21. Januar 2017 Von: Christian in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel ist das größte Skirennen der Welt. Das Medieninteresse bei der Abfahrt ist größer als bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften oder den Skiwettbewerben der olympischen Winterspiele. Selbstverständlich ist auch Snowplaza in Kitzbühel vor Ort. Einige Rennläufer haben eine ganz besondere Beziehung zur Streif und manchen scheint die Strecke regelrecht zu liegen. Snowplaza Reporter Christian hat echte Kitzbühel-Spezialisten und unsere deutschen Hoffnungen im Vorfeld zum Hahnenkammrennen 2017 getroffen und stellt neun besondere Skirennläufer vor, die am Samstag die Streif bezwingen.

1. Matthias Mayer (AUT)

Ganz oben auf die Liste der Kitzbühelspezialisten steht seit Freitag Matthias Mayer. Der Österreicher gewann den SuperG einen Tag vor dem legendären Abfahrtsrennen und zählt somit zum absoluten Favoritenkreis für das Hahnenkammrennen. Nach seinem Sieg beschreibt Mayer die Strecke als „so eisig und ruppig wie nie zuvor“ und fügte mit einem coolen Grinsen an, die Rennstrecken genau in diesem Zustand zu lieben.

2. Peter Fill (ITA)

Peter Fill ist bereits zum zwölften Mal am Hahnenkamm am Start. Richtig perfekt lief es aber erst bei der Abfahrt 2016. Etwas überraschend holte sich der sympathische Südtiroler im vergangenen Jahr den Sieg. Mit seinem siebten Platz im SuperG am Freitag bestätigte er seine gute Form und ist für den Sieg auf der Streif erneut ein heißer Kandidat.

3. Kjetil Jansrud (NOR)

Der schnelle Norweger dominiert in dieser Saison die Speed-Disziplinen Abfahrt und SuperG. Von sieben Rennen konnte Jansrud bisher vier gewinnen. Hinzukommt, dass er die Ideallinie am Hahnenkamm genau kennt, schließlich konnte er die Abfahrt 2015 bereits gewinnen.

4. Hannes Reichelt (AUT)

Eine ganz besondere Beziehung zur Streif hat auch Hannes Reichelt. Noch zwei Minuten vor seinem Start bei der Abfahrt 2014 überlegte er, die Skier abzuschnallen und nicht zu starten. Extreme Rückenschmerzen plagten ihn seit Monaten. Doch Reichelt startete – und er gewann! Einer der schönsten Momente seiner Karriere wie er selbst sagt, trotzdem blieb auch ein Beigeschmack. Der Rücken verschlechterte sich und Reichelt musste zwei Tage später operiert werden. Reichelt ist auch 2017 wieder am Start, dieses Mal ohne Schmerzen.

5. Christof Innerhofer (ITA)

Auch Christof Innerhofer war bereits mehrmals ganz vorne mit dabei auf der Streif, auch wenn es bisher noch nie für einen Podestplatz bei der Abfahrt gereicht hat. Der Südtiroler kommt gerade von einer Verletzung zurück, sorgte aber mit Platz zwei im SuperG am Freitag für eine Überraschung und gehört somit auch zum Kreis der Kitzbühelspezialisten.

6. Steven Nyman (USA)

Ein ähnliches Auf und Ab erlebt Steven Nyman 2017 in Kitzbühel. Er gewann das erste Abfahrtstraining am Mittwoch überraschend. Einen Tag später stürzte er, kam aber unverletzt davon. Im SuperG am Freitag zeigte er eine beherzte Fahrt – ist er der nächste tragische Held von Kitzbühel?

7. Josef Ferstl (GER)

Eine im wahrsten Sinne des Wortes familiäre Beziehung zur Streif hat auch der deutsche Josef Ferstl. Sein Vater gewann die Abfahrt in den Jahren 1978 und 1979. In den vergangenen Jahren lief es am Hahnekamm für den Junior noch nicht so gut, im letzten Jahr fehlte er verletzt. Nach der Verletzung ist Ferstl jedoch bereits wieder in Top-Form und schaffte am Freitag als bester Deutscher Platz 8 im SuperG. Bei der Abfahrt hat er die nächste Chance in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und Geschichte zu schreiben.

8. Andreas Sander (GER)

Neben Josef Ferstl geht auch noch Andreas Sander für Deutschland an den Start. Er hat Snowplaza bereits vor den Rennen in einem Interview erzählt, was seiner Meinung nach die Streif so besonders macht. Nach der schwachen Leistung im SuperG will er in der Abfahrt beweisen, was er drauf hat. Wie fast jeder Abfahrer träumt auch er davon irgendwann eine eigene Gondel in Kitzbühel zu bekommen.

9. Hans Knauß (AUT)

Nicht mehr zu den aktiven Athleten gehört Hans Knauß und trotzdem ist er immer noch mitten drin statt nur dabei. Der Österreicher konnte die Streif 1999 gewinnen und ist mittlerweile als Kamerafahrer für die spektakulären Aufnahmen im österreichischen Fernsehen verantwortlich. Er bewältigt die Strecke ohne Skistöcke, dafür mit einer Kamera die er in den Händen halten muss. Wie viele andere frühere Athleten gehört er zu den absoluten Publikumslieblingen in Kitzbühel.

Wer wird Streif-Spezialist beim Hahnenkammrennen 2017?

Wer 2017 auf der Streif die Nase vorne hat, ist kaum einzuschätzen. In den letzten vier Jahren gab es vier verschiedene Sieger. Entscheidend wird sein, wer den Mut hat die Strecke nicht nur herunter zu fahren, sondern richtig zu attackieren. Dabei gilt es die richtige Dosis an Risiko zu finden, denn der Sieg und eine unsanfte Landung in den Fangnetzen liegen in Kitzbühel näher beieinander als auf allen anderen Rennstrecken im alpinen Skiweltcup. Am Samstagnachmittag werden wir wissen, wie der nächste Streif-Spezialist heißt.

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Servus, ich bin Christian. Ich bin an der bayerisch-österreichischen Grenze direkt am Alpenrand aufgewachsen und mit meiner Heimat eng verbunden. Die Lust auf Berge - Sommer wie Winter - wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt.

 
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