11. Februar 2017 Von: Marlene in 'Reiseberichte'' | 0 Kommentare

Zwischen Rosengarten und Latemar liegt das Skigebiet Carezza/Karersee. Inmitten der eindrucksvollen Felsmassive der Dolomiten in Südtirol schlängeln sich die Pisten ins Tal. Bei super Wetter, einer guten Pistenqualität und vor dem besonderen Panorama macht das Skifahren doppelt so viel Spaß! Warum die anfänger- und familienfreundlichen Abfahrten auch für Fortgeschrittene zu empfehlen sind, was Carezza mit dem Vater der Schneekanonen zu tun hat und welche Highlights Sie auf keinen Fall verpassen sollten, verrät Ihnen Snowplaza Reporterin Marlene im Erfahrungsbericht.

9:03 Uhr: Einstieg in die Gondel

Direkt nach dem Frühstück geht es zur Talstation in Welschnofen. Das Wetter sieht vielversprechend aus. Nur hier und da hängen noch vereinzelt kleinere Wolken im Tal, die sich allerdings im Laufe des Tages auflösen werden. Über die Sesselbahn geht es schließlich ganz nach oben zur Laurin Lounge. Mit einem sanften Schubs, den der Lift mir noch mitgibt, weil ich nicht rechtzeitig aus der Bahn gefahren bin, rutsche ich auf das eindrucksvolle Felsmassiv des Rosengarten zu. Auf der anderen Seite offenbart sich ein großartiger Blick über das komplette Eggental hinweg.

Skifahren am Fuße von Rosengarten und Latemar

Skifahren am Fuße von Rosengarten und Latemar

10:32 Uhr: Die beste Anfängerpiste der Alpen

Einhundertdreiundsiebzig Fotos später steht endlich die erste Abfahrt an. Die Pisten sind gut – man könnte fast schon von „perfekt“ sprechen. Auch, wenn „perfekt“ für jeden etwas anderes bedeutet. Der Untergrund ist griffig, nicht zu hart und es gibt keine einzige eisige Stelle. Zur anderen Seite des langgezogenen Skigebiets geht es über die lange, blaue Abfahrt 30. Für Anfänger ist die leichte Neigung ideal und auch Fortgeschrittene können auf diesem Stück ganz bewusst an ihrer Technik arbeiten. Weil‘s so schön ist, nehme ich die gleich noch ein zweites Mal.

11:00 Uhr: Ab in den Snowpark

Nach ein paar richtig guten Carvingschwüngen geht es zum Snowpark, ohne überhaupt einen einzigen Trick zu beherrschen. Die Skischulkinder sind da schon um einiges besser. Mühelos springen 6-jährige unter der Anweisung des Skilehrers über die kleinen Kicker und Boxen. Für Freeskier und Snowboarder, die schon länger im Funpark unterwegs sind, gibt es nebenan auch noch eine schwierigere Line.

Die Dolomiten stets im Blick

Die Dolomiten stets im Blick

11:24 Uhr: Einkehrschwung auf der Moser Alm

Am anderen Ende des Skigebiets Carezza Ski ist die Aussicht mindestens genauso so super. Die schwarze Piste, die vom Fuß des Rosengartens aus ins Tal führt, ist steil. Zu steil für den einen oder anderen. In dem ansonsten anfängerfreundlichen Gebiet gibt es also durchaus ein paar herausfordernde Abfahrten. Im Anschluss an die kleine Konditionsprüfung knurrt der Magen. Mittagszeit! Im Berghotel Moseralm werden Schlutzkrapfen bestellt. Mehr zufällig als geplant treffe ich dabei auf prominente Gesellschaft.

12:38 Uhr: Der Vater der Schneekanonen

Mir gegenüber nimmt ein Herr Platz, der nicht nur Eigentümer des Hotels und der Liftanlagen ist, sondern der auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir ohne Niederschlag auf den Pisten der Alpen fahren können. Georg Eisath hat ab 1985 die Schneekanonen entwickelt, die heute auf sämtlichen Pisten der Alpen im Einsatz sind. Zwar gab es bereits zuvor Schneekanonen, doch waren diese sehr wetterabhängig. Bei seinen Entwicklungsversuchen, die anfangs in der Garage stattfanden, entstand schließlich die erste Schneekanone, wie wir sie heute kennen. Kein Wunder also, dass im Heimat-Skigebiet von Georg Eisath insgesamt 170 Beschneiungsanlagen stehen.

Die wohl beste Anfängerpiste der Alpen liegt in Carezza Ski

Die wohl beste Anfängerpiste der Alpen liegt in Carezza Ski

13:57 Uhr: Eine Nonne auf der Piste

Nach dem interessanten Gespräch mit Georg Eisath geht es wieder auf die Pisten von Carezza Ski. Allein auf einer Abfahrt komme ich dabei an vier Skischulgruppen vorbei. Aus dem Lift heraus können noch einige weitere beobachtet werden. Carezza Ski ist nicht umsonst als eines der familien- und anfängerfreundlichsten Skigebiete bekannt. Dann nehme ich aus dem Augenwinkel noch etwas wahr. Eine Gestalt im langen Gewand fährt im schönen, sportlichen Kurzschwung die Piste hinunter. Erst bei näherem Hinsehen wird mir klar: Das ist eine Nonne! Und die ist in voller Montur samt Gewand und Schleier unterwegs.

16:30 Uhr: Der schönste Sonnenuntergang der Alpen

Ein letztes Mal geht es mit der Bahn nach oben. Noch einmal fahre ich bis zur Laurin Lounge. Die Dämmerung hat das Licht bereits gedämpft. Vereinzelt sind Wolken am Himmel und direkt vor mir geht die Sonne unter. Das Tal ist rot erleuchtet und die Gipfel der umliegenden Berge glänzen in den letzten Sonnenstrahlen. Das ist Abendstimmung vom Feinsten und der perfekte Abschluss für einen tollen Skitag in Carezza Ski.

Sonnenuntergang mit Blick auf den Latemar und ins Eggental

Sonnenuntergang mit Blick auf den Latemar und ins Eggental

Praktische Tipps zu Carezza Ski

Carezza Ski ist ein anfänger- und familienfreundliches Skigebiet. Unter den insgesamt 41 Pistenkilometern sind viele blaue, breite Pisten, auf denen sich nicht nur Anfänger wohlfühlen. Für Familien stehen vier Kinderländer bereit und die skierfahreneren Eltern können die schwarzen Abfahrten vor den eindrucksvollen Felsmassiven genießen. Ein Abstecher lohnt auch nach Obereggen, das bei fortgeschrittenen Skifahrern sehr beliebt ist und nur wenige Autominuten von Carezza Ski entfernt liegt. Mehr dazu >

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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