade erst beendet und ihre Ski weggeräumt haben, richtet sich der Blick in manchen Skigebieten bereits wieder auf die nächste Saison. So haben auf der Tschentenalp in Adelboden die Vorbereitungen für den Winter 2026/2027 schon begonnen – und zwar mit Snowfarming.
Kurz zusammengefasst:
- Mehrere Skigebiete wie die Tschentenalp in Adelboden bereiten sich schon jetzt auf den Winter 2026/2027 vor.
- Beim Snowfarming wird Schnee aus dem Winter für den kommenden Herbst konserviert.
- Immer mehr Skigebiete setzen auf diese Methode.
Schnee für später lagern
Auf der Tschentenalp kommt Snowfarming zum Einsatz, eine Technik, die in den vergangenen Jahren in den Alpen immer beliebter geworden ist. Das Prinzip ist überraschend einfach: Überschüssiger Schnee aus dem Winter wird zu großen Haufen zusammengeschoben und anschließend mit isolierendem Material abgedeckt. Durch diese Isolierung bleibt ein großer Teil des Schnees den ganzen Sommer über erhalten. Sobald die Temperaturen im Herbst wieder sinken, kann der Schnee erneut genutzt werden, um die Pisten vorzubereiten.
Früher Start ohne Kunstschnee
Der große Vorteil dieser Methode: Es braucht keine Schneekanonen, um die Saison in Gang zu bringen. Dadurch wird der Start nicht nur nachhaltiger, sondern auch weniger abhängig von kalten Temperaturen im Herbst. Auf der Tschentenalp bedeutet das, dass die Saison oft schon im Oktober beginnen kann. Vor allem für das Trainingszentrum in Adelboden ist das wichtig, weil Ski-Teams so bereits früh in der Saison auf die Piste können.
Immer häufiger in den Alpen genutzt
Die Tschentenalp ist längst nicht das einzige Skigebiet, das auf Snowfarming setzt. Auch andere Regionen in Österreich, Frankreich, Italien, der Schweiz und Skandinavien nutzen diese Technik, um ihre Saison zu verlängern oder früher zu starten. Bekannte Beispiele finden sich vor allem in Langlaufgebieten und Gletscherregionen, in denen Schneesicherheit besonders wichtig ist. Durch das gezielte Lagern von Schnee können Pisten selbst bei einem milden Herbst geöffnet werden.
Clevere Antwort auf den Klimawandel
Snowfarming passt zu einem größeren Trend, bei dem sich Skigebiete an veränderte Winterbedingungen anpassen. Mildere Temperaturen und weniger verlässlicher Schneefall zwingen viele Regionen dazu, neue Wege zu finden, um WintersportlerInnen weiterhin Planungssicherheit zu bieten. Indem Schnee aus dem Winter in die nächste Saison mitgenommen wird, schaffen Skigebiete eine zusätzliche Reserve. Das erhöht ihre Flexibilität und macht sie für FrühstarterInnen im Winter noch attraktiver.