27. März 2018 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Lauberhornabfahrt

Auf der Lauberhornabfahrt in der Jungfrau Region macht jedes Jahr der Ski-Weltcup in den Schweizer Alpen Station. Dann treten die Profi-Skifahrer aus aller Welt auf der berühmten Piste oberhalb von Wengen gegeneinander an. Die längste Abfahrt, auf der Skirennen ausgetragen werden, ist jedoch auch für Amateurskifahrer einen Besuch wert. Vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau lohnt sich das Skifahren auf der bekannten Strecke. Snowplaza stellt die Lauberhornabfahrt in der Jungfrau Ski Region mit ihren Besonderheiten vor und gibt Tipps, wie Skifahrer die Herausforderung ohne Stürze meistern.

Die Lauberhornabfahrt ist die längste Piste im Ski-Weltcup

Mit 4.480 m Länge ist die Lauberhorn die längste Abfahrt im Ski-Weltcup. Über 1.000 Meter Höhenunterschied werden auf der Strecke in der Jungfrau Ski Region in der Schweiz überwunden. Die maximale Neigung liegt bei 42 Prozent. So werden auf der Skipiste im Ski-Weltcup bis zu 160 km/h auf Skiern erreicht. Besonders viel Mut erfordert der Streckenabschnitt Hundschopf. An dieser Stelle springen die Profis zwischen Felsen und Fangnetzen knapp 15 Meter in die Tiefe. Die schnellste Geschwindigkeit, die jemals im Ski-Weltcup gemessen wurde, liegt übrigens bei 161,9 km/h. Der Top-Speed wurde auf dem sogenannten Hanneggschuss erreicht. Kein Wunder also, dass Profis für die gesamte Strecke nur rund zweieinhalb Minuten brauchen.

Blick auf die Lauberhonrnstrecke

So meistern Sie die Lauberhornabfahrt ohne Stürze

Besonders fordernd sind die durchgängige Steilheit der Lauberhornabfahrt und die stellenweisen engen Pistenabschnitte. Um die Skipiste sicher zu meistern, ist eine gute Kurzschwungtechnik unbedingt erforderlich. Dadurch kann die Geschwindigkeit auch an den Schlüsselstellen kontrolliert werden. Allerdings setzt die Länge der Lauberhornabfahrt eine besonders gute Kondition voraus. Im Tal dürfen die Oberschenkel brennen, doch während der Abfahrt sollten stets noch ausreichend Kraftreserven verfügbar sein.

Erinnerungsfoto knipsen

Skifahrer, die sich der Herausforderung der Lauberhornabfahrt stellen, dürfen sich zu recht selbst auf die Schulter klopfen. Neben der Streif in Kitzbühel gilt die Skipiste als eine der schwierigsten im Ski-Weltcup. Da tut es gut, später voller Stolz das Erinnerungsfoto präsentieren zu können. Das lassen Skifahrer am offiziellen Starthaus knipsen und können es später online finden und abspeichern. Wer vorher nochmal durchatmen möchte, kehrt am Starthäuschen in der Start-Bar ein. Auch unterwegs laden Hütten zum Pause machen ein.

Pausen sinnvoll nutzen

Pausen auf der Lauberhornabfahrt sind jedoch nicht nur zum Ausruhen und Entspannen der Muskulatur sinnvoll. Am Rand der Rennstrecke stehen in regelmäßigen Abständen Infotafeln, die über vergangene Rennen, Rekorde und Sieger informieren. Wer die Muskulatur fordern und die Tafeln lesen möchte, muss darüber hinaus bedenken, dass die Abfahrt erst nach dem Rennen für Skiurlauber freigegeben ist. Vor dem Weltcup, der gewöhnlich Mitte Januar stattfindet, ist die Skipiste aufgrund der anspruchsvollen Präparierungsarbeiten gesperrt.

Lauberhornrennen

Die Skistars treten seit 1930 oberhalb von Wengen beim Lauberhornrennen in den Disziplinen Slalom, Abfahrt und Kombination gegeneinander an. Rekordhalter in der Disziplin Abfahrt ist Karl Molitor. Der Schweizer Skirennläufer konnte sich zwischen 1939 und 1947 über insgesamt 6 Siege freuen. Im Weltcup 2017 / 2018 gewann in der Abfahrt der Schweizer Beat Feuz. Der österreichische Skiprofi Marcel Hirscher belegte den ersten Platz in der Disziplin Slalom. Auch die Deutschen konnten schon die eine oder andere Medaille mit nach Hause nehmen. Zuletzt siegte Felix Neureuther 2015 im Slalom. Das Lauberhornrennen findet übrigens traditionell eine Woche vor dem berühmten Hahnenkammrennen in Kitzbühel statt. Mehr Infos zum Lauberhornrennen >

Kamerafahrt über die Lauberhornabfahrt



Fakten & Daten zur Lauberhorn Abfahrt

Starpunkt: Wixi-Lift Länge: 4.480 m
Höchster Punkt: 2.315 m Höhenunterschied: 1028 m
Max. Neigung: 41 ° Schwierigkeitsgrad: Schwer
Tipp: Photostart Präparierung:Gut
Skigebiet: Jungfrau Ski Region Bewertung:4 Sterne

Praktische Infos zur Jungfrau Ski Region

Die Lauberhornabfahrt ist die wohl bekannteste Skipiste in der Jungfrau Ski Region. An berühmten Bergen mangelt es dem Skigebiet ebenfalls nicht. Die insgesamt 220 Pistenkilometer, die vorwiegend mittelschwer einzustufen sind, erstrecken sich vor der beeindruckenden Bergkulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau. Wer sich den imposanten Bergen besonders nah fühlen möchte, fährt mit der Jungfraubahn zum Top of Europe am Jungfraujoch hinauf. Selbst bei Schlechtwetter, wenn die Aussicht über den Aletschgletscher wolkenverhangen ist, lohnt sich die Auffahrt dank Erlebniswelt und Eispalast.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentar schreiben

Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
Top 3 Angebote
travel Top 3
Skiurlaub Angebote