26. März 2018 Von: Katharina in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Der Arlberg gilt seit jeher als Wiege des alpinen Skilaufs. Maßgeblichen Einfluss hierauf hatte Hannes Schneider. Im 20. Jahrhundert revolutionierte er den Skisport wie kaum ein anderer. Als erste Skilehrer am Arlberg brachte er betuchten Gästen schon früh das Skifahrern bei. Später gründete Schneider die erste richtige Skischule Österreichs. Zudem gilt er als Erfinder der berühmten Arlberg-Technik, die den Skisport nachhaltig prägte. Aber nicht nur als Skilegende, auch als Schauspieler wurde Hannes Schneider umjubelt. Seine Skifilme, wie zum Beispiel „Der weiße Rausch“, haben bis heute Kultstatus.

Hannes Schneider ist der erste Skilehrer am Arlberg

Hannes Schneider wurde 1890 in Stuben am Arlberg geboren. Von dort zog er in die Welt, um den Skisport zu prägen wie kein Zweiter. Mit gerade einmal 17 Jahren wurde er zum ersten Skilehrer am Arlberg. Seine Leidenschaft für das Skifahren führte ihn bis nach Japan, wo er bereits in den 1930er Jahren Vorträge und Seminare zu seiner Arlberg-Technik hielt und Skikurse gab. Und auch in den USA erlangte er als Ski-Pionier große Berühmtheit. Der begnadete Skifahrer Hannes Schneider engagierte sich auch für den Rennsport. Gemeinsam mit Sir Arnold Lunn richtete er 1928 zum Beispiel das erste Arlberg-Kandahar-Rennen in St. Anton aus.

Das Leben von Hannes Schneider

Mit zwölf Jahren bekam Hannes Schneider seine ersten Ski. Schnell zeigte sich sein außergewöhnliches Talent. 1907 engagierten die Betreiber des Hotels Post im schon damals bekannten Wintersportort St. Anton am Arlberg den jungen Mann als Skilehrer – der Beginn einer großen Karriere. Nach Ende des ersten Weltkriegs gründete er seine eigene Skischule und heiratete Ludwina Seeberger. Gemeinsam hatte das Paar zwei Kinder. 1925 verletzte sich Hannes bei einem Skiunfall schwer. Fortan musste er spezielle orthopädische Skischuhe tragen. 1939 emigrierte Schneider gemeinsam mit seiner Familie in die USA. In New Hampshire übernahm er eine Skischule und baute ein Skigebiet nach seinen Vorstellungen auf. Hannes Schneider starb mit 65 Jahren an einem Herzinfarkt.

Die erste Skischule Österreichs

Nach seinem durchschlagenden Erfolg als Skilehrer im Hotel Post, gründete Hannes Schneider 1921 seine eigene Skischule. Bis heute zählt die Skischule Arlberg zu den prestigeträchtigsten Schneesportschulen und genießt weltweit hohes Ansehen. Das Besondere: Schneider teilte als erster die Schüler nach Leistungsstärke ein und organisierte den Unterricht so, dass alle seine Skilehrer in denselben logischen Schritten das Skilaufen lehrten. Und während überall noch der Telemark-Stil gefahren wurde, entwickelte er den Stemmbogen. Die sogenannte Arlberg-Technik hielt sich bis in die 1930er Jahren bis sie durch den heute noch aktuellen Parallelschwung abgelöst wurde.

© Ski-Club Arlberg

Auch vor der Kamera ein Star

Neben seiner Karriere als Skilehrer in Ski Arlberg und Organisator von Ski-Events machte sich Hannes Schneider auch als Schauspieler international einen Ruf. Er spielte in fünfzehn äußerst populären Skifilmen mit. Der bis heute berühmteste ist die Komödie „Der Weiße Rausch“, den er gemeinsam mit Leni Riefenstahl im Winter 1930/31 in St. Anton am Arlberg drehte. Aber auch die Dokumentationsfilme „Das Wunder des Schneeschuhs“ und „Die weiße Kunst“ erfreuten sich großer Beliebtheit. Dank dieser Filme erfuhr der Skisport in den 1930er Jahren eine immens wachsende Popularität.

© Ski-Club Arlberg

Portrai Hannes Schneider mit Ski

© Ski Arlberg

Skifahren am Vorarlberg um 1900

© Stuben Arlberg

Gut zu wissen: Auf den Spuren von Hannes Schneider

Zu Ehren von Hannes Schneider findet jährlich im April der berühmt-berüchtigte Weiße Rausch in St. Anton am Arlberg statt. Bei dem Massenstart-Rennen treten 555 Skifahrer, Snowboarder und Telemarker gleichzeitig gegeneinander an. Vom Gipfel der Valluga heizen die Teilnehmer bis hinab ins Tal. Rund 12 Kilometer und knapp 1.500 Höhenmeter legen die Wintersportler dabei zurück. Für alle, die bei dem Mega-Event einmal dabei sein möchten, heißt es aber schnell sein. Die Plätze sind erfahrungsgemäß immer schnell ausgebucht.

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Servus! Mein Name ist Katharina. Die Liebe zum Schnee wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Als Tochter zweier skibegeisterter Eltern, stand ich im zarten Alter von zwei Jahren das erste Mal auf Ski. Zu Hause bin ich seit jeher in München. Das Beste an meiner Heimatstadt: Die Nähe zu den Bergen!

 
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