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Schneechance in den Alpen: mögliche Flocken auf den höchsten Gipfeln

Sneeuwvlok Op Jas

Nach Tagen mit sommerlichen Temperaturen bekommen die Alpen ab Mittwoch plötzlich ein ganz anderes Gesicht. Eine Kaltfront bringt deutlich niedrigere Temperaturen, Regen, Wind und in großen Höhen auch Schnee. Vor allem die Gletscher und höchsten Berggipfel in Frankreich, der Schweiz und Österreich können vorübergehend weiß werden. Örtlich werden in großen Höhen rund 10 cm Neuschnee erwartet.

Kurz zusammengefasst

  • ❄️ Ab Mittwoch steigt die Schneewahrscheinlichkeit in den Alpen deutlich an
  • 🏔️ Vor allem die höchsten Gipfel und Gletscher haben Chancen auf eine vorübergehende Schneedecke
  • 📏 Örtlich können rund 10 cm Neuschnee fallen
  • 🌡️ Die Schneefallgrenze kann lokal auf rund oder knapp unter 2.000 Meter sinken

Von sommerlicher Wärme zu winterlichen Gipfeln

Der Kontrast könnte in dieser Woche groß ausfallen. Am Dienstag ist es in den österreichischen Bergen für September noch außergewöhnlich warm. Auf 2.000 Metern werden Temperaturen zwischen 13 und 19 Grad erwartet, und selbst auf 3.000 Metern bleibt es mit rund 8 Grad ungewöhnlich mild.

Einen Tag später zeigt sich das Wetter komplett anders. Von Westen her zieht eine Kaltfront in die Alpen. Die Temperaturen sinken innerhalb kurzer Zeit deutlich, und Regen- sowie Gewitterschauer ziehen von Westen nach Osten über den Alpenraum.

Weiße Gipfel ab Mittwoch

Der erste Schnee wird vor allem in den französischen und Schweizer Alpen erwartet. In den höchsten Lagen kann sich bereits am Mittwoch eine dünne Schneedecke bilden.

 

Im Laufe des Mittwochs und in der Nacht auf Donnerstag verlagert sich die kältere Luft weiter in Richtung Österreich. Dann haben auch die dortigen Gletscher und die Zugspitze Chancen auf Neuschnee. Die aktuellen Prognosen gehen lokal von rund 10 cm aus, wobei sich die Mengen je nach Bergregion deutlich unterscheiden können. Am Donnerstag und Freitag kann auf den höchsten Gipfeln noch etwas Schnee dazukommen.

Schneefallgrenze?

Wie weit der Schnee letztlich nach unten kommt, ist noch unsicher. GeoSphere Austria erwartet, dass die Schneefallgrenze an der Nordseite der österreichischen Alpen in der Nacht lokal auf knapp unter 2.000 Meter sinken kann.

 

Andere Prognosen sehen den Schwerpunkt des Schneefalls dagegen deutlich höher, vor allem oberhalb von 2.500 bis 3.000 Metern. Dieser Unterschied hängt mit der genauen Lage der Kaltfront, der Intensität der Niederschläge und damit zusammen, wie schnell die kältere Luft einströmt.

 

Selbst wenn es rund um 2.000 Meter schneit, bedeutet das außerdem nicht, dass dort sofort eine geschlossene Schneedecke liegen bleibt. Nach der warmen Phase ist der Untergrund noch weich und warm, sodass frischer Schnee in niedrigeren Höhen wahrscheinlich schnell wieder schmilzt.

Vor allem auf den Gletschern bleibt der Schnee am besten liegen

Die größte Chance auf winterliche Bilder besteht deshalb auf den Gletschern und höchsten Berggipfeln. Dort sind die Temperaturen niedrig genug, damit der Schnee zumindest vorübergehend liegen bleibt. Für Wintersportbegeisterte dürfte das wahrscheinlich die ersten Webcam-Bilder mit einer weißen Zuckerschicht liefern. Auch für die Gletscher selbst ist eine frische Schneeschicht willkommen. Weißer Schnee reflektiert das Sonnenlicht besser als dunkles Eis und kann das Abschmelzen dadurch vorübergehend etwas verlangsamen.

Kaltfront bringt auch Wind und unruhiges Bergwetter

Beim Wetterumschwung geht es nicht nur um Schnee. Am Mittwoch nimmt auch der Wind zu, und in Österreich werden auf exponierten Berggipfeln Windböen von bis zu rund 50 km/h erwartet. Rund um Schauer und Gewitterzellen kann der Wind vorübergehend noch stärker ausfallen.

 

Für WanderInnen und andere BergsportlerInnen verändert sich das Wetter dadurch innerhalb kurzer Zeit deutlich. Während am Dienstag noch fast sommerliche Bedingungen herrschen, können am Mittwoch in großen Höhen Kälte, kräftiger Wind, schlechte Sicht und Neuschnee zusammenkommen.

Spätsommer noch nicht endgültig vorbei

Ein paar weiße Berggipfel bedeuten nicht, dass der Winter jetzt begonnen hat. Die Schneemengen bleiben begrenzt, und ein großer Teil dürfte bei milderem Wetter schnell wieder verschwinden. Dieses mildere Wetter könnte zudem schon relativ bald zurückkehren. Die neuesten Modellberechnungen zeigen für die kommende Woche erneut deutlich höhere Temperaturen. In Deutschland könnten die Werte in Richtung Dienstag und Mittwoch lokal sogar wieder auf etwa 27 Grad steigen.

 

Vorerst bleibt es also wechselhaftes Septemberwetter: zunächst sommerliche Wärme, anschließend eine kurze kalte Phase mit Schnee in der Höhe und danach möglicherweise schon wieder eine neue milde Wetterphase.

1219 - Winter - Maria

Über Maria

Hi, ich heiße Maria und bin das ganze Jahr über in den Bergen unterwegs. Im Winter berichte ich für Snowplaza über alle Neuigkeiten zum Thema Skifahren, reise viel und erzähle von meinen Erfahrungen auf meinem Lieblingsbrett.