16. Februar 2014 Von: Felix in 'Reiseberichte'' | 3 Kommentare

Skifahren am Matterhorn in Zermatt

Skifahren am Matterhorn in Zermatt

Hier in Zermatt sind die Superlative zu Hause! Der Skiort im Kanton Wallis bietet eines der größten Skigebiete der Schweiz, die längsten Skipisten der Alpen, die höchste Bergbahnstation in Europa, die schönsten Hotels und die spektakulärste Aussicht auf eine bizarre Berg- und Gletscherwelt. Ja, mit diesen extrem hohen Erwartungen ist Snowplaza zum Skiurlaub nach Zermatt gefahren und wurde ganz und gar nicht enttäuscht. Schon das Wahrzeichen von Zermatt ist eine Reise wert: Das Matterhorn mit einer beeindruckenden Höhe von 4.478 Metern.

Superschick: Die Anziehungskraft von Zermatt

Zermatt ist autofrei! Zum Glück gibt es einen Hubschrauber-Landeplatz. Wer sich den Flug nicht leisten möchte (und das sind wohl die meisten Skifahrer trotz hoher Promidichte), macht es so wie wir, und fährt mit dem Auto bis zum Bahnhof in Täsch. Hier wird Ihr Mercedes, Audi oder BMW für 14,50 Franken pro Tag geparkt. Parkhinweis: Alle anderen Autos sind auffällig und könnten in der anschließenden Zugfahrt nach Zermatt zum Gesprächsthema werden. Nach 12 Minuten sind wir auf einmal mittendrin! Der Shuttlezug hält direkt neben der Shoppingmeile, Kutschen warten auf dem schneebedeckten Bahnhofsvorplatz, links und rechts schießen steile Felswände empor und bilden den Rahmen für eine wunderschöne Winter-Atmosphäre in Zermatt. Und wo ist das Matterhorn? Das haben wir am ersten Tag leider nicht gesehen, da es bereits dunkel und bewölkt war. Infos zur Anreise >

Video: Wir testen die längste Abfahrt der Alpen

Superblick: Das Matterhorn ist immer dabei

Wo ist das Matterhorn? Das war unser erster Gedanke auch nach dem Aufstehen am nächsten Morgen. Noch immer hingen die Wolken zu tief und nebelten den spitzen Berg komplett ein. Egal, wir sind schließlich zum Skifahren hier und machen uns auf dem Weg zum Gornergrat (3.089 m). Schnell wird klar: hier oben fährt man eine Weile bis zum nächsten Lift. Und wenn man da angekommen ist, kann man eigentlich noch weiter zum übernächsten Lift fahren. Bis zu 357 Pistenkilometer, feinster Pulverschnee und gesicherte Tiefschnee-Hänge sorgen bei uns für einmalige Skifahrer-Glücksmomente. Doch es kommt noch besser. Denn plötzlich (gegen 15.30 Uhr in Gondelbahn zum Rothorn) taucht es doch noch auf! Zwischen den Wolken ragt es empor! Das Matterhorn! 4.478 Meter hoch! Alle haben auf diesen Moment gewartet und machen Fotos ohne Unterbrechung, als würde das Matterhorn nur alle 10 Jahre zu sehen sein. Dabei ist morgen schönes Wetter angekündigt. Zum Wetterbericht für Zermatt >

Skifahren auf dem Matterhorn Glacier Paradise in über 3.000 Meter Höhe

Skifahren auf dem Matterhorn Glacier Paradise in über 3.000 Meter Höhe

Superhoch: 17 km Abfahrt nach Zermatt

Tag 3 startet mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein! Der perfekte Tag, um das Highlight aller Superlative im Skigebiet Zermatt-Matterhorn auszuprobieren. Wir fahren superhoch auf das Klein Matterhorn in 3.883 Meter Höhe, um von dort superlang bei super Aussicht auf das Matterhorn ins Tal abzufahren. Die Abfahrt ist 17 km lang und führt im oberen Teil über den Theodulgletscher mit breiten Skipisten zum Carven. Weiter geht es über den Trockenen Steg mit Après-Ski-Bar und Ballermannhits in 3.000 Meter Höhe, auf eine gleichmäßig geneigte rote Piste nach Furg (2.432 m), wo das schwerste Stück mitten im Wald beginnt. Die schwarze Piste im unteren Teil ist der Grund, warum die längste Abfahrt von Zermatt nicht für Einsteiger geeignet ist. Ab Furi (1.867 m) wird die Skipiste wieder geschmeidig und führt vorbei an alten Holzhütten, Chalets und der Matter Vispa bis zur Talstation des Matterhorn Glacier Express in Zermatt. Zum Pistenplan von Zermatt >

Blick vom Klein Matterhorn (3.883 m) ins Tal nach Zermatt

Blick vom Klein Matterhorn (3.883 m) ins Tal nach Zermatt

Supercool: Essen, Après-Ski & Nachtleben

Nach 17 km Abfahrt haben wir uns ein Bierchen verdient. Schon ab 14 Uhr steigt der Après-Ski im Papperla Pup in Zermatt, aber ohne „Schatzi, schenk mir ein Foto“ oder „Scheiß drauf“. Dafür spielen hier regelmäßig Livebands und covern bekannte Rock- und Popsongs während die Barkeeper in T-Shirts mit der Aufschrift „My life is fucking cool in Zermatt“ bedienen. Die Einheimischen sind sehr gesprächig. Wir lernen Vanessa kennen, die Bilder vom Heliskiing zeigt, Franziska möchte ihren Schnupftabak vorführen und Katja bestellt für uns ein Brett mit Hotshots (Sahne, Kaffee und irgendwas anderes). Es soll wohl das In-Getränk in Zermatt sein. Empfehlenswert ist aber auch ein ausgiebiger Einkehrschwung in eine der zahlreichen Skihütten im Skigebiet. Äußerlich eher unscheinbar, stecken in ihnen echte Gourmet-Tempel. Aber Vorsicht, liebe Skifahrer! Nicht selten fällt die Wahl zu Gunsten des Verweilens und zu Ungunsten des Sports. Zum Papperla Pub in Zermatt >

Relaxen am Trockenen Steg in 3.000 Meter Höhe

Relaxen am Trockenen Steg in 3.000 Meter Höhe

Superpreise: Hier übernachten Sie auf höchstem Niveau

Nicht ein, zwei oder drei Luxushotels, sondern gleich fünf Hotels mit 5 Sternen gönnt sich das bei uns - nach letzter Nacht – „cool“ wirkende Zermatt. Das bekannteste Hotel ist der Zermatter Hof, in dem bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ersten Bergsteiger auf dem Weg zum Matterhorn übernachteten. Damals kostete die Nacht wohl keine 2.170 Franken. Wobei es auch kein Dampfbad, Jacuzzi, Eisgrotte, 5 Beauty- und Massageräume und andere Extras gab. Ein weiteres spektakuläres Hotel ist das Kulmhotel auf dem Gornergrat in fast 3.100 m Höhe. Hier oben übernachtet man buchstäblich im siebten Himmel und natürlich mit Matterhorn-Blick. Schade, dass wir nach drei Tagen schon wieder abreisen, aber vielleicht auch besser, sonst würden wir aufgrund der höheren Zimmerpreise ohne einen Cent zurück in die Heimat kehren. Fazit: Wir werden das Matterhorn und Zermatt vermissen.

Der Skiort Zermatt, im Hintergrund das Matterhorn (4.478 m)

Der Skiort Zermatt, im Hintergrund das Matterhorn (4.478 m)

Weiterführende Informationen über Skiurlaub in Zermatt


Kommentare

Von: Karin am 17. Februar 2014

Tolles Skigebiet



Von: Manuel am 17. Februar 2014

Nächste Woche sind wir auch da! Vorfreude :)



Von: Georg Buschmann am 17. Februar 2014

Die 17 km Piste super gut.



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Ehrlich gesagt, gibt es nur eine Sportart, die ich seit meiner Schulzeit immer wieder betreibe: Skifahren! Schon wenn die ersten Flocken runter kommen, stehe ich auf den Brettern und düse die Skihänge herunter.

 
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