6. März 2019 Von: Marlene in 'Material'' | 0 Kommentare

Beim Skifahren zeigt sich der Himmel nicht immer wolkenlos. Statt strahlendem Sonnenschein ist es oftmals zugezogen. Manchmal schneit es oder die Nebel hängen so tief, dass Skifahrer auf der Skipiste kaum die eigene Hand vor Augen sehen. Mit den schlechteren Lichtbedingungen wird auch die Sicht schlechter. Vor allem durch stark getönte Gläser der stylischen Skibrille ist kaum noch was zu sehen. Doch was ist eigentlich die richtige Skibrille für die jeweiligen Lichtverhältnisse? Und benötigt man tatsächlich verschiedene Modelle für verschiedene Tageszeiten? Snowplaza verrät Ihnen, wie Sie auf der Skipiste stets den Durchblick behalten.

Was tun bei schlechter Sicht auf der Skipiste?

Nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch bei schlechtem Wetter sollte die Skibrille zur Standardausrüstung beim Skifahren gehören. Allerdings kommt es vielen Skifahrern bei Nebel und starker Bewölkung so vor, als werde die Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen durch die Skibrille zusätzlich eingeschränkt. Je nach Skibrille ist das auch der Fall. Trotzdem ist es keine Lösung, auf die Brille zu verzichten und die Augen dem Fahrtwind und eventuellen Niederschlägen auszusetzen. Auch die Sonnenbrille ist keine Option. Stattdessen gibt es für schlechte Sichtverhältnisse und in der Dämmerung extra Gläser, die Kontraste verstärken und mehr Licht einfallen lassen.

Hat die Farbe der Gläser Auswirkung auf die Sicht?

Skibrillen gibt es in vielen verschiedenen Farben. Rahmen und Bänder sind oft farbenfroh. Auch die Gläser kommen beispielsweise in schwarz, braun, gelb oder gar verspiegelt daher. Die Farbe der Gläser ist jedoch nicht nur ein modisches Stilmittel, sondern hat Einfluss auf die Sicht. So lassen stark getönte schwarze oder braune Scheiben weniger Licht durch und verspiegelte Gläser reflektieren die Sonneneinstrahlung sogar. Bei schlechten Sichtverhältnissen eignen sich deshalb weniger stark getönte gelbe, orange oder pinke Gläser am ehesten. Die leichte Färbung sorgt außerdem dafür, dass Konturen besser zu erkennen sind.

Gibt es Skibrillen, die besser für schlechtes Wetter geeignet sind?

Neben der Farbe der Gläser ist auch die Filterkategorie für die Sicht entscheidend. Bei strahlendem Sonnenschein sorgen Gläser, die wenig Licht durchlassen, für einen optimalen Schutz der Augen. Diese Gläser der Kategorie 3 und 4 kommen vor allem am Gletscher und bei sonnigen Tagen im Skigebiet zum Einsatz. Bei leichter Bewölkung oder stark verhangenem Himmel greifen Skifahrer besser zu Gläsern der Kategorie 1 und 2. Kategorie 0 lässt das meiste Licht durch, schützt damit kaum noch vor Sonne, ermöglicht aber eine bessere Sicht bei schlechteren Sichtverhältnissen.

Kategorie Lichtdurchlässigkeit (VLT%) Wettertyp
Kategorie 0 81 - 100% Starke Bewölkung
Kategorie 1 44 - 80% Bewölkung
Kategorie 2 19 - 43% Leichte Bewölkung
Kategorie 3 9 - 18% Sonnenschein
Kategorie 4 3 - 8% Starker Sonnenschein und Gletscher

Gibt es eine Skibrille, die alles kann?

Keine Sorge, Skiurlauber benötigen nicht für jedes Witterungsverhältnis eine extra Skibrille. Für Skifahrer, die häufiger auf der Skipiste unterwegs sind, kann es sich lohnen, zwei Modelle zu besitzen. Eine Brille ist dann eher für bewölktes Wetter geeignet, während die andere an sonnigen Tagen zum Einsatz kommt. Alternativ eignen sich Skibrillen mit sogenannten photochromatischen Gläsern. Dabei sind die Scheiben selbsttönend. Das bedeutet, dass sich die Intensität der Tönung an die Lichtverhältnisse anpasst. Einen Schritt weiter geht die Prizm™-Technologie von Oakley. Bei dieser Konstruktion bricht das Glas das Licht so, dass bei allen Lichtsituationen der höchstmögliche Kontrast entsteht und Unebenheiten leichter eingeschätzt werden können.

Oakley Skibrille mit Prizm-Technologie © Oakley

Tipps zur richtigen Pflege der Skibrille

Eine Skibrille mit einer selbsttönenden Scheibe kostet nicht selten um die 200 Euro. Damit Skifahrer lange Freude an der Skibrille haben und nicht in jeder Saison ein neues Modell kaufen müssen, sollte die Brille bei Nichtgebrauch stets in einem Etui aufbewahrt werden. Es gibt sogar extra Socken für die Skibrille, die übergestülpt werden, um Kratzer zu vermeiden. Auf der Innenseite ist die Anti-Fog-Beschichtung angebracht, die das Beschlagen der Brille verhindern soll. Damit diese nicht beschädigt wird, sollten Wintersportler die Innenseite bei Verschmutzung nur mit klarem Wasser und einem weichen Mikrofasertuch vorsichtig reinigen. Mehr zur Materialpflege nach dem Skifahren >

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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