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Premiere: Erste offizielle FIS-Rennen in chinesischer Skihalle

Gevorderde Piste Snowworld Amsterdam
© Spalder Media Group

Skifahren mitten in einer Millionenstadt – ohne Berge und ohne Naturschnee. Was lange ungewöhnlich klang, ist in Shenzhen Realität geworden. Jetzt sogar auf Topniveau: Zum ersten Mal wurden in China offizielle FIS-Wettkämpfe in einer Indoor-Skihalle ausgetragen.

In Kürze:

  • Erste offizielle FIS-Rennen in einer Indoor-Skihalle in China.
  • Vier Slalomrennen wurden in Shenzhen ausgetragen.
  • Eine der größten Skihallen der Welt (ca. 100.000 m²).
  • Wichtiger Schritt für die Entwicklung des Wintersports in China.

Von der Trainingshalle zur Wettkampfbühne

Indoor-Skihallen gibt es schon länger – doch was jetzt in Shenzhen passiert ist, markiert einen neuen Meilenstein. In der riesigen Qianhai Snow World wurden vier offizielle Slalomrennen ausgetragen, bei denen FIS-Punkte gesammelt werden konnten. Damit ist klar: Indoor-Skifahren ist längst nicht mehr nur Training oder Freizeitspaß, sondern entwickelt sich auch in China zu einer ernstzunehmenden Bühne für internationale Wettkämpfe.

Eine der größten Skihallen der Welt

Die Anlage in Shenzhen gehört zu den größten Indoor-Skigebieten weltweit. Auf rund 100.000 Quadratmetern erwarten dich fünf Pisten, mehrere Lifte und Angebote für alle Levels – von AnfängerInnen bis Fortgeschrittene.

Die wichtigste Wettkampfpiste bringt folgende Werte mit:

  • Höhenunterschied: 83 Meter
  • Länge: 410 Meter
  • Maximale Steigung: 40 %

Das ist zwar deutlich kürzer als in den Alpen, reicht aber aus, um offizielle Rennen nach den Regeln der FIS durchzuführen.

Indoor-Rennen gab es schon – aber selten

Ganz neu ist das Konzept nicht: Auch in der SnowWorld Landgraaf wurden bereits FIS-Wettkämpfe ausgetragen, etwa im Snowboard-Weltcup. Und auch in Dubai fanden schon Indoor-Rennen statt – darunter ebenfalls Slalomwettbewerbe. Trotzdem bleibt Shenzhen ein besonderer Schritt, vor allem wegen der Größe der Anlage und der strategischen Bedeutung für China.

China investiert massiv in Wintersport

Die Rennen sind Teil einer langfristigen Strategie. Seit den Olympischen Winterspielen 2022 investiert China massiv in den Ausbau des Wintersports. Indoor-Anlagen spielen dabei eine zentrale Rolle – besonders in Regionen ohne natürliche Schneesicherheit. Rund um Shenzhen entsteht aktuell sogar ein Netzwerk solcher Skihallen. Gleichzeitig arbeiten Skiverbände aus Hongkong und Shenzhen enger zusammen, um Talente zu fördern und mehr Wettkämpfe zu ermöglichen. Damit zeigt sich: Der Wintersport wächst in China weiter – und Indoor-Skigebiete könnten dabei eine immer größere Rolle spielen.

3235 - Winter - Bettina

Über Bettina

Bettina ist seit 2021 Webredakteurin und fährt gerne die redaktionellen Hänge des Spalder Skiuniversums ab. Sie liebt das Freeriden und hat daher immer ein Auge auf die aktuelle Schneesituation und versorgt euch mit aktuellen (Neu-)schneeberichten. Neugierig macht sie das Verhalten von Touristen in Skigebieten und generell alle Skinews auf der ganzen Welt, die sie euch gerne frisch serviert.