17. März 2015 Von: Gerrit in 'Reisetipps''

Skiurlaub mit Hund, © Fotolia

Viele Hundehalter sehen ihren Hund nicht nur als Haustier, sondern als Familienmitglied. Und ein Familienmitglied wird nicht einfach abgegeben, wenn es in den Urlaub geht. Doch was ist, wenn Frauchen und Herrchen gerne mal einen Skiurlaub machen möchten? Ist es möglich, den Hund einfach so zum Skifahren mitzunehmen? Snowplaza informiert über gesetzliche Regelungen, die Anreise ins Skigebiet und Unterkünfte speziell für Skiurlaub mit Ihrem Hund. Außerdem zeigen wir, welche Vorbereitungen unbedingt getroffen werden sollten, damit die gesamte Familie wieder gesund nach Hause kommt.

Das sollten Sie beim Skiurlaub mit Hund alles beachten

Wer mit einem Hund in den Skiurlaub fährt, muss schon im Vorfeld umfangreiche Vorbereitungen treffen und Informationen einholen. Dazu gehören Impfungen, Infos zur Einreisebedingungen und auch ein Heimtierausweis für Reisen innerhalb der EU. Wichtig ist, dass nicht in jedem Urlaubsort und Hotel Hunde erwünscht sind. Oftmals sind sie gerade in Skigebieten nicht erlaubt oder nur mit einem sehr hohen Aufpreis geduldet. Auf den Skipisten sind Hunde generell verboten. Wird das Skigebiet mit dem Auto angefahren, gilt es den Hund sicher in der Transportbox zu platzieren oder den Hundegurt anzulegen, so wie es der ADAC in seinem Ratgeber empfiehlt. Außerdem sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden, in denen sich der Hund die Beine vertreten und Geschäfte erledigen kann. Alle Tipps für Ihren Skiurlaub mit Hund haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Langlauf gilt allgemein als sehr hundefreundlicher Wintersport, © Fotolia

Gesetzliche Regelungen für Haustiere auf Reisen

  • Heimtierausweis besorgen
    Für Reisen innerhalb der EU ist seit 2004 der Heimtierausweis vorgeschrieben. Mittels dieses Ausweises ist einerseits eine eindeutige Überprüfung des Tieres aufgrund der in niedergeschriebenen Daten (zum Beispiel Chip-Nummer) möglich. Andererseits sind in diesem Heimtierausweis auch sämtliche Impfungen, die das Tier erhalten hat, eingetragen.

  • Impfungen überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen
    In der gesamten EU gilt eine Impfpflicht. Dies sollte vor der Reise in jedem Fall nachgeholt werden, sofern die nötigen Impfungen nicht ohnehin schon vorgenommen wurden. Mindestens drei Monate alte Welpen müssen außerdem spätestens 21 Tage vor Grenzübertritt gegen Tollwut geimpft worden sein.

  • Informationen über Einreisebedingungen für Hunde einholen
    Neben der Impfpflicht gelten in manchen Ländern zudem Sondervorschriften bezüglich Zecken- und Bandwurmbehandlungen. Vor allem Halter von Hunden, die einer sogenannten „gefährlichen Rasse“ zugeordnet werden, müssen sich besonders gut informieren, denn in manche Länder darf ein solches Tier nicht mitgebracht werden. Skiurlaub in Frankreich ist mit einem American Staffordshire Terrier oder einem Mastiff zum Beispiel tabu.

Was gehört in das Reisegepäck für den Hund?

  • Leckerlis und Hundefutter für den gesamten Skiurlaub
  • Wassernapf, z.B. „2go“-Flaschen, bei denen der Napf mit der Flasche verbunden ist
  • Reichlich Trinkwasser falls man im Stau steht
  • Leine und Halsband mit einer Namensplakette und Telefonnummer
  • Gassibeutel
  • Decke und Lieblingsspielzeug
  • Medikamente, z.B. gegen Durchfall, Beruhigungstabletten (mit Tierarzt abklären)
  • Maulkorb, da im Skigebiet eventuell Maulkorbpflicht herrscht
  • Transportbox oder Hundegurt für die Autofahrt

Die Autofahrt mit Hund sollte mit einer Transportbox durchgeführt werden, © Fotolia

Hundefreundliche Skigebiete und Unterkünfte wählen

Die Wahl des Skigebiets hängt in der Regel von einer hundefreundlichen Unterkunft ab. Bei der Buchung der Unterkunft gilt es vor allem darauf zu achten, dass der Hund mit im Zimmer schlafen darf (und nicht etwa in einem Zwinger unterkommen muss) und eventuell auch allein dort bleiben kann. Eine sinnvollere Alternative sind in der Regel geräumige Ferienhäuser, in denen der Vierbeiner auch einmal abschalten kann und nicht ständig fremde Menschen um sich herum hat. Zudem besteht so meist auch ein direkter Zugang in die Natur, beispielsweise für eine Wandertour oder eine Entdeckungsreise durch die Schneelandschaft. Snowplaza empfiehlt das Hundeparadies im Skigebiet Skistar St. Johann in Tirol, den Alpengasthof Enzigerboden im Skigebiet Weißensee und das Hotel Riederhof in Ried im Oberinntal nahe des Skigebiets Serfaus-Fiss-Ladis. Weitere Unterkünfte finden >

Wohin mit dem Hund, wenn Sie Skifahren?

Hunde sind auf Skipisten generell verboten. Dies erklärt sich durch die erhöhte Unfallgefahr, die von freilaufenden Hunden auf der Piste ausgehen würde – eine Gefahr für Tier und Mensch. Wohin so lange mit dem Hund? Einerseits im Zimmer, wenn dies die Hotelleitung erlaubt und der Hund so erzogen ist, andererseits bieten hundefreundliche Hotels oftmals besondere Serviceleistungen an wie beispielsweise die Unterbringung in einem „Hundekindergarten“ oder in einer Tagespension. Manches Mal bekommt der Vierbeiner dabei sogar ein ordentliches Spiel- und Spaßprogramm mit anderen Hunden geboten. Alternativen zur Skipiste sind Spaziergänge im Schnee, Schlittenfahren oder Langlauf mit dem Hund. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass auch in der Loipe nicht immer Hunde erlaubt sind.

Schuhe und Mantel für den Hund, © Fotolia

Weitere Besonderheiten im Skiurlaub mit Hund

  • Frischer Schnee und gestreute Wege
    Neuschnee mag zwar schön anzusehen und gut zu befahren sein, Hundepfoten sinken dort jedoch besonders tief ein, und zwischen den Zehen bilden sich schnell Eisklumpen. Für den Langlauf mit Hund ist dieses Wetter daher weniger geeignet. Die Website www.zooroyal.de empfiehlt Hundehaltern für diesen Fall, die Pfoten vorher mit Vaseline, Hirschhornsalbe, Melkfett oder einem speziellen Pfotenschutzspray einzucremen. Ebenso weist der Artikel auf mit Salz gestreute Wege hin, die ebenfalls beim Laufen schmerzen können. Das Ablecken des Salzes könnte auch zu Durchfall und Erbrechen führen.

  • Frieren Hunde bei kalten Temperaturen?
    Ab und an werden Hunde auch in Mäntelchen und sogar Schuhen gesichtet. Solange der Vierbeiner nicht besonders klein oder alt ist oder ein sehr kurzes Fell hat, wird beim Gassigehen keine zusätzliche Decke benötigt. Bei Kälte müssen Hunde allerdings in Bewegung bleiben, ansonsten führt der kalte Wind zu Wärmeverlust und Auskühlung. Besorgten Hundehaltern sollte aber bewusst sein, dass es keine dicke Thermojacke sein sollte, denn gerade gesunde, junge Tiere neigen eher zu einer Überhitzung.
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Grüß Gott! Mein Name ist Gerrit, und ich bin schon von Anfang an bei Snowplaza.de dabei. Ich habe quasi die ersten Online-Stunden live miterlebt. Im Reiseblog halte ich Sie regelmäßig über die neuesten Trends im Wintersport, Reiseangebote und Infos aus den Skigebieten auf dem Laufenden.