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Österreich investiert Rekordsumme in Autobahnen und Tunnel

Autofahren im Schnee in Österreich

Österreich wird in diesem Jahr so viel in Autobahnen, Tunnel und digitale Infrastruktur investieren wie nie zuvor. Der Straßenbetreiber Asfinag stellt 2026 erstmals mehr als zwei Milliarden Euro für das Autobahnnetz bereit. Bis 2031 steigt das gesamte Bauvolumen sogar auf 12,5 Milliarden Euro.

Kurz zusammengefasst

  • Asfinag investiert 2026 mehr als zwei Milliarden Euro.
  • Bis 2031 sind Projekte im Umfang von 12,5 Milliarden Euro geplant.
  • Ein großer Teil fließt in die Instandhaltung bestehender Straßen und Tunnel.
  • Der Vignettenaufkleber verschwindet ab 2027 und die Vignette für Österreich wird vollständig digital.

Viele Straßen und Tunnel müssen saniert werden

Der wichtigste Grund für die Rekordsumme ist die alternde Infrastruktur. Große Teile des österreichischen Autobahn- und Tunnelnetzes sind inzwischen jahrzehntealt und müssen saniert werden. Fast zwei Drittel des gesamten Investitionsbudgets bis 2031 fließen in die Instandhaltung und Erneuerung bestehender Infrastruktur. Jedes Jahr stehen rund 350 große Bauprojekte auf dem Plan.

Große Tunnelprojekte stehen bevor

Eines der wichtigsten Projekte ist die umfassende Sanierung des Katschberg- und Tauerntunnels. Ab Herbst 2026 werden über einen Zeitraum von sechs Jahren insgesamt rund 25 Kilometer Tunnelröhren modernisiert. Für WintersportlerInnen sind das bekannte Namen: Beide Tunnel liegen auf wichtigen Routen Richtung Salzburger Land, Kärnten und Teilen Südösterreichs. Je nach Planung kann es in den kommenden Jahren zu Behinderungen kommen, auch wenn große Projekte in der Regel so wenig verkehrsbehindernd wie möglich umgesetzt werden.

Mehr Einnahmen durch Maut und Vignetten

Finanziert werden die Investitionen vor allem aus Maut- und Vignetteneinnahmen. Im Jahr 2025 legten Fahrzeuge insgesamt 33,1 Milliarden Kilometer auf dem österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetz zurück. Das war nur 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch stiegen die Mauterlöse deutlich: um 8,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Das liegt vor allem an indexierten Tarifen. Die Jahresvignette für Pkw wurde 2025 beispielsweise um 7,7 Prozent teurer und kostete damals 103,80 Euro.

Automaten digitale Vignette Österreich

Der Vignettenaufkleber verschwindet endgültig

Auch wichtig für WintersportlerInnen: 2026 ist das letzte Jahr, in dem der bekannte Vignettenaufkleber, liebevoll Pickerl genannt, noch erhältlich ist. Ab 2027 wird die österreichische Vignette nur noch digital erhältlich sein. Laut Asfinag sind inzwischen bereits rund 80 % der verkauften Jahresvignetten digital. Die Zahl der Verkaufsstellen und Automaten wird erweitert, damit es für AutofahrerInnen auch an der Grenze leichter ist eine digitale Vignette zu kaufen.

Auch Investitionen in Elektromobilität

Neben Straßen und Tunneln investiert Asfinag auch in die Ladeinfrastruktur. Langfristig sollen entlang der österreichischen Autobahnen alle 25 Kilometer Lademöglichkeiten für elektrische Lkw entstehen. Die ersten Ausschreibungen für Ladepunkte an 21 Standorten laufen bereits. Für UrlauberInnen mit Elektroauto kann sich das ebenfalls positiv auswirken, da der Ausbau der Ladeinfrastruktur oft breitere Auswirkungen auf das gesamte Angebot entlang der Autobahnen hat.

Ford Mustang Mach-E opladen in de sneeuw
© Spalder Media Group

Was bedeutet das für WintersportlerInnen?

Für WintersportlerInnen bedeutet das vor allem, dass Reisen durch Österreich in den kommenden Jahren häufiger von Baustellen betroffen sein können, vor allem auf Routen mit großen Tunnelprojekten. Gleichzeitig sollen die Investitionen für sicherere Tunnel, besseren Verkehrsfluss und modernere Infrastruktur sorgen. Wer 2026 oder 2027 mit dem Auto nach Österreich fährt, sollte vor der Abreise die aktuellen Baustellen prüfen und mögliche Verzögerungen an stark frequentierten Reisetagen einkalkulieren.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.