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Preisabsprachen in Dolomiti Superski? Entschädigung in Millionenhöhe geplant

Skipass Göden

Die bekannte Skiregion Dolomiti Superski steht wegen möglicher Preisabsprachen unter besonderer Beobachtung. Als Reaktion hat der Skiverbund nun einen Vorschlag vorgelegt, um WintersportlerInnen finanziell entgegenzukommen. Im Gespräch steht ein Gesamtbetrag von rund 30 Millionen Euro.

Kurz zusammengefasst

  • Untersuchung zu möglichen Preisabsprachen bei Skipässen.
  • Dolomiti Superski will 30 Millionen Euro zurückzahlen.
  • Rabatte oder Geld zurück für Skipässe der vergangenen drei Saisons.
  • Endgültige Entscheidung folgt nach Prüfung durch die Aufsichtsbehörde.

Untersuchung zu Preisen und Verkauf von Skipässen

Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM untersucht, ob es innerhalb von Dolomiti Superski verbotene Absprachen gegeben hat. Dabei soll es um eine zentrale Preisfestlegung von Skipässen und um Einschränkungen für angeschlossene Gebiete gegangen sein, ihre Tickets über externe Anbieter zu verkaufen. Der Skiverbund umfasst zwölf Skigebiete in den Dolomiten und gehört zu den größten der Welt. Gerade deshalb hat eine solche Untersuchung große Auswirkungen auf die Wintersportbranche. Beide Praktiken, zu denen die Behörde ermittelt, verstoßen gegen das italienische Wettbewerbsrecht und auch gegen europäische Vorschriften.

Rückzahlung oder Rabatt für WintersportlerInnen

Um die Angelegenheit abzuschließen, hat Dolomiti Superski ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen. WintersportlerInnen, die in den Saisons 2022/2023, 2023/2024 und 2024/2025 einen Skipass gekauft haben, kommen möglicherweise für eine Entschädigung infrage. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Etwa 20 % des ursprünglichen Preises zurückerhalten
  • Oder einen Rabatt von bis zu 30 % auf einen zukünftigen Skipass

Ein wichtiges Detail: Ein großer Teil des verfügbaren Budgets ist für Gutscheine vorgesehen. Das bedeutet, dass das Geld teilweise wieder in das System zurückfließt, wenn SkiurlauberInnen erneut buchen.

Skipisten in Gröden

Kritik an der Regelung

Nicht alle sind überzeugt. Verbraucherorganisationen weisen darauf hin, dass WintersportlerInnen selbst aktiv werden müssen, um Anspruch auf Entschädigung zu erheben, wahrscheinlich über ein Online-Antragsverfahren. Das kann eine Hürde darstellen. Außerdem gibt es Kritik am Unterschied zwischen direkter Rückzahlung und Gutscheinen. Wer sich für Geld zurück entscheidet, bekommt weniger als diejenigen, die einen Rabatt für einen weiteren Skiurlaub akzeptieren.

Was bedeutet das für deinen Skiurlaub?

Wenn du in den vergangenen drei Wintern in einem der 12 Skigebiete von Dolomiti Superski Ski gefahren bist, erhältst du möglicherweise Geld zurück oder einen Rabatt auf einen nächsten Skipass. Wenn alles so verläuft, wie es derzeit aussieht, kannst du ab Mitte Oktober 2026 einen Antrag auf Rückerstattung beim Skiverbund Dolomiti Superski stellen.

Skifahren am Kronplatz

Die Entscheidung folgt in Kürze

Die Aufsichtsbehörde hat sich vorläufig positiv zu dem Vorschlag geäußert. Nun läuft eine Frist, in der betroffene Parteien Einspruch erheben können. Danach wird entschieden, ob die Regelung endgültig eingeführt wird.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.