10. Mai 2020 Von: Kathrin in Wandern

Winterwandern in Österreich bedeutet die Stille am Archensee zu genießen, den unberührten Schnee in den Tiroler Alpen unter den Füßen knirschen zu hören oder die magische Winterlandschaft im Salzburger Land zu entdecken. Das Wandern im Winter entschleunigt, mach den Kopf frei und schöpft neue Energie. Die weiße Bergpracht Österreichs erfüllt die besten Voraussetzungen, um diese stets beliebter werdende Art des sanften Tourismus auszuführen. Das Winterwandern in Österreich ist neben dem Skilanglauf und Schneeschuhwandern bereits eine etablierte Alternative abseits der Pisten. Die fünf schönsten Reiseziele zum Winterwandern in Österreich haben wir euch in diesem Blogbeitrag zusammengestellt. 

Winterwandern in Österreich 

Österreich verspricht ein großes Angebot an gut präparierten und beschilderten Winterwanderwegen. Sei es nun ein gemütlicher Spaziergang auf breiten, flachen Wegen, oder eine herausfordernde Wanderung auf schmalen Pfaden mit starken Steigungen, für jeden Wandertyp ist die richtige Route dabei. Auf ausgetretenen Spuren geht es auf sanfter Art und Weise durch verschneite Täler und Berglandschaften mit dem Ziel einen Gipfel, eine Alm oder eine Hütte zu erreichen. Aufwärmen und stärken können sich müde Wanderer auch bei einer Rast in einer bewirtschafteten Hütte, Gasthof oder Jausenstation entlang der Wanderwege. 

Wanderer auf Winterwanderweg mit Inntalblick in Seefeld
Winterwandern mit Blick auf das Inntal bei Seefeld (Foto: © Olympiaregion Seefeld, Johannes Geyer)


1. Winterwandern in Kufstein

Das Kufsteinerland bietet eine Vielzahl an traumhaften Winterwanderwegen rund um die Festungsstadt Kufstein, seine acht malerischen Dörfer sowie den meist zugefrorenen Thiersee. Die Länge der Wanderungen variiert dabei sehr stark von kurzen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Wanderungen auf Premium Winterwanderwegen. Die Routen führen ins Naturschutzgebiet des Kaisergebirges entlang stiller Wälder, Täler und Weiler hinauf zu Almen und grandiosen Aussichtspunkten mit Blick auf die Tiroler Berge. Familien empfiehlt sich eine Rodelwanderung, wobei der Rückweg auf dem Schlitten abgelegt wird. Ebenfalls gibt es geführte Wanderungen von ausgebildeten Wanderführern, darunter Qigong- und Tai-Chi-Wanderungen entlang der Kraftplätze der Ferienregion. 

2. Winterwandern am Achensee 

Zu den Traumzielen zum Winterwandern in Österreich gehört ebenfalls der Achensee. Durch die zauberhafte Winterlandschaft rund um den Achensee schlängeln sich mehr als 150 km geräumte Winterwanderwege. Von leichten bis sportlichen Routen wird jedem Wanderer eine Tour geboten. Beliebt unter Genusswanderern ist die 14 km lange Tour ins Falzthurntal. Sie führt ab Pertisau durch die sanft ansteigenden Karwendeltäler. Auf dem Weg liegen mehrere Hütten, in denen man sich aufwärmen und mit Tiroler Köstlichkeiten stärken kann. Auf der Website des Tourismusverbands sind zahlreiche Winterwander-Tourenvorschläge zu finden. Zudem werden geführte Winterwanderungen von Naturpark-Rangern angeboten. Auf den schönsten Wegen durch den Naturpark Karwendel begeben sie sich mit den Wanderern auf die Suche nach Pflanzen, Tieren und Spuren im Schnee. 

3. Winterwandern in Reutte 

Die Tiroler Naturparkregion Reutte ist ein optimales Urlaubsziel zum Winterwandern in Österreich. Sie verfügt über insgesamt 22 gut präparierte und ausgeschilderte Winterwanderwege. Es gibt sowohl flache Routen entlang der Dörfer an der Lech oder Rundwege um zugefrorene Seen, aber auch anspruchsvolle Wanderungen mit mehr als 500 Höhenmetern Steigung. In der Urlaubsregion sind insgesamt acht Hütten auch im Winter geöffnet und versorgen Wanderer mit Tiroler Spezialitäten. Wer lieber in Gesellschaft wandert, kann sich einer geführten Wanderung im Rahmen des Aktiv Card Winterprogramms anschließen. 

Zwei Wanderer vor Ruine Ehrenberg
Winterwandern zur Ruine Ehrenberg bei Reutte (Foto: © Tirol Werbung, Peter Neusser)


4. Winterwandern in Seefeld 

In der Olympiaregion Seefeld mit seinen fünf Urlaubsorten Seefeld, Leutasch, Mösern, Reith und Scharnitz laden 142 km geräumte und beschilderte Winterwanderwege zum Erkunden ein. Es gibt mehrere Tourenvorschläge, wie Wanderungen mit und ohne Hütteneinkehr, Rundwanderwege, ein Panoramaweg sowie ein Waldweg. Dabei handelt es sich um breite, flache Wege für gemütliche Spaziergänge im Tal sowie anspruchsvolle Routen durch die Tiroler Berglandschaft. Neu ist auch eine 4-tägige Winterweitwanderung mit Gepäckservice und Übernachtungen auf der Wettersteinhütte. Das Tempo bei dieser Weitwanderung bestimmt jeder Wanderer selbst, denn die Tour gilt es auf eigene Faust zu meistern. 

5. Winterwandern in Filzmoos 

Abseits der Pisten des bekannten Wintersportgebietes Ski amadé lockt Filzmoos mit 50 km geräumten Winterwanderwegen. Je nach Kondition und Tagesform kann zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Streckenlängen gewählt werden. Die Wanderwege, Aussichts- und Spazierrundwege führen durch die verschneiten Wälder der Salzburger Sportwelt hin zu Almen mit beeindruckenden Ausblicken sowie verschiedenen Einkehrmöglichkeiten. Besonders schön zum Winterwandern in Österreich ist der 12 km lange Höhenwanderweg am Rossbrand in 1.600 m Höhe, der schnell und bequem mit der Papageno-Kabinenbahn erreicht werden kann. 

Zwei Wanderer stehen auf Bank fotografieren Winterlandschaft
Imposante Aussicht auf die Winterlandschaft bei Reutte (Foto: ©Tirol Werbung, Jörg Koopmann)


Weitere Informationen zum Winterwandern 

  • Ausrüstung:
    Zum Winterwandern in Österreich wird keine spezielle Ausrüstung benötigt. Jedoch empfiehlt sich das Tragen von Winterwanderschuhen, die vor Kälte und Nässe schützen und für einen guten Halt auf Schnee und Eis sorgen. Winterwanderschuhe gehen über den Knöchel, sind wasserdicht und haben eine Innenisolierung sowie ein griffiges Profil. Als Zubehör eignen sich Gamaschen, die über Schuhe und Beine gezogen werden und so als zusätzlicher Schutz im Tiefschnee dienen. Praktisch und leicht im Rucksack zu verstauen, sind Grödel. Die Halbsteigeisen mit vier oder sechs Zacken werden mithilfe langer Riemen an den Schuhen befestigt. Nicht zuletzt sind Wander- bzw. Trekkingstöcke zu nennen. Bei der Kleidung sollte man das Zwiebelprinzip anwenden, bei dem mehrere dünne Schichten übereinander angezogen werden.


  • Planung: 
    Beim Winterwandern in Österreich bedarf es einer guten Orientierung, denn viele Wegmarkierungen sind vom Schnee bedeckt. Oder man folgt einem der von Tourismusregionen ausgeschilderten und gut präparierten Winterwanderwegen. Wichtig ist es vor Wanderung das Wetter zu überprüfen, denn je nach Schneefall kann es auf bestimmten Strecken zu Lawinengefahr kommen. Auch zu bedenken ist, dass die Tage im Winter kürzer sind und man deshalb früh aufbrechen sollte. Um Auskühlungen zu vermeiden, sollte man Pausen an der frischen Luft nicht zu lange werden lassen. Vorab ist ein genauer Check der Öffnungszeiten von Hütten, Bergbahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln unerlässlich.


  • Verpflegung:  
    Beim Winterwandern in Österreich kann die Verpflegung ganz unterschiedlich ausfallen. Während auf kurzen Spaziergängen von einer Stunde darauf komplett verzichtet werden kann, sollte man sich bei längeren Wanderungen auf jeden Fall einen Rucksack packen. Denn es ist nicht zu unterschätzen, wie kräftezehrend so eine Wanderung im Schnee sein kann. Auch die unterschiedlichen Temperaturen bei einem Bergaufstieg sowie die Kälte in höheren Lagen können Wanderern zu schaffen machen. Ein Warmgetränk wie Tee in der Thermoskanne kann dann Wunder bewirken. Ein Vollkornriegel sowie eine herrliche Brotzeit aus der Brotdose sorgen für den nötigen Energienachschub. Auch das Trinken von Suppe als kraftvolle Mahlzeit ist nicht verkehrt.