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Skiurlaub mit Hund richtig planen: So geht's

Winterwandern mit Hunden
© Carmen Wenger

Viele Hundehalter sehen ihren Hund nicht nur als Haustier, sondern als Familienmitglied. Und ein Familienmitglied wird nicht einfach abgegeben, wenn es in den Urlaub geht. Doch was ist, wenn Frauchen und Herrchen gerne mal einen Skiurlaub machen möchten? Ist es möglich, den Hund einfach so zum Skifahren mitzunehmen? Snowplaza informiert über gesetzliche Regelungen, die Anreise ins Skigebiet und Unterkünfte speziell für Skiurlaub mit ihrem Hund. Außerdem zeigen wir, welche Vorbereitungen unbedingt getroffen werden sollten, damit die gesamte Familie wieder gesund nach Hause kommt.

Das gilt es bei einem Skiurlaub mit Hund zu beachten

Wer mit einem Hund in den Skiurlaub fährt, muss schon im Vorfeld umfangreiche Vorbereitungen treffen und Informationen einholen. Dazu gehören Impfungen, Informationen zu den Einreisebedingungen und auch ein EU-Heimtierausweis (auch bekannt als EU-Pet-Passport) für Reisen innerhalb der EU. Wichtig ist, dass nicht in jedem Urlaubsort und Hotel Hunde erwünscht sind. Oftmals sind sie gerade in Skigebieten nicht erlaubt oder werden nur mit einem sehr hohen Aufpreis geduldet. Auf den meisten Skipisten sind Hunde generell verboten. Wird das Skigebiet mit dem Auto angefahren, gilt es, den Hund sicher in der Transportbox zu platzieren oder den Hundegurt anzulegen, so wie es der ADAC in seinem Ratgeber empfiehlt. Außerdem sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden, in denen sich der Hund die Beine vertreten und Geschäfte erledigen kann. Die wichtigsten Tipps für deinen Skiurlaub mit Hund haben wir nachfolgend für dich zusammengefasst.

Gesetzliche Regelungen für Haustiere auf Reisen

  • Heimtierausweis besorgen: Für Reisen innerhalb der EU ist seit 2004 der EU-Heimtierausweis vorgeschrieben. Mittels dieses Ausweises ist einerseits eine eindeutige Überprüfung des Tieres aufgrund der niedergeschriebenen Daten (zum Beispiel Chip-Nummer) möglich. Andererseits sind in diesem Heimtierausweis auch sämtliche Impfungen, die das Tier erhalten hat, eingetragen.
  • Impfungen überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen: In der gesamten EU gilt eine Impfpflicht. Dies sollte vor der Reise in jedem Fall nachgeholt werden, sofern die nötigen Impfungen nicht ohnehin schon vorgenommen worden waren. Mindestens drei Monate alte Welpen müssen außerdem spätestens 21 Tage vor Grenzübertritt gegen Tollwut geimpft worden sein.
  • Informationen über Einreisebedingungen für Hunde einholen: Neben der Impfpflicht gelten in manchen Ländern zudem Sondervorschriften bezüglich Zecken- und Bandwurmbehandlungen. Vor allem Halter von Hunden, die einer sogenannten „gefährlichen Rasse“ zugeordnet werden, müssen sich besonders gut informieren, denn in manche Länder darf ein solches Tier nicht mitgebracht werden. Skiurlaub in Frankreich ist mit einem American Staffordshire Terrier oder einem Mastiff zum Beispiel tabu.
  • Regionale Regelungen beachten: In manchen Skigebieten sind Hunde ganz verboten, während sie in anderen zumindest in der Gondel mit auf die Hütte dürfen. In einigen Regionen herrscht eine Leinen- oder Maulkorbpflicht. Informiere dich vorab, welche Regelungen vor Ort gelten, und bereite dich darauf vor.

Erholsame Hundeferien in Davos Klosters

Davos Klosters zählt zu den hundefreundlichsten Winterdestinationen der Schweiz – und das nicht ohne Grund: Hunde fahren kostenlos mit den Bergbahnen, können ihre BesitzerInnen auf drei ausgewiesenen Hundeloipen begleiten und sind in vielen Hotels nicht nur erlaubt, sondern herzlich willkommen. So gilt etwa das Grandhotel Belvédère als Vorreiter unter den Hundehotels, mit Leckerli-Box, Hundewaschplatz, Bio-Futter und Welcome-Drink für Zweibeiner. Für Spaziergänge bieten sich der Davosersee, die Hohe Promenade oder Winterwanderungen zur Alp Garfiun an. Auch im öffentlichen Verkehr sind Hunde erlaubt – mit ermäßigtem Tarif. Wer etwas vergessen hat, wird im Pet’s Shop Margadant in Davos Dorf fündig. Und das Beste: In Davos gilt ein ganzjähriges Feuerwerksverbot – besonders angenehm für lärmempfindliche Hunde. Davos Klosters macht’s vor: Urlaub mit Hund kann entspannt, abwechslungsreich und rundum tierfreundlich sein.

Winterwandern in Davos Klosters mit Hunden
© Carmen Wenger

Was gehört in das Reisegepäck für den Hund?

  • Leckerlis und Hundefutter für den gesamten Skiurlaub
  • Wassernapf, z. B. „2go“-Flaschen, bei denen der Napf mit der Flasche verbunden ist
  • Reichlich Trinkwasser, falls man im Stau steht
  • Leine und Halsband mit einer Namensplakette und Telefonnummer
  • Gassibeutel
  • Decke und Lieblingsspielzeug
  • Medikamente, z. B. gegen Durchfall, Beruhigungstabletten (mit Tierarzt abklären)
  • Maulkorb, da im Skigebiet eventuell Maulkorbpflicht herrscht
  • Transportbox oder Hundegurt für die Autofahrt

Hundefreundliche Skigebiete & Unterkünfte wählen

Die Wahl des Skigebiets hängt in der Regel von einer hundefreundlichen Unterkunft ab. Bei der Buchung der Unterkunft gilt es, darauf zu achten, dass der Hund mit im Zimmer schlafen darf (und nicht etwa in einem Zwinger unterkommen muss) und eventuell auch allein dortbleiben kann. Eine sinnvollere Alternative sind in der Regel geräumige Ferienhäuser, in denen der Vierbeiner auch einmal abschalten kann und nicht ständig fremde Menschen um sich herum hat. Zudem besteht so meist auch ein direkter Zugang in die Natur, beispielsweise für eine Wandertour oder eine Entdeckungsreise durch die Schneelandschaft.

 

Snowplaza empfiehlt das Hundeparadies im Skigebiet Skistar St. Johann in Tirol und das Hotel Riederhof in Ried im Oberinntal nahe des Skigebiets Serfaus-Fiss-Ladis. Weitere Unterkünfte finden >

Schlittenhunde Norwegen

Wohin mit dem Hund, wenn du Skifahren willst?

Hunde sind auf Skipisten generell verboten. Dies erklärt sich durch die erhöhte Unfallgefahr, die von frei laufenden Hunden auf der Piste ausgehen würde – eine Gefahr für Tier und Mensch. Wohin so lange mit dem Hund? Einerseits im Zimmer, wenn dies die Hotelleitung erlaubt und der Hund so erzogen ist. Andererseits bieten hundefreundliche Hotels oftmals besondere Serviceleistungen an, wie die Unterbringung in einem „Hundekindergarten“ oder in einer Tagespension. Manchmal bekommt der Vierbeiner dabei sogar ein ordentliches Spiel- und Spaßprogramm mit anderen Hunden geboten. Alternativen zur Skipiste sind Spaziergänge im Schnee, Schlittenfahren oder Langlauf mit dem Hund. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass auch in der Loipe nicht immer Hunde erlaubt sind. In manchen Skiregionen gibt es sogar ausgewiesene Winterwanderwege für Hunde.

Weitere Besonderheiten, die es im Skiurlaub mit Hund zu beachten gilt

  • Frischer Schnee und gestreute Wege: Neuschnee mag zwar schön anzusehen und gut zu befahren sein, Hundepfoten sinken dort jedoch besonders tief ein, und zwischen den Zehen bilden sich schnell Eisklumpen. Für den Langlauf mit Hund ist dieses Wetter daher weniger geeignet. Für diesen Fall empfiehlt es sich, die Pfoten vorher mit Vaseline, Hirschhornsalbe, Melkfett oder einer speziellen Pfotenschutzpflege einzucremen. Ebenso kann Salz auf gestreuten Wegen, beim Laufen zu Schmerzen führen. Das Ablecken des Salzes könnte nachfolgend zu Durchfall und Erbrechen führen.
  • Frieren Hunde bei niedrigen Temperaturen? Ab und an werden Hunde auch in Mäntelchen und sogar Schuhen gesichtet. Solange der Vierbeiner nicht besonders klein oder alt ist oder ein sehr kurzes Fell hat, wird beim Gassigehen kein zusätzlicher Schutz gegen geringe Temperaturen benötigt. Bei Kälte müssen Hunde allerdings in Bewegung bleiben, ansonsten führt der kalte Wind zu Wärmeverlust und Auskühlung. Besorgten Hundehaltern sollte aber bewusst sein, dass es keine dicke Thermojacke sein sollte, denn gerade gesunde, junge Tiere neigen eher zu einer Überhitzung.
Winterwandern in Davos Klosters mit Hund
© Carmen Wenger

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Skiurlaub mit Hund

Darf mein Hund mit in den Skiurlaub?

Ja, grundsätzlich ist ein Skiurlaub mit Hund möglich. Wichtig ist jedoch eine gute Planung, da nicht alle Unterkünfte, Skigebiete oder Verkehrsmittel Hunde erlauben.

Sind Hunde auf Skipisten erlaubt?

Nein, Hunde sind auf Skipisten und Loipen in der Regel nicht erlaubt. Das dient der Sicherheit von WintersportlerInnen und Hunden. Ausnahmen gibt es kaum.

Dürfen Hunde in Gondeln oder Bergbahnen mitfahren?

Das hängt vom Skigebiet ab. In vielen Regionen dürfen Hunde angeleint und mit Maulkorb in Gondeln oder Seilbahnen mitfahren, teilweise gegen eine kleine Gebühr. Die Regeln variieren je nach Betreiber – vorab informieren ist Pflicht.

Gibt es Alternativen zur Skipiste mit Hund?

Ja. Viele Skigebiete bieten Winterwanderwege, Schneeschuhtrails oder Spazierwege, auf denen Hunde erlaubt sind. Diese sind ideal für gemeinsame Ausflüge abseits der Pisten.

Braucht mein Hund im Winter besonderen Schutz?

Ja. Kälte, Schnee und Streusalz können die Pfoten stark belasten. Empfehlenswert sind Pfotenbalsam, ggf. Hundeschuhe und ein wärmender Hundemantel für kurzhaarige oder ältere Hunde.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.