Das bevorstehende Himmelfahrtswochenende bringt den Alpen noch einmal spätes Winterwetter. In den Tälern fällt meist Regen, doch in höheren Lagen wird es ab Donnerstag erneut weiß – lokal sogar mit markanten Neuschneemengen. Besonders betroffen sind Österreich, die Schweiz und die nördlichen französischen Alpen. Stand: Mittwoch, 13. Mai 2026.
In Kürze:
- ❄️ Ab Donnerstag wird es in vielen Alpenregionen nass, kalt und auf Höhe winterlich
- 📍 Besonders Österreich, die Schweiz und die Nordalpen Frankreichs bekommen Neuschnee
- 🌨️ Die Schneefallgrenze liegt häufig zwischen 1000 und 1500 Metern, teils etwas höher
- 🏔️ Oberhalb von 1600 bis 2400 Metern sind regional größere Neuschneemengen möglich
- 🚗 Auf hohen Straßen und Pässen kann es wieder winterliche Bedingungen geben
Erst kurz ruhiger, dann kommt die nächste Störung
Nach dem winterlichen Wetter vom Dienstag beruhigt sich die Lage am Mittwoch in vielen Regionen zunächst etwas. Vor allem in Österreich zeigt sich tagsüber zeitweise die Sonne, auch in der Schweiz und in Frankreich startet der Tag vielerorts noch vergleichsweise freundlich. Die Pause ist aber kurz: Bereits ab Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag ziehen neue Niederschläge in die Alpen. Die Luft bleibt für Mitte Mai deutlich zu kühl. Damit fällt der Niederschlag in den Tälern meist als Regen, in den Bergen aber häufig als Schnee. Für Wanderer, AutofahrerInnen und alle, die das lange Wochenende in den Bergen verbringen, bedeutet das: eher Regenjacke, warme Kleidung und aktuelle Wetterinfos statt Frühsommermodus.
Österreich: nass, kalt und Schnee auf den Bergen
In Österreich setzt sich zum Himmelfahrtswochenende unbeständiges und kühles Wetter durch. Laut GeoSphere Austria liegt die Schneefallgrenze im weiteren Verlauf teils zwischen rund 1.200 und 1.700 Metern. Damit kann es nicht nur auf Gletschern, sondern auch in höher gelegenen Skigebieten und auf alpinen Übergängen wieder winterlich werden. Besonders am Freitag und Samstag bleibt der Ostalpenraum unter Störungseinfluss. Von Vorarlberg über Tirol und Osttirol bis nach Kärnten ist wiederholt mit Regen und Schneefall in höheren Lagen zu rechnen. Auf den Bergen können Sicht, Wind und Neuschnee die Bedingungen deutlich erschweren.
Schweiz: am Alpennordrand bis 40 cm Neuschnee möglich
In der Schweiz wird das lange Wochenende ebenfalls kühl und nass. MeteoSchweiz erwartet mit einer Kaltfront und Tiefdruckeinfluss verbreitete Niederschläge; die stärksten Phasen fallen voraussichtlich auf Donnerstag und Freitag. Die Schneefallgrenze liegt häufig zwischen 1.000 und 1.300 Metern. Oberhalb von 1.600 Metern sind bis Freitagabend am Alpennordrand 20 bis 40 cm Neuschnee möglich.
Auch in der regionalen Prognose zeigt sich das winterliche Bild: In der Deutschschweiz und entlang des Alpennordrands werden am Donnerstag und Freitag wiederholt Schauer erwartet, am Freitag mit Schneefallgrenze zwischen 1.000 und 1.300 Metern. Am Alpennordrand können oberhalb von rund 1.600 Metern weitere 10 bis 20 cm Neuschnee dazukommen. Das ist besonders für bereits geöffnete Alpenpässe relevant. MeteoSchweiz weist darauf hin, dass durch die Neuschneemengen wieder winterliche Verhältnisse auf Pässen möglich sind.
Nördliche französische Alpen: markante Schneemenge für Mitte Mai
Auch in den nördlichen französischen Alpen wird es deutlich zu kalt für die Jahreszeit. In Savoie, Haute-Savoie und Isère ziehen ab Donnerstag viele Schauer durch. Die Schneefallgrenze liegt laut Météo-Alpes am Donnerstag häufig um 1.400 bis 1.500 Meter und kann abends beziehungsweise nachts auf etwa 1.300 Meter sinken. Am Freitag bleibt es dort ausgesprochen winterlich für Mitte Mai. Für den Zeitraum von Mittwochabend bis Samstag werden oberhalb von 2.400 Metern verbreitet 25 bis 35 cm Neuschnee erwartet, in Regionen wie Mont-Blanc, Beaufortain, Haut-Giffre und Aravis sogar 40 bis 50 cm.
Eine weitere regionale Prognose spricht für die französischen Nordalpen sogar von einem „signifikanten Schneeereignis“ für eine Mitte-Mai-Lage in mittleren Höhen. Dort werden je nach Massiv bis Freitagmorgen oberhalb von 2.200 Metern 25 bis 35 cm, lokal auch darunter nennenswerte Mengen erwartet.
Was bedeutet das für Reisende?
Für Reisende in Richtung Österreich, Schweiz oder französische Alpen wird das lange Wochenende vor allem nass und kühl. In den Tälern ist meist Regen das Hauptthema, doch auf höher gelegenen Straßen, Passrouten und Zufahrten zu Gletscher- oder Höhengebieten kann es zeitweise Schneematsch, schlechte Sicht oder glatte Abschnitte geben. Praktisch heißt das: Plane mehr Zeit ein, prüfe vor der Abfahrt aktuelle Verkehrs- und Wetterinformationen und unterschätze die Höhe nicht. Gerade morgens können Straßen oberhalb von 1.200 bis 1.500 Metern deutlich winterlicher sein als unten im Tal.
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Ausblick: ab Sonntag etwas ruhiger
Die kälteste und nasseste Phase liegt voraussichtlich zwischen Donnerstag, 14. Mai, und Samstag, 16. Mai. Ab Sonntag nimmt die Niederschlagsneigung in mehreren Regionen langsam ab. In der Schweiz erwartet MeteoSchweiz am Sonntag eine erste Wetterbesserung mit etwas milderen Temperaturen, auch in den französischen Nordalpen zeichnet sich zum Wochenbeginn ein freundlicherer Trend ab. Trotzdem bleibt der Wettercharakter in den Bergen zunächst wechselhaft. Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte die Lage täglich neu prüfen.
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Wichtig für Wanderungen und Bergsport
Für klassische Frühsommer-Wanderungen ist das kein ideales Wochenende. Viele Wege oberhalb der Waldgrenze können nass, rutschig oder frisch verschneit sein. Dazu kommen tiefe Temperaturen, Wind und schlechte Sicht. Wer trotzdem in die Berge geht, sollte die Tour defensiv planen, tiefer gelegene Routen bevorzugen und warme Kleidung, Regenschutz sowie feste Schuhe mitnehmen. Auf hochalpinen Routen, Übergängen und Gletscherbereichen können die Bedingungen schnell anspruchsvoll werden. Frischer Schnee verdeckt Markierungen, Steine und Altschneefelder. Für unerfahrene BergsportlerInnen ist das ein klares Signal, lieber auf niedrigere Ziele auszuweichen.