15. August 2016 Von: Gerrit in 'Material''

Foto: Bellwald

„Papa, mir ist kalt! Mein Schuh drückt! Und ich hab Wasser in der Hose!“ So oder so ähnlich klagen viele Kinder im Skiurlaub über ihre Ausrüstung. Warum? Weil Skier, Bindung, Skischuhe, Skihelm, Skibrille, Skistöcke und Skibekleidung nicht passen, falsch eingestellt oder veraltet sind. Damit alles passt und Ihre Kids Spaß am Skifahren haben, hat Snowplaza diese Übersicht mit dem richtigen Equipment für Kinder erstellt. Wir sagen Ihnen, was Ihre Kinder zum Skifahren wirklich brauchen, und was es beim Kauf oder Verleih zu beachten gibt. Lust auf Skiurlaub mit der Familie? Hier planen Sie Ihre Skireise >>

Die richtige Ausrüstung für Kinder

Im Prinzip benutzen Kinder die gleiche Ausrüstung wie erwachsene Skifahrer. Skier, Bindung, Skischuhe, Skihelm, Skibrille und Skistöcke unterscheiden sich nur in ihrer Größe und in Punkto Sicherheit. Denn während Erwachsene nicht selten ihren Schutz vernachlässigen, ist er bei Kindern umso wichtiger. Das Equipment für Kinder sollte generell höheren Sicherheitsstandards entsprechen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Ein weiteres Problem für den Geldbeutel: Kinder wachsen! Das ist natürlich gut, aber aus diesem Grund muss die Ausrüstung regelmäßig neu eingestellt oder sogar komplett ersetzt werden. Wann, Was, Wie und Warum erfahren Sie in der folgenden Übersicht.

Der Helm gehört zu den wichtigsten Teilen der Ski-Ausrüstung, Bild: Head


Skier: Lang oder kurz?

Je kürzer der Ski, desto besser lernen Kinder Skifahren. Absolute Anfänger sollten deshalb lieber kurze Skier mit Taillierung leihen, um die ersten Kurven im Schnee zu zirkeln. Nach wenigen Tagen können Kinder bereits auf etwas längere Skier umsteigen. Beim Kauf darf der Ski Körpergröße haben, dann reicht er im darauf folgenden Jahr bis zur Nase, und im dritten Jahr bis zum Kinn. Wichtig ist in jedem Fall, die Bindung vor jedem Skiurlaub oder Ausflug im Fachgeschäft neu einstellen zu lassen.


Skischuhe: Müssen perfekt passen

Skischuhe für Kinder sollten niemals zu groß gekauft werden! Denn wenn die Größe nicht stimmt, wird die Kraft auf den Ski schlecht übertragen. Folge: Der Spaßfaktor sinkt, und das Verletzungsrisiko steigt. Wenn die Schuhe zu klein sind, drücken die Stiefel und es wird schnell kalt an den Füßen. Unser Tipp: Am besten Sie leihen die passenden Kinder-Skischuhe im Sportgeschäft, anstatt sie zu kaufen. Außerdem sollte die Außenschale des Schuhs nicht zu hart sein, damit sich Kinder besser bewegen können.


Skihelm: Bester Schutz bei Stürzen

Der Skihelm gehört zum wichtigsten Teil der Skiausrüstung für Kinder. Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass der Helm perfekt sitzt, d.h. nicht wackelt oder verrutschen kann. Um den Skihelm mehrere Jahre zu benutzen, empfiehlt sich ein Mechanismus mit verstellbarem Kopfumfang. Kaufen Sie in jedem Fall ein Modell der Klasse A. Dann bedeckt die Schale die Schläfen und Ohren, um so für höhere Sicherheit zu sorgen. Weitere Tipps gibt es bei Stiftung Wartentest >>


Skibrille: Immer gute Sicht

Wer nichts sieht, kann nicht gut Skifahren. Ob Sonne oder Schneefall, moderne Skibrillen passen sich den Wetterlagen an, bieten UV-Schutz und haben eine Antifog-Beschichtung, so dass man auch bei schlechtem Wetter eine gute Sicht hat. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass sich die Skibrille ergonomisch mit Gesicht und Skihelm verbindet. Polarisierte Gläser verhindern außerdem den Blendeffekt und sorgen für eine bessere Tiefenwahrnehmung.


Skistöcke: Dreiviertel der Körpergröße

Warum eigentlich Skistöcke? Sie dienen dazu, um beim Skifahren die Balance zu behalten. Allerdings sind sie auch praktisch zum Anschieben auf ebenen Teilstücken und zum Anstehen am Lift. Skistöcke sollten in jedem Fall eine Sicherheitsöffnung haben. Im Falle eines Sturzes oder Hängenbleibens kann sich der Stock besser lösen, was das Verletzungsrisiko mindert. Bei der Frage der Größe gilt die Faustformel: Der Skistock sollte ein Dreiviertel der Körpergröße betragen.


Skibekleidung: Atmungsaktiv & nässeabweisend

Kind spielen häufig im Schnee. Deshalb darf insbesondere am Gesäß und an den Knien kein Wasser eindringen. Ein Skianzug ist im besten Fall atmungsaktiv und nässeabweisend. Darunter sollten die Kleinen nach der Zwiebeltechnik angezogen werden, um bei Wetteränderungen schnelles An- und Ausziehen zu ermöglichen. Kindermode-Händler wie Vertbaudet verkaufen verschiedenste Steppjacken, Westen und Outdoor-Bekleidung speziell für Kinder. Mittlerweile haben auch fast alle namhaften Sportgeschäfte wie Sportscheck und Intersport Kinder-Skihosen und Skijacken im Sortiment.

Kinder lernen Skifahren, Bild: Skigebiet Feldberg

Praktische Tipps


  • Bindung vor jedem Skiurlaub überprüfen und einstellen
  • Passende Skischuhe besser ausleihen
  • Zum Trocknen der Skistiefel Innenschuh herausnehmen
  • Ski-Ausrüstung mit Namen kennzeichnen
  • Nach dem Zwiebelschalenprinzip kleiden
  • Reserve-Handschuhe, Unterwäsche und Socken mitnehmen

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Grüß Gott! Mein Name ist Gerrit, und ich bin schon von Anfang an bei Snowplaza.de dabei. Ich habe quasi die ersten Online-Stunden live miterlebt. Im Reiseblog halte ich Sie regelmäßig über die neuesten Trends im Wintersport, Reiseangebote und Infos aus den Skigebieten auf dem Laufenden.