Von dieser italienischen Region haben wir in der vergangenen Skisaison auffallend oft in den Nachrichten gehört, häufig in Kombination mit sehr viel Schneefall! Die Skigebiete im Piemont blicken auf eine bemerkenswert starke Wintersaison zurück. Dank reichlich Schnee und guter Pistenbedingungen zog es mehr WintersportlerInnen in die verschiedenen Skigebiete als gewöhnlich. Vor allem im Westen der Region, wo an manchen Orten meterhoch Schnee lag, profitierten die Skigebiete von einem Winter, der in puncto Schneefall einiges zu bieten hatte.
Kurz zusammengefasst
- Piemont erlebte einen schneereichen Winter mit mehr als 2,5 Metern Schnee an einigen Orten.
- Große Skigebiete wie ViaLattea, Bardonecchia und Mondolè Ski verzeichneten steigende Besucherzahlen.
- Auch kleinere Skigebiete profitierten, wenngleich die Saison nicht überall reibungslos verlief.
Viel Schnee sorgt für einen starken Winter
In der Provinz Cuneo fiel in diesem Winter regelmäßig viel Schnee. Besonders in dem Gebiet zwischen den Maritimen Alpen und den Ligurischen Alpen wurden lokal Rekordmengen gemessen. Auch in der Provinz Turin waren die Bedingungen gut, während es im Norden des Piemont erst später winterlicher wurde. Dort verlief der Winterbeginn noch recht trocken, doch ab Ende Januar kam der Wintereinbruch und im Februar und März schneite es mehr als genug. Diese guten Schneebedingungen sorgten für eine starke Saison in mehreren großen Skigebieten im Piemont.
Mehr BesucherInnen in ViaLattea dank Schnee und internationalem Interesse
In ViaLattea, einem der bekanntesten Skigebiete der Region Piemont, stieg die Zahl der verkauften Tagestickets um ganze 12 %. Auch die Verkäufe bei Saisonkarten und Mehrtagesskipässen steigerten sich. Der Erlös aus den Skipässen, ohne Saisonkarten, lag bei über 38 Millionen Euro. Laut Betreiber Sestrieres SpA nimmt auch die Zahl der ausländischen Gäste zu. Dabei spielen neue Charterverbindungen unter anderem aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden eine wichtige Rolle. Dieser internationale Markt wird für die Region immer wichtiger.
Bardonecchia und Mondolè Ski profitieren ebenfalls
Auch Bardonecchia erlebte eine starke Saison. Die Einnahmen aus Skipässen stiegen dort auf 9,57 Millionen Euro, ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Erstbesuche lag bei über 403.000, was einem Anstieg von 18 % entspricht. Besonders gut lief der Verkauf von Tagestickets, mit einem Plus von 39 %.
In Mondolè Ski, zu dem Prato Nevoso, Artesina und Frabosa Soprana gehören, wurden mehr als 475.000 ErstbesucherInnen registriert. Insgesamt kam das Gebiet auf fast 5,9 Millionen Liftbewegungen (Scans an den Drehkreuzen). Auffällig ist das Wachstum beim Abendskifahren in Prato Nevoso, wo die Zahl der ErstbesucherInnen für das Nachtskifahren um 40 % auf mehr als 25.000 WintersportlerInnen stieg.
Auch kleinere Skigebiete verbuchten eine gute Wintersaison
Nicht nur die großen Namen profitierten von diesem starken Winter. In San Giacomo di Roburent verlief die Saison ohne Unterbrechungen aufgrund von Schneemangel, trotz fehlender Kunstschneeanlagen. In Viola St. Gréé wurden mehr als 10.000 BesucherInnen auf der Piste gezählt. Limone Piemonte verzeichnete einen Anstieg der Besucherzahlen um rund 40 %. Dort spielten neben dem Schnee auch die Wiedereröffnung des Colle di Tenda und die direkte Zugverbindung mit Turin eine Rolle. Außerdem meldete Alagna Valsesia auf der Piemont-Seite von Monterosa Ski ein Wachstum von 10 %. In Bielmonte-Oasi Zegna verzeichnete man sogar einen Besucheranstieg von 30 %.
Nicht überall verlief der Winter so positiv
Dennoch verlief die Saison im Piemont nicht überall ohne Probleme. In Macugnaga wurde der Winterbetrieb erheblich gestört, weil die Sessellifte von Belvedere aus technischen und bürokratischen Gründen nicht öffnen konnten. Hinzu kam die vorzeitige Schließung der Seilbahn zum Passo Moro, nachdem eine Kabine gegen die Bergstation gestoßen war und zehn Menschen verletzt wurden. Dadurch blieb das Angebot auf den Übungshang beschränkt.
Einer der besten Winter der vergangenen Jahre
Alles in allem scheint das Piemont einen seiner besten Winter seit Langem hinter sich zu haben. Die Kombination aus viel Schnee, einer guten Verteilung über die Saison und wachsendem internationalen Interesse sorgte in mehreren Gebieten für Zahlen, die seit Jahren nicht mehr gesehen worden waren.