28. Februar 2018 Von: Marlene in 'Reisetipps''

Das Pop Down Hotel im Zillertal ist anders als andere Unterkünfte in den Skigebieten. So erleben Skiurlauber bereits beim Eintritt eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte. Außerdem wird die Gemeinschaft groß geschrieben. Abends trifft man sich an der Bar, lauscht der Live-Musik oder entspannt in der Sauna. Wie in einer Parallelwelt können Skifahrer in den gemütlichen Räumlichkeiten die Sorgen aussperren und sich ganz auf das konzentrieren, was ihnen geboten wird. Snowplaza hat das Pop Down Hotel in Ried bei Kaltenbach besucht und berichtet über den Aufenthalt im 70er Jahre Stil.

Willkommen im Pop Down Hotel im Zillertal

"Herzlichen Willkommen bei uns im Pop Down Hotel. Hattet ihr eine gute Anreise?" Über der Rezeption leuchtet der Schriftzug "Concierge". Die Dame schaut uns freundlich an und klärt uns über die Essenszeiten auf. Gegessen wird in zwei Schichten. Der Gemeinschaft wegen. Bis dahin dauert es allerdings noch eine Weile. So bekommen wir eine Tüte hausgemachtes, noch warmes Popcorn in die Hand gedrückt und erkunden zuerst unsere Zimmer, während die salzigen, gerösteten Maiskörner auf der Zunge zergehen.

Willkommen im Pop Down Hotel

Saunalandschaft, Swimmingpool und Erlebnisdusche

Bis zum Essen, verbringen wir die Zeit im Wellnessbereich. Im Keller des gemütlichen Hotels wartet ein Pool auf uns. Eine große Glasfassade sorgt tagsüber für eine natürliche Ausleuchtung des Raums. Doch auch im Dunklen ist es schön, in den Liegen zu entspannen, die Wärme zu spüren und auf der anderen Seite des Glases in den Schnee schauen zu können. Wer den kurzen Weg nach draußen auf sich nimmt und in wenigen Schritten durch den Schnee springt, kann auch in der gemütlichen Sauna im Außenbereich Platz nehmen. Nach der Entspannung und zum Abschluss werden die Lebensgeister in der Erlebnisdusche wiedererweckt.

Gemeinschaftlich Essen

Die Essenszeiten werden eingehalten, sodass alle Gäste im Hotel gemeinsam essen können. Pünktlich um 19:45 Uhr schlendern wir zur langen Tafel, die im offenen Bar- und Loungebereich aufgebaut ist. Ein Großteil der Plätze ist bereits belegt. Zwei gegenüberliegende Stühle sind noch frei. Nickend wünschen wir der Gruppe rechts von uns einen guten Abend und lassen links ein "Mahlzeit" erklingen. Die Tischordnung ist eng, aber effektiv. Ähnlich wie in einem Hostel lassen die Gespräche mit den Nachbarn nicht lange auf sich warten. Dabei genießen wir ein 4-Gang Menü, das wahlweise auch vegan bestellt werden kann.

Gute Drinks und Live-Musik

Als das Dessert serviert wird, ertönen hinter uns Gitarrenklänge. Auf der anderen Seite des Barbereichs baut leicht erhöht eine Band ihre Anlage auf. Die Räumlichkeiten füllen sich. Auch von der Straße treten weitere Leute ein, die sich die Live-Musik nicht entgehen lassen möchten. Wir wechseln an die Bar. Die Cocktails sollen gut sein, haben wir gehört. Einen bestellen wir mit Himbeere, den anderen mit Zimt. Serviert werden die Cocktails in alten Einmachgläsern und Dosen mit Strohhalm, Marshmallow und Deko-Früchten. Die Trinkgefäße passen zur Atmosphäre. Nostalgische Glühbirnen tauchen die Bar in ein heimeliges Licht.

Reichhaltiges Frühstück ohne Buffet

Als wir uns am nächsten Morgen ausgeschlafen wieder an der Tafel zum Frühstücken einfinden, stehen in regelmäßigen Abständen Etagères auf dem Tisch. Gefüllt mit verschiedenen Käse-, Wurst- und Schinkensorten, Butter sowie Früchten und Aufstrichen können wir uns unser Frühstück selbst zusammenstellen, ohne Aufstehen zu müssen. Um Kaffee, Kakao oder andere Heißgetränke kümmern sich die Servicekräfte. Frische Croissants liegen neben saftigen Kuchenstücken. Wer den Tischnachbarn freundlich einen Guten Morgen wünscht, bekommt auch den Saft gereicht, der vielleicht nicht in unmittelbarer Reichweite steht.

70er-Jahre-Konzept im Pop Down Hotel

Bevor das Hotel im Sommer grunderneuert wird, wurde die Einrichtung für 150 Tage im 70er Jahre Stil gestaltet. Aufgepeppt wird der nostalgische Flair durch Akzente im amerikanisch-urbanen Stil. Gleichzeitig greift das Konzept die gemütlichen Aspekte der Tiroler Stube auf. Das Gemeinschaftsgefühl wird groß geschrieben. Im Pop Down Hotel kann man die Wirklichkeit für einen kurzen Moment ausblenden, die Atmosphäre wirken lassen und sich in anregenden Gesprächen mit Fremden verlieren. Und weil der Skibus direkt vorm Pop Down Hotel hält, ist es auch nicht weit bis zur nächsten Piste im Skigebiet Hochzillertal Hochfügen. Eine Übernachtung im Pop Down Hotel inklusive Frühstück gibt es übrigens ab 90 Euro pro Person.

Ankommen und Wohlfühlen

Der etwas andere Barbereich

Praktische Infos zum Skigebiet Hochzillertal-Hochfügen

Das Pop Down Hotel im Ried im Zillertal liegt in unmittelbarer Nähe zum Skigebiet Hochzillertal-Hochfügen. Das erste Skigebiet im Zillertal hält mehr als 100 Pistenkilometer bereit. Dadurch, dass die Lifte bis auf 2.500 Meter hinauf gehen, gilt das Skigebiet außerdem als schneesicher. Wer bereits um 7:30 Uhr von Kaltenbach aus mit der Bahn nach oben fährt, kann sich auf frische Skipisten einstellen und bei der ersten Skiabfahrt den Sonnenaufgang bewundern. Anschließend lohnt sich eine Einkehr in die exklusive Kristallhütte. Im Inneren können sich Skifahrer am großen Kamin aufwärmen und außen lädt die großzügige Sonnenterrasse zum Entspannen ein.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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