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Stijgvellen Toerskien (1)

Derzeit finden die Olympischen Winterspiele in Mailand Cortina statt und zum ersten Mal gehört Skibergsteigen, auch SkiMo genannt, zum olympischen Programm. Drei Disziplinen stehen auf dem Plan: Sprint Frauen, Sprint Männer und Mixed Relay. Austragungsort ist Bormio in der Valtellina-Region in Italien, bekannt für anspruchsvolle Hänge und spektakuläre Berglandschaften. Der Sprint kombiniert Aufstieg und Abfahrt in rund 3,5 Minuten pro Lauf.

Drei Disziplinen im SkiMo in Bormio

  • Sprint Frauen
  • Sprint Männer
  • Mixed Relay (gemischte Staffel)
  • Austragungsort: Bormio, Valtellina, Norditalien
  • Profil: anspruchsvolle Hänge, alpine Berglandschaft

Was macht Skibergsteigen besonders?

Skibergsteigen vereint Skifahren mit Bergsteigen. Es geht nicht nur um Abfahren, sondern auch um den Aufstieg durch drei Phasen, inklusive Treppenpassagen und dem späteren Abziehen der Ski zum Finale. Die Sportart gewinnt weltweit an Popularität und wächst durch mehr internationale Wettbewerbe. In Italien hat sie tiefe alpine Wurzeln.

Olympische Geschichte und Organisation des Skibergsteigens

Skibergsteigen hat eine lange Vorgeschichte im olympischen Umfeld: Seine Wurzeln reichen zurück bis zum Militärpatrouillenlauf, der bereits 1924 bei den ersten Olympischen Winterspielen in Chamonix ausgetragen wurde und als historischer Vorläufer gilt. Als moderner Wettkampfsport entwickelte sich Ski Mountaineering mit Weltmeisterschaften seit Anfang der 2000er-Jahre und einem eigenen Weltcup weiter, bevor der internationale Verband ISMF vom IOC anerkannt wurde. Den entscheidenden Schritt machte das Skibergsteigen im Juli 2021, als das IOC die Disziplin offiziell für die Winterspiele Mailand Cortina 2026 zuließ.

  • Erstmals im olympischen Programm: 2026
  • Weltmeisterschaften seit 2002 (alle zwei Jahre)
  • ISMF: internationaler Verband mit 38 Nationen
  • Weltcup-Circuit bietet jährlich mehrere Wettbewerbe

SkiMo-Rennen kurz erklärt

Ein SkiMo‑Rennen im Sprintformat läuft auf einem kurzen, intensiven Rundkurs ab, auf dem die AthletInnen möglichst schnell Höhenmeter bergauf und anschließend bergab zurücklegen. Nach dem Start geht es mit Fellen unter den Skiern in einem steilen Anstieg nach oben, gefolgt von einer Tragepassage, in der die Ski auf den Rucksack geschnallt und zu Fuß Stufen oder ein kurzer Steig überwunden werden. Oben werden die Felle blitzschnell abgezogen, wie bei einem Boxenstopp, bevor die TeilnehmerInnen in einer technisch anspruchsvollen Abfahrt zurück ins Ziel rasen. Das Ganze dauert nur rund drei bis vier Minuten pro Lauf, wird in mehreren Heats mit kleinen Startgruppen ausgetragen und verlangt zugleich maximale Explosivkraft, saubere Wechsel und starke Skitechnik .

Leistungsbewertung beim Skibergsteigen

Bei einem SkiMo‑Rennen entscheidet am Ende die gestoppte Zeit über die Platzierung: Wer die Strecke aus Aufstiegen, Tragepassagen und Abfahrten am schnellsten bewältigt, gewinnt. Gemessen wird in der Regel elektronisch im Ziel, bei Team- oder Staffelrennen zählt dabei die Zeit des letzten Teammitglieds, das die Ziellinie korrekt überquert. Disqualifikationen oder Zeitstrafen drohen, wenn Tor‑ und Kontrollzonen verpasst, die markierte Strecke verlassen oder unsportliches oder gefährliches Verhalten gezeigt wird.

Italien als Heimat starke Kraft

Italienische AthletInnen haben in den vergangenen zehn Jahren mehrere internationale Siege errungen. Mit Bormio als Standort profitieren heimische Fans von der starken Trainingsinfrastruktur und der engen Verbindung zur alpinen Skibergsteiger-Community. Vor heimischem Publikum zählen die ItalienerInnen zu den Favoriten.

Warum jetzt Olympia?

Wachsende globale Beliebtheit, mehr internationale Wettbewerbe und eine professionelle Organisation durch die ISMF führten 2026 zur Olympia-Einführung. Das IOC setzt vermehrt auf Sportarten, die Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit und Jugendlichkeit verkörpern. Da passt Skibergsteigen perfekt ins Bild.

Olympische Winterspiele Mailand Cortina 2026

Die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 in Italien versprechen ein einzigartiges Erlebnis voller Spannung, Tradition und Innovation. Vom 4. bis 22. Februar treffen in Italien die besten WintersportlerInnen der Welt aufeinander – vor der atemberaubenden Kulisse der Alpen. Erstmals wird Skibergsteigen Teil des olympischen Programms und schreibt damit Sportgeschichte. Neben Klassikern wie Ski Alpin, Eishockey und Snowboard erwarten Fans neue Emotionen, moderne Austragungsorte und nachhaltige Konzepte. Mailand steht für Stil und Dynamik, Cortina d’Ampezzo für alpinen Charme und gemeinsam formen sie ein Olympia, das Zukunft und Tradition auf beeindruckende Weise verbindet.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu SkiMo, Skibergsteigen

Wie funktioniert Skibergsteigen?

Skibergsteigen (Skitouren) funktioniert so, dass du mit speziellen Ski und Steigfellen unter den Ski den Berg hinaufgehst, wobei die Bindung die Ferse freilässt, damit du wie beim Wandern aufsteigen kannst; oben angekommen ziehst du die Felle ab, stellst die Bindung auf Abfahrtsmodus um und fährst anschließend wie beim normalen Skifahren wieder hinunter, wobei aus Sicherheitsgründen immer Lawinenausrüstung und gute Tourenplanung nötig sind.

Was ist Skibergsteigen?

Skibergsteigen, auch Skitourengehen genannt, ist eine Wintersportart, bei der man mit speziellen Ski und Steigfellen selbstständig Berge hinaufsteigt und anschließend abfährt. Die Bindung erlaubt beim Aufstieg das freie Anheben der Ferse. Oben werden die Felle entfernt und die Ski für die Abfahrt umgestellt. Neben Kondition und Skikönnen sind auch Lawinenkenntnisse und Sicherheitsausrüstung wichtig.

Ist Skibergsteigen schwieriger als Skifahren?

Ja, Skibergsteigen ist meist schwieriger als reines Skifahren, weil du nicht nur die Abfahrt beherrschen musst, sondern auch den anstrengenden Aufstieg, die richtige Technik mit Fellen und Bindung sowie Tourenplanung und Lawinensicherheit. Es verlangt daher mehr Kondition, Erfahrung im Gelände und Wissen über Schnee- und Wetterbedingungen als normales Pistenskifahren.

Wie fit muss man sein, um Skibergsteigen zu können?

Für Skibergsteigen sollte man eine gute Grundkondition haben, da der Aufstieg mehrere Stunden dauern und viele Höhenmeter umfassen kann. Wichtig sind Ausdauer, Bein- und Rumpfkraft sowie Trittsicherheit im Gelände; als EinsteigerIn kann man jedoch mit kürzeren, weniger steilen Touren starten und die Fitness stetig aufbauen.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.