8. November 2018 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Aufgeregt blicke ich aus dem Fenster während wir durch das Stubaital fahren. Rechts und links zieren Bäume mit bunten Blättern den Straßenrand. Mein Blick wandert weiter nach oben zu weißen Gipfeln. Im Kofferraum klappern die Ski in jeder Kurve rhythmisch gegeneinander. Wir sind auf dem Weg zum Stubaier Gletscher und ich gehe gedanklich durch, ob ich alles dabei habe: Ski, Skistöcke, Helm, Saisonskipass, Skibrille, Skischuhe, Skikleidung. Die Vorfreude steigt. Es hat frisch geschneit. Snowplaza war kurz nach Saisonstart am Stubaier Gletscher und berichtet, wie sich Skifahren im Herbst anfühlt.

Stubaier Gletscher im Herbst

Der Stubaier Gletscher ist das größte Gletscherskigebiet Österreichs. Bis zu 42 Pistenkilometer warten hier auf Skifahrer und Snowboarder. Dank der Höhenlage sind die Skipisten häufig bereits ab Anfang Oktober präpariert und der Skibetrieb ist bis weit in den Frühling hinein möglich. Besonders beliebt ist das Gletscherskigebiet mit den breiten Gletscherpisten bei Anfängern und Familien mit Kindern. Doch auch im großen Snowpark, dem Stubai Zoo, ist im Herbst viel los. Dort trifft sich die Freeski- und Snowboard-Szene zum Üben von spektakulären Sprüngen. Sobald es dann schneit, gilt der Stubaier Gletscher außerdem als beliebtes Freeride-Skigebiet.

Ein Bild wie im Hochwinter

Der Wettergott meint es gut mit uns. Über Nacht hat es geschneit und noch immer tanzen weiße Flocken in der Luft. Mit jedem Meter, den wir mit der Eisgratbahn weiter nach oben fahren, verändert sich die Landschaft. Es wird weiß und winterlich. Am Gletscher selbst sieht es aus wie im Hochwinter. Der Schnee knirscht unter meinen Skischuhen. Helm und Schultern sind bereits mit Schneeflocken bedeckt. Wenn ich mich nicht bewegen würde, wäre ich bestimmt bald eingeschneit. Glücksgefühle machen sich breit. Ich schnalle die Ski an und mache mich bereit für die ersten Schwünge auf der Piste.

15 cm Neuschnee auf der Skipiste

Auf der Piste liegen mittlerweile 15 cm lockerer Neuschnee. Bei jedem Schwung staubt das weiße Gold bis zu den Knien hinauf. Zum Fahren ist es butterweich. Obwohl die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen, wird mir beim Skifahren schnell warm. Ich grinse, freue mich, dass ich hier sein darf und fange dabei während der Fahrt die eine oder andere Schneeflocke unfreiwillig mit dem Mund auf. Nur der obere Teil des Gletschers ist offiziell geöffnet. Die Skiabfahrt wirkt viel zu kurz. Gleich nochmal! Dafür muss ich am Lift nicht anstehen. Nur ein paar weitere Skiverrückte teilen sich heute den Hang mit mir.

Hallo Muskelkater!

Der Tag wird voll und ganz ausgenutzt. So lange, bis keine unverspurten Flächen mehr da sind. Erst dann und mit der letzten Gondel geht es wieder zurück nach unten. Schon auf den letzten Abfahrten hab ich die Beinchen gespürt. Die Muskulatur hat sich an den ungewohnten Bewegungsablauf des Skifahrens noch nicht wieder gewöhnt. Da wird definitiv Muskelkater folgen, das spüre ich schon jetzt. Ob der Muskelkater auch um die Mundwinkel her einsetzen wird? Das Dauergrinsen bin ich nämlich seit der ersten Abfahrt nicht mehr losgeworden.

Neuschnee am Stubaier Gletscher im Herbst

Deshalb lohnt sich Skifahren im Herbst am Stubaier Gletscher

Sobald es schneit und die Skipisten genauso wie die Umgebung winterlich weiß aussehen, lohnt sich ein Tag im Herbst auf den Skipisten am Stubaier Gletscher. Zwar sind noch nicht alle Pisten geöffnet, doch ist auch der Besucherandrang noch nicht allzu groß. So hat man die Abfahrt meist für sich alleine und auch am Lift ist Anstehen ein Fremdwort. Es sei denn, der Skiausflug fällt auf ein Wochenende, an dem Veranstaltungen wie das offizielle Park-Opening oder das Oktoberfest am Stubaier Gletscher stattfinden. Dann sollten sich Skifahrer auf mehr Gleichgesinnte auf den Skipisten einstellen.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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