16. Dezember 2016 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 2 Kommentare

So lustig der Abend in der Après-Ski Bar gewesen ist, so unschön ist der nächste Morgen, wenn Skifahrer feststellen, dass die eigenen Haare und die Kleidung nach Rauch riechen. Manche Bars sind derartig verqualmt, dass die Augen anfangen, zu tränen. Zahlreiche europäische Länder haben daher schon seit längerem das Rauchen in öffentlichen Restaurants, Bars und Clubs verboten. In Österreich war das bisher nicht der Fall. Erst jetzt hat sich der Nationalrat für ein Rauchverbot ausgesprochen. Snowplaza zeigt, was es über das Rauchverbot beim Après-Ski in den Alpen zu wissen gibt.

Österreich führt Rauchverbot in Lokalen ein

Österreich war eine der letzten Raucher-Festungen in Europa, bis jetzt. Das Parlament in Wien entschied für ein Rauchverbot, das ab Mai 2017 gültig sein wird. Demnach sind die Skisaisons gezählt, in denen rauchende Skifahrer und Snowboarder noch in Après-Ski Bars und Clubs in den Skigebieten in Österreich ihre Zigaretten anzünden dürfen. Das Verbot gilt auch für E-Zigaretten und Wasserpfeifen. Bisher war es noch möglich, einen separaten Raucherraum im Lokal zu benutzen. Gastronomiebetriebe, die schon bis 1. Juli 2016 auf völlige Rauchfreiheit umstellten und zuvor Geld für Raucherräume ausgegeben hatten, erhielten Entschädigungen.

Ab Mai 2018 müssen Zigaretten beim Après-Ski draußen bleiben (c) Flachau

Rauchen beim Après-Ski in Österreich trotz Verbot

Bislang dürfen größere Gaststätten in Österreich noch separate Raucherräume haben, solange im „Hauptraum“ ein Verbot durchgesetzt wird. Allerdings kam es immer häufiger vor, dass es vor allem in Après-Ski-Bars, besonders, wenn sich der Tresen im „Hauptraum“ befand, mit dem Rauchverbot nicht so genau genommen wurde. Viele Lokale in den Skiorten ließen Touristen trotz Verbot weiter rauchen. Gemäß von Schätzungen von Nichtraucheraktivisten hielten sich knapp 80 Prozent der Gastwirte an die Regeln.

Rauchverbot in Deutschland: Gesetz per Bundesland

In Deutschland gibt es kein einheitliches Rauchverbot. Jedes Bundesland hat sein Nichtraucherschutzgesetz. In Bayern, wo die meisten deutschen Skigebiete liegen, gilt das strikteste Rauchverbot in ganz Deutschland. Seit August 2010 ist das Qualmen in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten verboten. In Sachsen gilt hingegen ein lockeres Rauchverbot seit Februar 2008. Abgetrennte Raucherräume sind in der Gastronomie, nicht aber in Diskotheken möglich. In inhabergeführten Ein-Raum-Gaststätten darf vorerst weiter geraucht werden.

Rauchverbot in der Schweiz: Mögliche Verschärfung

Ab 1. Mai 2010 wurde das Rauchen in der ganzen Schweiz durch den Bundesrat in den meisten Restaurants und Bars, aber auch in geschlossenen öffentlichen sowie in Arbeitsräumen verboten. Ausnahmen sind aber möglich. Etwa können weniger als 80 Quadratmeter große Betriebe als Raucherlokale zugelassen werden. Derzeit debattiert die Schweiz über ein verschärftes Gesetz, das 2018 in Kraft treten soll.

Rauchverbot in Tschechien: Letztes Raucherrefugium

Während ganz Europa mehr oder minder strenge Rauchergesetze erlässt, bleibt ein Land davon gänzlich verschont. In den Skigebieten in Tschechien können Skifahrer und Snowboarder noch überall rauchen, wo sie möchten. Es ist das einzige europäische Land, in dem das Rauchen in Restaurants und Bars uneingeschränkt erlaubt ist - und das wird auch erst einmal so bleiben. In Tschechien ist ein lange vorbereitetes Anti-Raucher-Gesetz im Parlament durchgefallen. Nun drohen EU-Subventionskürzungen.

Rauchverbot in Italien: Empfindliche Geldstrafen

In Italien gilt seit 2005 in allen öffentlichen Gebäuden sowie Gaststätten und Büros ein striktes Rauchverbot. In ausgewiesenen Raucherzonen und im Freien ist das Rauchen erlaubt. Allerdings gibt es in den Skigebieten in Italien nur sehr wenige Raucherzonen in Lokalen und Restaurants. Dies liegt an den strengen Vorschriften, die für Raucherzonen gelten. Anfang 2016 verschärfte Italien seine Rauchergesetze nochmals und setzte Geldstrafen bis zu 550 Euro fest.

Keine Aschenbescher auf dem Tisch in Südtirol, (c) Luislkeller Wolkenstein

Die besten Skigebiete für Après-Ski

Das neue Rauchgesetz in Österreich wird im Mai 2018 in Kraft treten. Damit haben Skifahrer und Snowboarder, die beim Après-Ski gerne rauchen möchten, noch zwei Skisaisons lang Gelegenheit dazu. Skifahrer, die das Rauchen hingegen stört, müssen noch mindestens zwei Jahre durchhalten, bevor sie beim Feiern nach dem Skifahren frei atmen können. Und gefeiert wird beim Après-Ski in Österreich viel. Ischgl, Sölden oder Saalbach-Hinterglemm gehören zu den Hotspots der Szene. Doch auch in anderen Ländern gibt es stimmungsvolle Hütten. Es gibt also viele Möglichkeiten auch ohne Rauch das Après -Ski zu zelebrieren. Mehr dazu >

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Kommentare

Von: Josef Mairinger am 17. Dezember 2016

In Österreich gilt das generelle Verbot ab Mai 2018 und in der Schweiz gelten wie in Deutschland in den Kantonen unterschiedliche Gesetze, nur wenige Kantone erlauben Raucherbars.



Von: Jose Mairinger am 17. Dezember 2016

Außerdem wurde in Tschechien gerade für ein generelles Rauchverbot gestimmt, es soll zum Weltnichtrauchertag 2017 in Karft treten.



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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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