1. November 2018 Von: Marlene in 'News''

Abseits der markierten Skipisten herrscht auch im Skigebiet Lawinengefahr. Wer die Skipiste verlässt, sollte immer die entsprechende Notfallausrüstung mitführen und Bescheid wissen, wie man sich im Ernstfall zu verhalten hat. Um das Bewusstsein für alpine Gefahren und Lawinenabgänge zu schärfen, werden sogenannte "snow & alpine awareness camps" kostenlos angeboten. Jetzt stehen die Termine für die kommende Wintersaison fest. Snowplaza berichtet über den Ablauf eines Lawinencamps und informiert über die Termine in den verschiedenen Skigebieten.

Kostenlose Lawinenamps seit 20 Jahren

Die Initiative

Trailer zu den SAAC Basic-Camps

Für wen sind die Lawinencamps?

Ich blicke mich um. Um mich herum sind Menschen aller Alterklassen. Einige gehen augenscheinlich noch zur Schule. Manche sind mit ihren Eltern gekommen. Andere Grüppchen sind bereits älter und tragen das eine oder andere graue Haar zur Schau. Hin und wieder ordne ich Teilnehmer gedanklich aufgrund ihres Kleidungsstils als Snowboarder ein, andere sehen hingegen aus wie extreme Hochtourengeher und dann gibt es noch jede Menge "normale" Skifahrer. Alle haben eins gemeinsam: Sie wollen mehr lernen über die realen Gefahren am Berg und mehr darüber erfahren, wie man zu reagieren hat.

So läuft das Camp ab

Der erste Teil des Kurses ist abends. Zwei Berg- und Skiführer stehen auf der Bühne und halten den Theorieteil. Hin und wieder mache ich mir Notizen. Wir lernen verschiedene Live-Test im Schnee

Am nächsten Tag gilt es dann das theoretische Wissen anzuwenden. Aufgeteilt in Gruppen geht es mit Skiausrüstung und LVS-Ausrüstung in der Gondel nach oben. Die Skiführerin, die meine Gruppe anleitet, versteckt ihr LVS-Gerät. Wir müssen suchen. In Zick-Zack-Linien nähern wir uns dem vergrabenen Gegenstand, suchen den Punkt, an dem er uns am nächsten ist und greifen dann nach der Sonde. Einmal schütteln, schon ist der Fiberglasstab einsatzbereit. Schneckenförmig sondieren wir den Untergrund, bis wir auf Widerstand stoßen. Ein gutes Zeichen. Da müssen wir buddeln! Und das ist anstrengend. Der Schnee ist schwer. Das Loch muss ausreichend groß sein, um einen Verschütteten bergen zu können. Ich komme ins Schwitzen.

Die ersten Termine sind bereits ausgebucht

Die Übungssituation erfordert einen klaren Kopf, strukturiertes Handeln und jede Menge Kraft. In einer Notsituation reagiert es sich also leichter, wenn man die Abläufe zuvor bereits trainiert hat und abrufen kann. Um selbst an einem der Camps teilzunehmen, müssen Sie schnell sein. Für den Winter 2018 / 2019 sind

Teilnehmer des SAAC-Camps im Einsatz © SAAC / Daniel Hug

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

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