Die Skigebiete in Vorarlberg haben die Wintersaison 2025/2026 recht stabil abgeschlossen, aber leicht war es nicht. Trotz viel Sonne und ausreichend Naturschnee erwies sich vor allem der März als schwieriger Monat. Besonders Skigebiete ohne Anlagen zur technischen Beschneiung hatten stark zu kämpfen.
Kurz zusammengefasst:
- Vorarlberg konnte das Niveau der vergangenen Saison größtenteils halten
- Skigebiete mit Beschneiungsanlagen hatten eine stabile Skisaison
- Gebiete ohne Kunstschnee verzeichneten deutliche Rückgänge
- Der März wird immer häufiger zu einem unsicheren Monat
Stabil, aber unter schwierigeren Bedingungen
Nach Angaben der Vorarlberger Seilbahnen blieb das allgemeine Niveau des starken Winters 2024/2025 größtenteils erhalten. Dennoch sprechen die Bergbahnen von einer eher durchwachsenen Bilanz: nicht schlecht, aber auch keinesfalls ein einfacher Winter. Die Saison brachte viele Sonnentage und ausreichend Naturschnee. Das klingt zunächst positiv, doch die Zahlen zeigen vor allem, wie groß der Unterschied inzwischen zwischen Skigebieten mit und ohne technische Beschneiung ist.
Kunstschnee macht einen großen Unterschied
Skigebiete mit Beschneiungsanlagen konnten die sonnigen Perioden besser nutzen und die Pisten länger in gutem Zustand halten. Dort war der Umsatz sogar leicht im Plus, mit einem Anstieg von 1,9 %. Die Zahl der Erstbesuche sank allerdings leicht um 0,67 %. Im Durchschnitt waren diese Gebiete mehr als 130 Tage geöffnet. Damit kamen sie dem Niveau der Vorsaison recht nahe.
Ohne Beschneiungsanlagen deutlicher Rückgang
Für Skigebiete ohne künstliche Beschneiung sah das Bild ganz anders aus. Dort sank der Winterumsatz um 29,25 % und die Zahl der Erstbesuche sogar um 32,50 %. Im Durchschnitt waren diese Gebiete nur 67,75 Tage geöffnet. Ein Drittel musste die Saison wetterbedingt vorzeitig beenden.
Der März wird immer schwieriger
Vor allem der März erwies sich als problematisch. Laut den Vorarlberger Seilbahnen zeigt dieser Monat immer deutlicher, wie verletzlich die Planungssicherheit geworden ist. Milde Perioden, wechselhaftes Wetter und weniger verlässliche Schneeverhältnisse können das Ergebnis einer ganzen Saison belasten. Damit wächst der Druck auf kleine und tiefer gelegene Skigebiete, besonders wenn sie keine Beschneiungsanlagen haben.
Mehr Fokus auf den Sommer
Nach dem Winter richtet Vorarlberg den Blick nun auf den Sommer 2026. Die Bergbahnen erwarten eine ähnliche oder sogar bessere Sommersaison als im Vorjahr. Die Zeit vom Frühling bis in den Herbst gewinnt immer mehr an Bedeutung. Bergregionen wollen weniger von der Wintersaison allein abhängig sein und setzen stärker auf Wandern, Radfahren und andere Freizeitaktivitäten in den Bergen.