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Schneeschuhwanderung

Winterwanderungen werden immer beliebter. Das Erkunden der Winterlandschaft macht mit Schneeschuhen dabei gleich noch mehr Spaß. Nur wenige Sportarten bringen dich der winterlichen Natur so nahe und bieten gleichzeitig noch Erholung und Ausdauertraining in einem. Um beim Wandern im Winterurlaub aus dem Vollen zu schöpfen, sollte er vorab gut geplant sein. Mit unseren praktischen Tipps bist du perfekt für deine Winterwanderung vorbereitet und weißt, worauf du bei Schneeschuhtouren achten musst. 

Los geht’s: Vorbereitungen für dein Winterabenteuer

Winterwandern – ganz gleich, ob auf markierten Winterwanderwegen oder mit Schneeschuhen im Gelände – ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Dabei gilt es die passende Region für deinen Geschmack zu finden. Willst du deinen Winterurlaub mit anderen Sportarten kombinieren, bevorzugst du eher gemächliche Schneeschuhwanderungen über weite Winterlandschaften oder lieber spannende Erkundungen mit der Familie durch den Wald? Es gibt für alles die richtige Winterregion mit dem passenden Angebot.

Gut zu wissen

Zur Vorbereitung auf eine winterliche Wandertour gehört es außerdem, sich darüber zu informieren, mit welchen Wetterverhältnissen am Tag der Wanderung zu rechnen ist. Somit kannst du dich entsprechend anziehen oder zusätzliche Kleidungsstücke einpacken. Achte auch auf Lawinenwarnungen und schau dir die geplante Route genau an. Wegweiser sind bei Schnee nicht immer gut zu erkennen. Erkunde dich zudem vorab darüber, ob die Berghütte, die du unterwegs ansteuern möchtest, wirklich geöffnet hat. Falls nicht, musst du deine Verpflegung aufstocken.

Tipp: Winter- & Schneeschuhwandern in Davos Klosters

Wer den Winter jenseits der Skipisten erleben möchte, findet in Davos Klosters ideale Bedingungen: präparierte Winterwanderwege, verschneite Aussichtsrouten und einsame Schneeschuhpfade führen durch eine atemberaubende Alpenlandschaft. Im Winter in Davos Klosters zu Fuß unterwegs zu sein, ist unkompliziert, entschleunigend und landschaftlich spektakulär. Und wer unterwegs friert, wird mit lokalen Köstlichkeiten beim Aufwärmen in einer Berghütte belohnt.

 

Schneeschuhwandern durch unberührte Winterlandschaften

Davos Klosters gilt als echter Geheimtipp für Schneeschuhfans – mit markierten Routen, gesicherten Trails und unzähligen Möglichkeiten abseits der Pisten. Wer sich die Schneeschuhe anschnallt, gelangt dorthin, wo die verschneite Bergwelt am ursprünglichsten ist: über einsame Hänge, durch Arvenwälder und zu spektakulären Aussichtspunkten. Besonders beliebt sind der Gipfeltrail am Jakobshorn, der Zügenhüttli-Trail auf der Madrisa und das Schneesportgebiet Pischa zum Schneeschuhwandern. Auch im Tal locken einfache Rundtouren wie der Wolfgang-Trail oder der Alpenrösli-Trail in Klosters. Alle Strecken sind gut markiert, teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und ideal auch für EinsteigerInnen geeignet. Wer sich mehr Sicherheit wünscht, bucht eine geführte Tour mit lokalem Guide – ideal auch für Nachtwanderungen bei Vollmond.

 

Winterwandern in Davos Klosters: klassisch, gemütlich, aussichtsreich

Mit über 150 km präparierten Winterwanderwegen ist Davos Klosters ein wahres Paradies für alle, die auch ohne Skier aktiv unterwegs sein möchten. Die Routen führen durch tief verschneite Landschaften, entlang sonniger Panoramawege und zu charmanten Bergrestaurants. Besonders eindrucksvoll: der Weg zur Stafelalp, der Thomas-Mann-Weg zur Schatzalp oder der Panoramaweg Pischa–Hüreli mit Ausblick auf das gesamte Tal vom auf 2.444 Meter hohen Endpunkt. Weitere Klassiker wie die Hohe Promenade in Davos oder der Winterweg zur Alp Garfiun in Klosters laden zum Entschleunigen ein. Ein Highlight des Winter-Gästeprogramms in der Region sind Pferdekutschenfahrten oder geführte Fackelwanderungen über verschneite Winterwege.

Blogserie 5 Schneeschuhwandern © Martin Bissig
© Martin Bissig

Skifahren vs. Schneeschuhwandern

  • Beim Skifahren und Wandern auf Schneeschuhen wird der Körper ganzheitlich gestärkt, auch wenn die Sportarten unterschiedliche Muskeln ansprechen. Durch das Gehen im Schnee beim Winterwandern wird das Herz-Kreislauf-System gleichmäßiger belastet als beim Skifahren.
  • Zudem bietet dir das Schneeschuhwandern mehr Flexibilität: Mit Schneeschuhen kannst du dich in jedem Gelände fortbewegen. Selbst steilere Anstiege sind kein Problem, während du mit Skiern hier nur mühsam vorankommst.
  • Auch das Verletzungsrisiko ist beim Schneeschuhwandern deutlich geringer. Noch dazu ist es um einiges leichter und schneller zu lernen, mit Schneeschuhen zu gehen, als Ski zu fahren. Schneeschuhwanderungen sind wesentlich anfängerfreundlicher, weil im Grunde keinerlei Vorkenntnisse notwendig sind.

So kommst du mit Schneeschuhen voran

Schneeschuhwanderungen macht man in der Regel im freien Gelände und idealerweise im frischen Schnee. In der verschneiten Natur kannst du dich damit an Stellen fortbewegen, an denen du zu Fuß im Schnee versinken würdest oder mit Skiern nicht mehr vorankommst. Schneeschuhe besitzen durch ihre Form eine größere Auflagefläche, sodass du ganz bequem selbst durch hohen Schnee wandern kannst. Du gleitest nicht, sondern läufst mit ganz normalen Gehbewegungen.

Gallerie 1 Schneeschuhwandern Davos Winter © Martin Bissig
© Martin Bissig

Egal, ob Schneeschuh oder Ski: fit in den Winterurlaub

Winterwandern mag in der Praxis viel leichter sein als Skifahren, ganz untrainiert solltest du an diese sportlichen Betätigungen dennoch nicht herantreten. Denn das Wandern auf Schnee und Eis ist anstrengender als Wandern im Sommer. Der Untergrund gibt bei jedem Schritt nach und bei vereisten Wegen ist besondere Vorsicht geboten. Zudem bringen Schneeschuhe zusätzliches Gewicht mit – selbst leichte Modelle wiegen knapp zwei Kilogramm pro Paar. Um dich vorzubereiten, empfehlen wir, bereits vor deinem Urlaub in den Bergen zu trainieren. Neben Aufwärmübungen sind auch Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining von Vorteil. 

  • Das Aufwärmen beugt Muskelkrämpfen und Zerrungen vor.
  • Ein Ausdauertraining sorgt dafür, dass deine Muskeln über einen längeren Zeitraum arbeiten können. 
  • Krafttraining hilft dir, die nötige Kraft zu entwickeln, die bei Abfahrten für die Schwünge und beim Schneeschuhwandern für die Bewältigung der gesamten Distanz benötigt wird. 
  • Das Gleichgewichtstraining verbessert deine Balance und erhöht deine Trittsicherheit.

Die richtige Ausrüstung beim Winterwandern

Wie bei jeder sportlichen Aktivität kommt es auch beim Winterwandern auf die richtige Ausrüstung und Ausstattung an. Diese soll zum einen den Körper vor UV-Strahlen schützen und zum anderen angenehm warm halten.

Gallerie 3 Skitouren Pischa Freeride Schnee Winter © Nico Schärer
© Nico Schärer

Schutz vor UV-Strahlen

Für das Wandern mit Schneeschuhen brauchst du somit eine Skibrille oder Freizeitbrille mit gutem UV-Schutz. Denn zu viel Sonneneinstrahlung ist selbst an kalten und trüben Tagen schädlich und aufgrund des Schnees besteht das Risiko für eine Schneeblindheit. Ein guter UV-Schutz ist daher auch in Bezug auf die Kleidung essenziell und sollte keineswegs vernachlässigt werden.

Schutz vor Kälte

Um deinen Körper unterwegs gut vor Kälte zu schützen, sind Mütze, Schal, Handschuhe sowie schneegerechte, lockere Kleidung unverzichtbar. Ebenso wichtig beim Schneeschuhwandern ist die richtige Unterwäsche. Thermounterwäsche oder Unterwäsche aus Schafwolle hält deine Körperwärme zurück.

Um dich trocken und warm zu halten, sollte das unterste Kleidungsstück direkt am Körper anliegen, darüber kommen mehrere Lagen. Insgesamt sollte dein Wander-Outfit aus den folgenden drei Schichten bestehen:

  • Schicht 1: Die Funktionsschicht; lange Funktionsunterwäsche und -socken aus einem Material, das Feuchtigkeit vom Körper weg zu den äußeren Schichten transportiert
  • Schicht 2: Die wärmende Schicht, zum Beispiel eine Kombination aus zwei Fleecepullovern oder einem Langarmshirt und einer Fleecejacke, die wärmt und die Feuchtigkeit weiter nach außen transportiert
  • Schicht 3: Der Wetterschutz: eine Outdoorjacke, die atmungsaktiv ist und vor allem vor Feuchtigkeit und Wind schützt

Mit diesem Zwiebellook bist du warm eingepackt, aber flexibel, wenn sich die Temperatur zwischendurch ändert. Denn genau das ist der Sinn der mehrlagigen Bekleidung: Sie soll verhindern, dass du beim Wandern weder schwitzt noch frierst. Dafür sorgen die richtigen Materialien und die Möglichkeit, gegebenenfalls eine Schicht aus- oder wieder anzuziehen. Zu empfehlen sind außerdem Gamaschen oder eine Hose, die mit einem Gummiband fest mit deinen Schuhen verbunden ist. Sie sorgen dafür, dass beim Wandern kein Schnee in deine Schuhe gelangt.

Schutz und Sicherheit beim Winterwandern

Beim Winterwandern benötigst du festes Schuhwerk wie Wanderschuhe oder Bergstiefel, das Trittsicherheit gewährleistet, gut am Fuß sitzt und nicht scheuert. Neue Schuhe läufst du am besten bereits zu Hause ein. Kaufe Winterschuhe eine Nummer größer, da du beim Wintersport meist dickere Socken trägst. Ergänzend sind natürlich passende Schneeschuhe wichtig. Diese werden an die Schuhgröße angepasst und dann unter die Schuhe geschnallt. Anfangs ist das Gehen mit Schneeschuhen etwas gewöhnungsbedürftig. Praktisch sind auch verstellbare Wanderstöcke, um das Gleichgewicht zu halten, was dir ebenfalls zusätzliche Sicherheit gibt.

Winterwandern ist besonders schön mit Schneeschuhen
© Spalder Media Group

Die passenden Schneeschuhe zum Winterwandern

Soll es auf Schneeschuhen durch den Wald gehen, müssen nicht so viele Faktoren beim Kauf berücksichtigt werden wie bei der Anschaffung von Skiern. Wichtig ist zu bedenken, dass das Gewicht, das die Schneeschuhe tragen müssen, sich aus dem Körpergewicht, dem Gewicht der Kleidung und dem Gewicht des Rucksacks samt Inhalt zusammensetzt. Die höchste Belastbarkeit der Schneeschuhe muss diesen Wert überschreiten, sonst versinkst du mit den Schneeschuhen im Schnee. Für eine detaillierte Beratung solltest du dich in einem Fachgeschäft informieren.

Tipps fürs Winterwandern mit Schneeschuhen

Auch wenn das Schneeschuhwandern an sich nicht besonders schwierig zu erlernen ist, sind ein paar Dinge doch gut zu wissen, bevor man sich in die Winterlandschaft begibt. Unsere Tipps sollen dir helfen, dich gut für deinen neuen Lieblingssport im Schnee vorzubereiten.

Pausen machen

Regelmäßige Pausen sind ungemein wichtig, um wieder Kraft zu tanken und deinen Muskeln zwischendurch eine Erholung nach der Anstrengung zu gönnen. Das verringert übrigens auch das Sturzrisiko. Packe genügend Proviant ein. Generell solltest du während der Winterwandertour darauf achten, ausreichend zu trinken. Am besten sind Wasser oder isotonische Getränke. Tee oder ein anderes heißes Getränk halten zusätzlich von innen warm.

Kraft und Ausdauer einschätzen

Gerade AnfängerInnen überschätzen oftmals ihr Kräfteverhältnis und muten sich zu viel zu. Denke daran, dass auch der Rückweg bewältigt werden muss, und entscheide dich daher zu Beginn lieber für kurze und keine allzu schwierigen Strecken mit wenig Steigung und beginne deine Ausflüge am Vormittag, sodass du vor dem Sonnenuntergang zurück bist. Ist die Sonne verschwunden, bist du sofort der Kälte ausgesetzt und verirrst dich leichter in der Dunkelheit.

Trendsport Winterwandern bringt dich der Natur so nah
© Spalder Media Group

Haut vor Sonne schützen – auch im Winter

Achte auf ausreichend Sonnenschutz im Winter. Auch im Wald erreichen die Sonnenstrahlen deine Haut, sie benötigt daher einen passenden Schutz. Speziell im Winter ist die ausreichende Pflege der Haut wichtig, denn der Schnee reflektiert die Sonne. Das bedeutet, dass die Sonnenstrahlen mit größerer Intensität auf deine Haut treffen, und ohne Sonnencreme mit entsprechend hohem Schutzfaktor gefährdest du deine Gesundheit.

Gerüstet für den Notfall

Wenn du länger unterwegs bist, pack dir zusätzlich noch Vorräte, Wechselwäsche und Pflaster ein, bei Schneeschuhtouren im freien Gelände am besten auch noch Karten und ein Lawinenset. Nimm einen möglichst leichten Rucksack mit, der deiner Körpergröße entspricht und dich beim Laufen nicht behindert. Wähle auffällige Farben, die im Schnee hervorstechen. Bei einem Notfall kann das von großem Vorteil sein.

Wenn du dich durch freies, steiles Gelände bewegst, ist eine vollständige Lawinenausrüstung ein Muss. Dazu gehören neben dem LVS eine Lawinensonde und eine Lawinenschaufel. Ideal ist ein spezieller Lawinenrucksack. Rechtzeitig ausgelöst, hält dich der integrierte Antriebskörper eher an der Oberfläche. Außerdem solltest du beim Wandern grundsätzlich immer ein Erste-Hilfe-Set im Gepäck haben, um kleinere Verletzungen direkt versorgen zu können.

Sicherheit beim Winterwandern

Bist du das erste Mal bei einer Schneeschuhwanderung dabei, solltest du dir kleine Ziele stecken. Anfangs ist nicht zu spüren, dass Winterwandern viel Energie fordert und verbraucht. Hast du dein Gleichgewicht gefunden, fühlt sich das Gleiten über den Schnee leicht an? Zusätzlich zu Smartphone-Apps für Wanderwege und GPS solltest du zur Sicherheit immer eine physische Landkarte dabeihaben, um nicht von der Route abzukommen und dich zu verirren.

Respekt vor Natur und Tieren

Die Natur ist der beste Rückzugsort. Gleichzeitig ist die Natur auch der Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Jeder Spaziergang und jede Schneeschuhwanderung sollte von Achtsamkeit für die Natur und ihre Lebewesen geprägt sein. Springen Eichhörnchen, Hirsche oder Rehe durch den Winterwald, solltest du dich ruhig verhalten und auf deinem Weg bleiben. Abseits der Skipisten, Rodelbahnen und Wanderwege hält die Natur ihren Winterschlaf und möchte nicht gestört werden. Das solltest du als wintersportbegeisterter Mensch im Hinterkopf behalten und dich daran erinnern, dass auch wir Menschen nur ein Teil der gesamten Umwelt sind und diese schützen müssen.

Mike Snowplaza

Über Mike

Lernen Sie Mike kennen, Chefredakteur und Miteigentümer von Snowplaza. Als erfahrener Wintersportexperte und Ex-Skilehrer teilt er sein einzigartiges Wissen über Skigebiete und Technik.