14. Januar 2019 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Es muss nicht immer Skifahren sein. Auf einer Winterwanderung durch Schnee und Eis lernen Wintersportler die Bergwelt von Oberstdorf-Kleinwalsertal aus einer anderen Perspektive kennen. Viele Wanderungen starten direkt an den Bergstationen. Dadurch erspart man sich beim Wandern den Aufstieg und die Tour beginnt direkt mit Panorama. Am Nebelhorn, Söllereck und Fellhorn sowie am Ifen gibt es je nach Anspruch kürzere und längere präparierte Winterwanderstrecken. Snowplaza stellt die fünf schönsten Winterwanderungen im Skigebiet Oberstdorf-Kleinwalsertal vor, die mit der Bergbahn erreichbar sind.

Winterwandern in Oberstdorf-Kleinwalsertal

Rund um das grenzübergreifende Skigebiet Oberstdorf-Kleinwalsertal gibt es weit über 100 km an präparierten Wanderwegen zu entdecken. Einige Touren starten direkt an der Bergstation der Skiberge. So gibt es zum Beispiel am Nebelhorn eine kurze Höhenwanderung. Zwar sind die Winterwanderwege präpariert, doch sollten Wanderer auf ein gutes Schuhwerk acht geben. Eine griffige Profilsohle ist genauso wichtig wie ein warmer, wasserfester Schuh. Darüber hinaus muss die Kleidung passend zur Höhenlage und den Temperaturen gewählt werden.

Winterwandern bei den Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen from OK Bergbahnen

1. Wanderung zum Zeigersattel am Nebelhorn

Etwa eine halbe Stunde dauert die kurze Wanderung am Nebelhorn zum Zeigersattel. Winterwanderer fahren mit der Bergbahn zur Bergstation Höfatsblick. Von dort startet die Winterwanderung nach rechts weg am Edmund-Probst-Haus vorbei und führt in etwa 700 m zum Endpunkt. Vom Zeigersattel aus, der auf etwa 1.900 m liegt, haben Wanderer unter anderem einen Blick auf den zugefrorenen Seealpsee. Nach dem Rückweg lohnt sich noch die Auffahrt mit der Gipfelbahn zum höchsten Punkt am Nebelhorn, um noch mehr Panorama zu genießen. Ein Highlight ist außerdem der Nebelhorn-Nordwandsteig, der barrierefrei über 100 m einmal um den Gipfelbereich herumführt.

Brücke Wanderweg Winter

Wer würde nicht gern einmal durch die Breitachklamm spazieren? @ Dominik Berchtold

2. Über die Skiflugschanze zur Söllereckbahn

Am Söllereck führt eine Winterwanderung auf dem Edmund Probst Weg über den bei Minusgraden zugefrorenen Freibergsee zur Talstation der Söllereckbahn. Etwa 1 1/2 Stunden sollte man für die Tour durch Eis und Schnee einplanen. Dafür gibt es mehrere Highlights zu entdecken. Zum einen führt der Weg direkt an der Skiflugschanze vorbei. Für einen Ausblick lohnt sich der Aufstieg auf den Schanzenturm. Zum anderen wartet am Ende der Wanderung eine Fahrt mit dem SöllereckRodel. Die Sommerrodelbahn, die auch als Allgäu Coaster bekannt ist, bringt die Winterwanderer bis nach Kornau.

3. Wanderung durch Schneedünen am Ifen

Der Rundweg am Ifen ist etwa zwei Kilometer lang und führt auf über 2.000 m weg von der Skipiste und hinein in die unberührte Natur. Dabei wandern Wintersportler zuerst im Kleinwalsertal auf der österreichischen Seite in Richtung Gottesackerplateau. Hier zieht häufig ein starker Wind drüber. Deshalb ist der Schnee an dieser Stelle stark gepresst. Wie Dünen ragen die Schneeverwehungen rund um den Winterwanderweg auf. Kurze Zeit später geht es dann in einer Schleife zurück zum Ausgangspunkt. Dabei läuft man kurzzeitig auch auf der deutschen Seite des Skigebiets.

Die Wanderung zum Gottesacker führt auf über 2.000 m entlang. © Oberstdorf-Kleinwalsertal

4. Zum Gipfel des Hahnenköpfle

Die Wanderung zum Gipfel des Hahnenköpfle ist kurz, aber nicht zu unterschätzen. Von der Bergstation der Kabinenbahn Ifen II geht es zunehmend steiler hinauf auf den bereits sichtbaren Hahnenköpfle Gipfel. Je nach Schneelage und Witterung kann der Aufstieg vereist sein. Trittsicherheit und ein entsprechendes Schuhwerk sind unbedingt notwendig. Vor allem der letzte Teil hat es in sich. Im Zweifel sollten unsichere Wanderer bei widrigen Verhältnissen besser umdrehen. Wer aber bis hoch kommt, hat einen sensationellen Blick auf die umliegende Bergwelt. Man spricht hier nicht umsonst von einem der schönsten Winterpanoramen im Kleinwalsertal.

5.Rundwanderweg am Fellhorn

Am Fellhorn wartet im Winter ein präparierter Rundwanderweg. Der Einstieg der Wanderung ist von der Bergstation der Fellhornbahn II erreichbar. Von dort halten sich Wanderer links und folgen den Schildern vorbei an der Bergwacht und der Garage für die Pistenraupen auf den ausgewiesenen Wanderweg. Die Runde führt unter anderem am Schlappoldsee vorbei und es geht leicht auf die Schlappold Alpe hinauf. Hier ist der beste Punkt, um das Panorama zu genießen und Fotos zu machen. Nach etwa 20 Minuten Gehzeit führt der Weg in einem Bogen zurück. Für die gesamte Strecke sollte also ungefähr eine Dreiviertelstunde eingeplant werden.

Winterwanderweg am Fellhorn © OK-Bergbahnen

Praktische Infos zum Skigebiet Oberstdorf-Kleinwalsertal

Die vorwiegend kurzen Winterwanderungen in Oberstdorf-Kleinwalsertal lassen sich mit Skifahren verbinden. So kann man wahlweise vor oder nach dem Tag auf der Skipiste eine Runde zu Fuß drehen. In den einzelnen Skigebieten wird Skifahrern jedoch auch nicht langweilig. Knapp 130 Pistenkilometer gibt es in dem grenzübergreifenden Skiverbund zu entdecken. Familien freuen sich über die eher flachen Skipisten am Ifen und am Söllereck. Am Nebelhorn wartet hingegen mit 7 km die längste Talabfahrt Deutschlands auf Wintersportler. Die hat es aber nicht nur der Länge wegen, sondern auch aufgrund ihrer Steigung in sich.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

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