Wer heute in den Alpen ist, sollte sich warm anziehen (oder gleich den Wellnessbereich aufsuchen). Eine Warmfront sorgt für einen ungemütlichen Tag mit viel Wind und Niederschlag, wobei die Schneefallgrenze leider weit nach oben klettert. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels: Nach dem Wochenende kehrt Ruhe ein und wir können uns auf tagelanges Kaiserwetter freuen. Die Kehrseite? Die Temperaturen erinnern eher an einen sonnigen Märztag als an Anfang Dezember.
Heute: Regen, Wind und Schnee für die Gletscher
Der Sonntag beginnt vielerorts grau in grau. Von Westen zieht ein Niederschlagsgebiet in die Alpen, das besonders in den französischen und Schweizer Bergen für ordentlich Nässe sorgt. In Österreich startet der Tag mancherorts noch trocken, aber im Laufe des Nachmittags und Abends setzt auch dort Regen ein.
Das Tückische ist heute die Temperatur: Liegt die Schneefallgrenze am Morgen noch bei etwa 1400 bis 1500 Metern, steigt sie im Tagesverlauf rasant auf 2200 bis sogar 2300 Meter an. Das bedeutet leider Regen in den meisten Dörfern und auf den unteren Pistenabschnitten.
Bis zu einem halben Meter Neuschnee
Weiter oben herrscht dagegen tiefster Winter: Oberhalb von 2500 Metern fällt ein ordentliches Paket Schnee. In der Schweiz werden 20 bis 40 cm erwartet, lokal sogar bis zu einem halben Meter. Gute Nachrichten also für die Gletscher und die hochgelegenen Skigebiete! Vorsicht vor dem Wind: Es bläst ordentlich. In den Bergen herrscht ein kräftiger bis stürmischer Wind aus westlicher Richtung.
Montag: Die Sonne bricht durch
In der Nacht zum Montag zieht die Front über Österreich ab. Am Montagmorgen können im Osten zwar noch letzte Schauer fallen, aber von Westen her klart es schnell auf. Die Sonne kommt heraus und es wird ein prima Skinachmittag, wenn auch sehr mild. Auf 2000 Metern Höhe zeigen die Thermometer am Nachmittag schon rund 6 Grad an.
Ab Dienstag: Stahlblauer Himmel und Terrassenwetter
Ab Dienstag übernimmt ein Hochdruckgebiet das Zepter, und das sind gute Nachrichten für alle Sonnenanbeter. Der Rest der Woche sieht im gesamten Alpenraum traumhaft aus.
In den Bergen ist es strahlend schön und nahezu wolkenlos. In den Tälern (und im Flachland) kann sich am Vormittag allerdings zäher Nebel oder Hochnebel bis auf ca. 600 Meter halten.
Es fühlt sich diese Woche nicht wirklich nach Dezember an. Die Temperaturen schießen in die Höhe. Am Dienstag und Mittwoch können auf 2000 Metern Höhe 8 bis 9 Grad erreicht werden. In den sonnigen Tälern kann das Quecksilber sogar Richtung 14 oder 15 Grad klettern.
Fazit: Nach einem nassen Wochenstart warten herrliche Skitage auf uns. Durch die hohen Temperaturen werden die Pisten an den Südhängen und in tieferen Lagen nachmittags allerdings schnell weich. Früh aufstehen und die Morgensonne auf frisch präparierten Pisten genießen, lautet die Devise!