Knödel sind ein Thema für sich. Die einen hassen sie, die anderen lieben sie. Um Knödel kommt man im Skurlaub jedoch nicht herum. In österreichischen und Südtiroler Berghütten gibt es Knödel in allen Formen, Größen und Geschmacksrichtungen: von süß bis herzhaft. Unser Favorit aus dem Skiurlaub: Spinatknödel, besonders lecker mit geschmolzener Butter und etwas geriebenem Parmesan. Mit diesem Rezept für Spinatknödel kannst du sie ganz einfach zu Hause selbst zubereiten.
Kurz zusammengefasst
- Spinatknödel gehören zu den beliebtesten Gerichten aus dem Skiurlaub und lassen sich mit wenigen Zutaten ganz einfach zuhause nachkochen. Besonders lecker schmecken sie mit zerlassener Butter und Parmesan.
- Für das traditionelle Rezept werden unter anderem Spinat, altbackene Brötchen, Bergkäse, Eier und Semmelbrösel verwendet. Wichtig ist die richtige Konsistenz des Teigs, damit die Knödel beim Kochen nicht auseinanderfallen.
- Spinatknödel sind ein Klassiker der Alpenküche in Österreich und Südtirol und eignen sich perfekt als herzhaftes Gericht, um ein Stück Skiurlaub nach Hause zu holen.
Zutaten Spinatknödel
Lust auf ein traditionelles Skigericht in den eigenen vier Wänden? Dann wird dir dieses Rezept für Spinatknödel gefallen! Es ist wirklich ganz einfach zuzubereiten und innerhalb einer Stunde kannst du schon die fertigen Spinatknödel genießen. Dieses Rezept ist für 6 bis 8 mittelgroße Knödel ausgelegt. Natürlich kannst du die Größe der Knödel variieren, denke nur daran, dass sich dadurch die Kochzeit verlängert oder verkürzt. Für die leckeren Spinatknödel benötigst du folgende Zutaten:
- 250 g Spinat
- 125 ml Milch
- 100 g Butter
- +/- 100 g Semmelbrösel
- 75 g würzigen Bergkäse, gerieben (z. B. Emmentaler)
- 50 g Parmesankäse (gerieben)
- 5 Kaiserbrötchen / Semmeln
- 2 Eier
- 1 Zwiebel, gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 Esslöffel Öl
- Kleines Bündel Petersilie, fein gehackt
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitung Spinatknödel
Schritt 1: 1 Esslöffel Öl in einer großen Bratpfanne erhitzen und den Spinat darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann den Spinat herausnehmen und in einem Sieb über dem Spülbecken abtropfen lassen.
Schritt 2: Die Kaiserbrötchen in kleine Stücke schneiden und dann mit einem großen Messer etwas feiner hacken. Die Brötchen vom Vortag eignen sich dafür besonders gut. Eier aufschlagen und zusammen mit der Milch und dem Brot in eine große Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Mindestens 15 Minuten ruhen lassen.
Schritt 3: 40 g Butter in einer Bratpfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Zwiebel darin glasig dünsten und in den letzten zwei Minuten den Knoblauch dazugeben. Leicht abkühlen lassen.
Schritt 4: Zwiebel-Knoblauch-Gemisch, Bergkäse und Spinat zur Brotmasse geben und gut durchkneten. Tipp: Ist der Spinat zu grob? Dann hacke ihn mit einem Messer oder einer Küchenmaschine etwas feiner.
Schritt 5: Wenn die Masse gut durchgeknetet ist, füge nach und nach die Semmelbrösel hinzu. Nicht alles auf einmal! Der Teig darf nicht zu nass und nicht zu trocken sein, damit man gut Kugeln daraus formen kann. Eventuell braucht man noch etwas mehr Semmelbrösel, das merkt man dann beim Kneten.
Schritt 6: Jetzt ist es an der Zeit, die Knödel zu formen. Orientiere dich hierfür an der Größe von Frikadellen. Letztendlich bleibt es aber jedem selbst überlassen, wie groß oder klein er seine Spinatknödel selbst zubereiten möchte. Drücke den Teig fest, um kompakte Knödel zu bekommen, damit sie beim Kochen nicht auseinanderfallen.
Schritt 7: Koche die Knödel in einem großen Topf mit Wasser und etwas Salz 5 bis 7 Minuten lang. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie gar.
Schritt 8: Schmelze die restliche Butter. Die Spinatknödel auf einem großen Teller anrichten und mit der zerlassenen Butter übergießen. Mit den frischen Kräutern und dem fein geriebenen Parmesan servieren.
Guten Appetit!
Bevorzugst du süße Knödel? Tipp: Germknödel
Echte Naschkatzen lieben auch unser Rezept für Germknödel. Dieses süße Gericht aus dem Skiurlaub in Österreich hat eine herrlich süße Füllung und wird mit Vanillesauce und Mohnzucker serviert. Das ist mal eine etwas andere Alternative zum Apfelstrudel als süßer Snack oder Dessert!
Die Geschichte der Spinatknödel: Tradition aus den Alpen
Die Geschichte der Spinatknödel reicht mehrere Jahrhunderte zurück und ist eng mit der bäuerlichen Küche in den Alpen verbunden – besonders in Österreich, Südtirol und Teilen von Deutschland. Knödel entstanden ursprünglich als einfaches „Resteverwertungsgericht“. Altbackenes Brot wurde mit wenigen Zutaten wie Milch, Eiern und Mehl verarbeitet, damit nichts verschwendet werden musste. Spinat kam später hinzu, vor allem in Regionen, in denen das Gemüse gut angebaut werden konnte oder wild wuchs. Besonders in Tirol und Südtirol entwickelten sich Spinatknödel zu einem typischen Alm- und Hüttenessen. Sie waren sättigend, günstig und lieferten viel Energie für die körperliche Arbeit in den Bergen. Traditionell wurden sie oft mit zerlassener Butter, Parmesan oder Brühe serviert. Heute gehören Spinatknödel zu den bekanntesten Gerichten der Alpenküche und sind auf vielen Berghütten und in Skigebieten fester Bestandteil der Speisekarte. Gerade bei WintersportlerInnen gelten sie als klassisches Wohlfühlessen nach einem Tag auf der Piste.