29. August 2020 Von: Maria in Auto & Verkehr

Skifahren in der Schweiz ist ein teures Vergnügen. Das liegt nicht nur an den Skipasspreisen, sondern auch an teureren Unterkünften, kostenintensiver Verpflegung und nicht zuletzt an der Vignette. Skifahrer, die über die Schweizer Autobahnen anreisen, müssen nämlich zwangsläufig eine Vignette kaufen und Maut bezahlen. Doch wie teuer ist die Schweizer Vignette 2020? Wo gibt es sie zu kaufen? Und wie lange ist sie gültig? Snowplaza verrät alles, was es über die Vignette in der Schweiz zu wissen gibt, berichtet, in welchen weiteren Ländern Maut fällig ist und nennt weitere Kosten, die auf Skifahrer zukommen.

So viel kostet die Vignette in der Schweiz 2020

Im Gegensatz zu den österreichischen Vignetten, die es für die Zeiträume 10 Tage, 2 Monate oder das ganze Jahr gibt, gibt es in der Schweiz nur die Jahresvignette. Gültig ist die Jahresvignette 2020 ab dem 01. Dezember 2019. Ab diesem Zeitpunkt gilt sie insgesamt 14 Monate und läut am 31. Januar 2021 aus. Die Farbe der neuen Vignette ist rot mit weiß abgesetzter Jahreszahl. Die Kosten für die Jahresvignette liegen bei 40 CHF. Damit ist sie nicht teurer geworden, aber für Deutsche aufgrund eines schlechteren Wechselkurses trotzdem im Preis gestiegen. Umgerechnet müssen nun ca. 38,- € gezahlt werden, im Vorjahr waren es ca. 36,50 €. Seit dem Jahr 1995 ist die Vignette, abgesehen vom Umrechnungskurs, nicht teurer geworden.

Autobahnvignette online kaufen

Die Vignette für 2020 kann man in der Schweiz unter anderem an Poststellen und Tankstellen erwerben. Auch in Deutschland ist die Vignette an vielen Tankstellen erhältlich. Außerdem kann sie beispielsweise über die Seite des ADAC bestellt und online erworben werden. Anders als in Österreich gibt es in der Schweiz noch keine digitale Vignette. Aktuell wird allerdings über die Einführung einer solchen E-Vignette diskutiert. Die Einführung wird nach jetzigen Berichterstattungen jedoch noch etwas auf sich warten lassen.

Zusätzliche Kosten auf dem Weg ins Skigebiet

Im Winter sind in der Schweiz viele Passstraßen durch die enormen Schneemengen nicht befahrbar. Eine Alternative bieten die sogenannten Autoverlads. Hierbei werden die Fahrzeuge auf einen Zug verladen. Diese Autozüge bringen Fahrzeuge und Fahrer dann durch Eisenbahntunnel von A nach B. Bei einigen Autoverlads bleiben die Fahrer im Auto sitzen, bei anderen nehmen die Insassen in extra angehängten Personenwaggons Platz. Die Nutzung des Autoverlads ist gebührenpflichtig. So kostet beispielsweise der Autoverlad Furka für die Matterhorn Gotthardbahn im Winter für PKWs 33 CHF. Auch Tunnel, wie zum Beispiel der Große St. Bernhard-Tunnel, der Martigny in der Schweiz mit Aosta in Italien verbindet, können extra Maut kosten.

Wo muss ich noch Maut bezahlen?

Nicht nur auf Schweizer Autobahnen ist Maut fällig. Auch in Österreich müssen Skifahrer bezahlen, sobald sie die Autobahn für die Anreise ins Skigebiet verwenden. Die 10-Tages-Vignette 2020 kostet 9,40 €. Die Jahresvignette kostet in Österreich übrigens 91,10 Euro. In Italien und Frankreich ist ebenfalls eine Maut fällig. Allerdings gibt es hier keine Vignette zum Kleben. Stattdessen wird die tatsächlich zurückgelegte Strecke auf der Autobahn abgerechnet. Im Durchschnitt liegt der Preis für jeden gefahrenen Kilometer auf der mautpflichtigen Straße bei 7 Cent. 

Hi, ich heiße Maria und bin das ganze Jahr über in den Bergen unterwegs. Im Winter berichte ich für Snowplaza über alle Neuigkeiten zum Thema Skifahren, reise viel und erzähle von meinen Erfahrungen auf meinem Lieblingsbrett.

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