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Sneeuwdump Alpen

Im Alpenraum war es in den vergangenen Tagen ziemlich ungestüm, besonders im Nordwesten. In einigen Skigebieten fielen innerhalb von 48 Stunden mehr als 100 cm Schnee. In Verbindung mit stürmischen Verhältnissen in großen Höhen wurde die Lawinengefahr vielerorts auf Stufe 4/5 erhöht. Heute ist es vorübergehend etwas ruhiger mit mehr Platz für die Sonne, aber bei weitem nicht überall. Am Donnerstag folgt erneut eine schneereiche Periode. In diesem Wetterbericht bringen wir dich auf den neuesten Stand.

Kurz zusammengefasst

  • Sehr hohe Lawinengefahr durch viel Schnee in den Alpen: Lawinenwarnstufe 4/5 in einigen Regionen von Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz.
  • Heute (Mittwoch) vorübergehend ruhig mit Sonne, später aber neuer Niederschlag.
  • Donnerstag bringt starken Schneefall, vorwiegend in West- und Südalpen, mit Schneefallgrenzen zwischen 800–1.200 Metern.
  • Freitag: Übergang zu milderem, aber ruhigerem Wetter mit Sonne; in großen Höhen fällt weiterhin Schnee.
  • Wochenende: ruhiger, sonniger und trockener, aber in Österreich bleiben Schneechancen bestehen.

Sehr viel Schnee: Chaos in den Alpen

Zwar gehört Schnee zum Wintersport dazu, doch viele Wintersportler hätten sich in den letzten beiden Tagen lieber etwas moderatere Verhältnisse gewünscht. Mehr als einen Meter Schnee und zugleich stürmische Bedingungen: die Zutaten für geschlossene Lifte und Pisten, Evakuierungen und extrem hohe Lawinengefahr. Gestern wurde in manchen Regionen sogar die höchste Warnstufe ausgegeben: Stufe 5 von 5 auf der Lawinengefahrenskala. Inzwischen wurde das etwas herabgestuft, doch in vielen Gebieten in Frankreich, der Schweiz, Nordwestitalien, Südtirol und dem österreichischen Tirol gilt weiterhin Warnstufe 4/5. Gehe also unter keinen Umständen abseits der Pisten und behalte die aktuellen Warnungen genau im Auge!

Heute (Mittwoch): wechselhaft, aber mit Sonnenchancen

Der Morgen nach dem heftigen Schneefall beginnt in vielen Skigebieten ruhig, trocken und sonnig. Nur in den französischen Nordalpen und im Westen der Schweiz ist es am Morgen noch ziemlich bewölkt. Leichter Schneefall ist dort nicht ausgeschlossen. Erst gegen Mittag klart es hier richtig auf. Der Wind in den Bergen hat etwas nachgelassen, doch oberhalb der Baumgrenze soll es weiterhin kräftig aus West-/Südwest wehen. Das sonnige Wetter wird leider nicht von langer Dauer sein und die wechselhafteres Wetter naht bereits wieder.

Im Laufe des Tages zieht aus Nordwesten schnell mehr Bewölkung auf durch ein neues Störungssystem. Dieses bringt von Salzburg nach Osten (Österreich) und vom Norden bis zur Mitte Graubündens (Schweiz) etwas leichten Niederschlag bei einer Schneefallgrenze zwischen 500 und 1.300 Metern Höhe (maximal 5 cm). Gegen Abend nimmt der Niederschlag dort bereits wieder ab.

Donnerstag: noch ein Schneetag

Am Donnerstag fällt in einem großen Teil der Alpen erneut viel Schnee. Zuerst vorrangig in den West- und Südalpen, später erfasst es auch die Nordalpen. Besonders die französischen Skigebiete müssen wieder mit enormen Schneemengen rechnen, aber auch in der Schweiz und in Italien gibt es kräftigen Niederschlag. In Österreich sind die größten Mengen für die südlich gelegenen Skigebiete vorhergesagt.

  • Frankreich: unbeständiges Wetter mit vielerorts reichlich Niederschlag ab etwa 800–1.200 Metern Höhe. Mengen steigen in Richtung 70–90 cm.
  • Schweiz: besonders viel Schnee im Südwesten (Chablais und Wallis). Die Schneefallgrenze steigt auf etwa 1.400 Meter, mit Chancen auf 30–50 cm Schnee. In den Schweizer Nordalpen liegt die Schneefallgrenze tiefer (ca. 1.000 Meter), hier sind 20–30 cm möglich.
  • Österreich: besonders viel Schnee im Süden (Kärnten) und in den Skigebieten am Hauptkamm der Alpen (wie Sölden). Ab 400–1.000 Metern Höhe sind landesweit über 40 cm möglich. Die österreichischen Nordalpen dürfen mit 20–30 cm rechnen.
  • Italien: die meisten Neuschneemengen im Nordwesten Richtung französisch-schweizer Grenze (Piemont/Valle d’Aosta) mit 30–50 cm. In den Dolomiten sind 20–35 cm zu erwarten. Schneefallgrenze um 800–1.100 Meter.
  • Deutschland: 20–30 cm Schnee für die Skigebiete in den deutschen Alpen. Schneefallgrenze etwa 900–1.200 Meter.

Freitag: Übergang zu milderem, ruhigerem Wetter

Am Freitag verbessert sich das Wetter allmählich, doch nicht bevor letzte Schneeschauer nach Nordosten abgezogen sind. In den frühen Morgenstunden soll es in den französischen Alpen noch einmal 10–25 cm geben; auch Frankreich und Österreich bekommen noch etwas Niederschlag ab. In den Schweizer Alpen (primär Umgebung Graubünden) sind nochmals 15–25 cm möglich und im Süden Österreichs noch einmal 5–10 cm.

Eine westliche Strömung setzt sich durch, die deutlich mildere Luft in die Alpen transportiert. Das bedeutet, dass sich der Niederschlag allmählich zurückzieht und im Tagesverlauf zunehmend Platz für Sonne und blauen Himmel entsteht. Allerdings nicht überall: Am Nachmittag bilden sich über Tirol und Salzburg wieder dichtere Wolkenfelder. Dort ist es möglich, dass ab etwa 900 Meter wieder etwas Schnee fällt.

Wochenende: ruhiger, aber mit Schneechancen für Österreich

Das Wochenende verläuft in großen Teilen der Alpen ruhig, sonnig und trocken. Es ist milder als in den vergangenen Tagen. Nur Österreich muss mit Schnee und möglicherweise glatten Straßen während des Bettenwechsels rechnen. Die nächste Woche scheint dort mit recht viel Niederschlag in Tirol und dem Salzburger Land zu starten. Zudem sorgt eine Warmfront dafür, dass die Schneefallgrenze auf 1.200–1.600 Meter ansteigt, was in den Tälern Regen bedeutet. Wer unterwegs ist, sollte mit Glätte durch überfrierende Nässe rechnen. Auch am Sonntag kann es in Österreich noch etwas Regen und Schnee geben, danach setzt sich aber auch dort langsam Auflockerung durch.

Mehr Sonne in der kommenden Woche?

Nach dem Wochenende sind vorerst keine großen Schneefälle mehr auf den Wetterkarten zu sehen. Es stehen mildere, überwiegend sonnige Tage bevor. Nur Österreich behält eine Wahrscheinlichkeit für mehr Bewölkung und gelegentlich etwas Niederschlag. Im Süden hingegen scheint die Sonne voraussichtlich reichlich, vorrangig in der ersten Wochenhälfte.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.