Langlaufen ist eine großartige Ergänzung zum Skifahren, egal für welche Technik man sich entscheidet. Während Skating schneller ist, ist die klassische Technik leichter zu erlernen. Je nach Stil kommen unterschiedliche Langlaufski, -bindungen, -schuhe, -stöcke und Wachsarten in Frage. Um den Überblick zu behalten, hat Snowplaza die besten Tipps fürs Langlaufen zusammengestellt. Außerdem zeigen wir die schönsten Loipen, Skilanglauf-Events und die besten Skigebiete zum Langlaufen.
1. Skilanglauf macht fit und ist günstiger
Langlaufen eignet sich als ausgezeichneter Fitmacher. Skilanglauf wirkt kräftigend und konditionsbildend zugleich. Fast alle Muskelgruppen des Körpers werden angesprochen. Langlaufen bringt sogar einige Vorteile gegenüber dem alpinen Skiurlaub mit. Es ist günstiger und es wird weniger Material und Schnee benötigt. Außerdem muss man zum Skilanglauf nicht unbedingt den langen Weg bis in die Skigebiete der Alpen antreten.
2. Losgleiten im Loipenparadies Davos Klosters
Die Feriendestination Davos Klosters gilt als wahres Langlauf-Eldorado – mit über 175 Loipenkilometern (über 100 Kilometer klassische und mehr als 75 Kilometer Skating-Loipe) ist für alle etwas dabei. Vom Weltcup-erprobten Profi bis zur entspannten Genusssportlerin finden hier alle ihre Lieblingsstrecke. Die bestens präparierten Loipen führen durch verschneite Wälder, entlang glitzernder Bäche und hinein in ruhige, sonnige Seitentäler mit traumhaftem Alpenpanorama. Besonders beliebt sind das Flüelatal und die romantischen Routen rund um Wolfgang. Wer mit Hund unterwegs ist, freut sich über spezielle Hundeloipen. Und für alle, die gern stilvoll entspannen: Mit dem Après Nordic bietet Davos Klosters das erste Langlauf-Après-Ski der Schweiz – mit Glühwein, DJ und Lagerfeuer direkt an der Loipe.
3. Besondere Langlauf-Skigebiete in den Alpen
Wer in puncto Schnee auf Nummer sicher gehen will, hat in den Alpen immer noch die besten Karten. Zu den besten Langlauf-Skigebieten zählt St. Moritz mit 220 Kilometern hochalpiner Loipen. Auch in Ramsau am Dachstein stehen rund 200 Loipenkilometer mit einer Höhenlage bis 2.700 Metern zur Verfügung. Das wohl schönste Langlauf-Skigebiet ist die Seiser Alm mit großartiger Aussicht auf die Dolomiten. Zu den Top Langlauf-Skigebieten >
4. Tolle Langlauf-Skigebiete im Mittelgebirge
Allein in den Mittelgebirgen stehen tausende Kilometer verschiedener Loipennetze zur Verfügung. Besonders attraktiv sind zum Beispiel die Schwarzwaldhochstraße bei Kniebis, der abwechslungsreiche Thüringer Wald rund um Oberhof oder Bischofsmais im schneesicheren Bayerischen Wald. Ein Tipp für Skilangläufer ist auch das Riesengebirge in Tschechien und Polen. Spindlermühle und Szklarska Poreba heißen die Top-Ziele.
5. Die besten Loipen in den Alpen
Zu den Leckerbissen im Skilanglauf zählen die Loipen auf dem Hochplateau in der Olympiaregion Seefeld, die Bayerwaldloipe bei Bayerisch Eisenstein oder die berühmte Marcialonga-Loipe im Val di Fiemme (Fleimstal), auf der das kultige Marcialonga-Rennen ausgetragen wird. Unbedingt ausprobieren sollten Langläufer den Rennsteig, den mit rund 170 Kilometern längsten Fernskiwanderweg in Mitteleuropa.
6. Tipps zur klassischen Technik
Der klassische Langlaufstil ist einfach zu erlernen, das richtige Material vorausgesetzt. Der Bewegungsablauf kommt dem des Gehens mit Stöcken sehr nahe. Auf jeden Abdruck erfolgt jedoch noch eine kurze Gleitphase. Hauptunterschied zum Skating ist, dass die Langlaufski (meistens) parallel in einer Loipe geführt werden. Die wesentlichen Techniken bei der klassischen Skilanglauf-Technik sind Diagonalschritt, Grätenschritt und Doppelstockschub.
7. Tipps zum dynamischen Skatingstil
Die Skating-Langlauftechnik erinnert an Inlineskating. Sie ist schneller als die klassische Technik. Eine Loipe ist nicht nötig, wird aber bei der Abfahrt gerne mitbenutzt. Sowohl beim klassischen Stil als auch beim Skating unterstützt die Arm- und Stockbewegung den Beinabdruck. Die wesentlichen Technik-Elemente beim Skating sind Schlittschuhschritt, Armschwungtechnik, Eintakter, Führarmtechnik und Diagonalskating.
8. Unterschiede beim Langlaufski
Langlaufskier sind deutlich schmaler als Alpinski. Aber auch innerhalb der eigenen Gattung gibt es einige Unterschiede. Ein Skatingski verfügt über eine durchgehend glatte Lauffläche und eine spezielle Skatingbindung, die bewegungsspezifischen Halt gibt. Ein klassischer Ski ist länger, verfügt über eine Steigzone, die entweder mit Schuppen oder Steigwachs ausgedeckt ist und bietet mehr Flexibilität in der Bindung.
9. Die richtige Skilänge finden
Je nach Laufstil, Körpergröße, Gewicht und Ambitionen variiert die Länge von Langlaufskiern. Grundsätzlich sollten Skatingski etwa in der Länge der Körpergröße plus 10 cm gewählt werden, Klassik-Ski plus 20 cm. Schwere Menschen können nochmals 5 cm dazu addieren, leichte wiederum 5 cm abziehen. Generell gilt, dass kürzere Langlaufskier einfacher zu beherschen sind, jedoch schlechter gleiten und spurtreu sind.
10. Langlaufski kaufen oder leihen?
Wer einmal Gefallen am Langlaufen gefunden hat, sollte sich eine eigene Skilanglauf-Ausrüstung zulegen. Einsteiger-Komplettsets gibt es bereits ab 150 Euro. Tipp: Um mit Klassik-Skiern beim Abdrücken nicht wegzurutschen, muss die Steigfläche unter Belastung greifen, in der Gleitphase nicht. Beim Kauf oder Ausleihen einfach ein Blatt Papier unter Ski und Boden schieben. Nur beim Belasten sollte das Papier festklemmen.
11. Langlaufschuhe und Bindung
Bei der klassischen Technik haben die Langlaufschuhe eine weichere Sohle als beim Skating. Beim Kauf der Schuhe sollte man unbedingt darauf achten, dass diese mit dem Bindungssystem der Ski kompatibel sind. Im Zweifel beim jeweiligen Händler nachfragen. Dabei ist der (deutlich weichere) Langlaufschuh im Gegensatz zum Alpinski nur mit der Fußspitze an der Bindung befestigt. Die Ferse bleibt flexibel.
12. Faustregel für Langlaufstöcke
Langlaufstöcke sind dünner, leichter und steifer als Alpinskistöcke. Auch die Stocklänge variiert je nach Körpergröße, Technik und Fahrkönnen. Als Faustregel gilt je nach Können und Ambitionen: Achsel- bis Schulterhöhe für die klassische Technik, und Kinn- bis Nasenhöhe für die Skatingtechnik.
13. Langlaufski richtig wachsen
Sowohl Klassik- als auch Skatingski sollten regelmäßig mit Gleitwachs behandelt werden. Es erhöht die Gleitfähigkeit und Schnelligkeit der Ski. Klassik-Skier (ohne Schuppen) müssen außerdem noch mit einem Steigwachs bearbeitet werden, damit der Ski beim Abstoßen am Schnee haften bleibt. Je nach Temperatur, Feuchtigkeit und Körnung des Schnees sollte zu unterschiedlichen Wachsen gegriffen werden.
14. Weltcup, Events und Wettkämpfe im Skilanglauf
Neben zahlreichen Weltcup-Events wie dem Biathlon-Spektakel in Oberhof mit bis zu 100.000 Zuschauern, gibt es auch zahlreiche Volksläufe in den nordischen Disziplinen. Der Engadin Skimarathon in St. Moritz ist das größte Skilanglauf-Event in der Schweiz. Interessant dürfte auch der Volksbiathlon in Hochfilzen im Pillerseetal sein. Tipp zum Vormerken: Die Nordische Ski-Weltmeisterschaft findet in Trondheim, Norwegen, vom 22. Februar bis 9. März 2026 statt.
- Lesetipp 1: Weltcup-Saison Nordische Kombination
- Lesetipp 2: Weltcup-Saison Langlaufen
15. FIS-Verhaltensregeln beachten
Der Deutsche Skiverband hat für Skilangläufer einige Verhaltensregeln aufgestellt, die es beim Skilanglauf zu beachten gilt. Es sollte zum Beispiel immer in der rechten Spur gelaufen werden. Bei Begegnungen und beim Überholen sollen die Stöcke zudem eng am Körper gehalten werden, um niemanden zu verletzten. Und bei Gegenverkehr hat der abfahrende Langläufer immer Vorrang, der andere muss ausweichen. Zu den FIS-Regeln für den Winterurlaub >
Schon gewusst? Die Geschichte des Skilanglaufs
Langlaufen gehört zu den ältesten Wintersportarten der Welt. Schon vor tausenden von Jahren schnallten sich die Nordvölker Europas Gleitbretter aus Holz unter die Füße, um sich auf Schnee fortzubewegen und zu jagen. Weil Langlaufen in den skandinavischen Ländern am tiefsten verwurzelt ist, wird es auch als nordische Disziplin definiert. Seit den ersten olympischen Winterspielen in Chamonix 1924 ist Langlaufen (klassisch) olympisch. Erst in den 80er-Jahren schaffte es auch die Skatingtechnik ins olympische Programm.
Nützliche Informationen fürs Langlaufen
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