14. Dezember 2017 Von: Christian in 'Reisetipps''

Skicircus Challenge

Seit dem Zusammenschluss mit Fieberbrunn zählt der Skicircus rund um Saalbach-Hinterglemm zu einem der größten Skigebiete der Welt. Das Skigebiet verbindet das Salzburger Land mit Tirol und bietet ganze 270 Pistenkilometern mit 70 Liftanlagen. Kein Wunder also, dass im Skicircus auch eine der längsten Skirunden im gesamten Alpenraum auf Skifahrer wartet. Die Skicircus Challenge führt durch das gesamte Skigebiet und bedeutet sieben Stunden Skigenuss pur. Snowplaza Reporter Christian hat die Skirunde zwischen Saalbach, Hinterglemm, Leogang und Fieberbrunn getestet und gibt ein paar Insider-Tipps zur neuen Skircircus Challenge.

72 Kilometer, 12.500 Höhenmeter fordert die Skicircus Challenge

Eines gleich vorweg, die Skicircus Challenge im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn ist den sportlichen Skifahrern vorbehalten. Weniger geübte Skifahrer schaffen die Skirunde schon allein aus Zeitgründen nicht. Wer der Route der Challenge exakt folgt, bewältigt insgesamt 72 Kilometer, 12.500 Höhenmeter und nutzt 32 Liftanlagen. Mit 60% blauen, 35% roten und 5% schwarzen Pisten ist die Schwierigkeit zwar nicht das Problem, konditionell sind aber auch gute Skifahrer gefordert. Je nach Pistenverhältnissen und Anzahl Skifahrer auf den Pisten benötigen sehr gute Skifahrer 5,5 bis 7 Stunden für die Runde. Eine lange Pause ist bei Betriebszeiten von 8:30 bis 16:00 also nicht drin. Der Einstieg ist aus allen vier Orten problemlos möglich.

Luftaufnahme des Skicircus mit Blick auf die Leoganger Steinberge

Luftaufnahme des Skicircus mit Blick auf die Leoganger Steinberge

1. Vorderglemm: Start der Skicircus Challenge

Als Startpunkt der Skicircus Challenge bietet sich direkt die erste Gondel des Glemmtales an, die Schönleitenbahn, die zur Skisaison 2016/17 komplett erneuert wurde. Von der Bergstation führt die Route zum Asitzgipfel, der Hausberg von Leogang. Dort wartet die Talabfahrt zur Steinbergbahn auf den Skigast. Die blaue Piste ist ein echter Genuss, vor allem im oberen Teil aber ziemlich flach. Leogang bietet sich übrigens ebenfalls als Startpunkt der Skicircus Challenge an, da Tagesgästen bei den Talstationen genügend Parkplätze zur Verfügung stehen.

2. Leogang: Genießer-Abfahrt bis ins Tal

Aus Leogang geht es zurück zum Gipfel der Schönleitenbahn und weiter direkt bis nach Saalbach zur Bernkogelbahn. Dabei werden gleich mehrere schöne Abfahrten gequert. Wenn es die Zeit erlaubt und die Verhältnisse gut sind, dann sollten unbedingt der Magic 6er und auch der Panorama 6er zusätzlich gefahren werden. Die beiden Sonnenhänge sind vor allem am Vormittag traumhaft. Außerdem befindet sich weiter hinten, am Reiterkogel, die neue Abzweigung nach Fieberbrunn.

3. Fieberbrunn: Skiverbindung nach Tirol

Das Tiroler Skigebiet im Pillerseetal ist seit der Skisaison 2015/16 über die TirolS-Bahn an den Skicircus angeschlossen. Hier gibt es einige anspruchsvolle rote Pisten, vor allem die Abfahrt vom Hochhörndl 4er bis ganz hinunter zur TirolS-Bahn macht Spaß. Aber auch die Talabfahrt nach Fieberbrunn hat es in sich. Einziger Nachteil ist, dass der Anteil an Liftfahrten für den Abstecher nach Fieberbrunn gefühlt sehr groß ist, insgesamt brauchen Skifahrer für den Fieberbrunnteil fast 1,5 Stunden.

Saalbach am Fuße des Schattbergs ist das Zentrum des Skigebiets

Saalbach am Fuße des Schattbergs ist das Zentrum des Skigebiets

4. Hinterglemm: WM-Piste am Zwölferkogel

Zurück aus Fieberbrunn steht Hinterglemm auf dem Programm. Laut Skicircus Challenge Route wird zunächst der Sunliner gequert, bevor es zum Hasenauerköpfllift geht. Auch hier lohnen sich weitere Fahrten wenn es die Zeit erlaubt. Ganz am Ende des Tales wird dann die Talseite mit dem neuen 12er-Express gewechselt. Das Tragen der Skier ist also nicht mehr notwendig. Highlight am Zwölferkogel oberhalb von Hinterglemm ist die WM-Strecke zur Westgipfelbahn. Die Abfahrt gehört zwar nicht direkt zur Challenge, ist aber eine der besten im Skigebiet.

5. Saalbach: Lang, schattig, steil & hart

Zum Schluss warten zwei weitere Attraktionen auf der Skicircus Challenge. Die Nordabfahrt vom Schattberg oberhalb von Saalbach ist berüchtigt. Lang, schattig, steil, hart und anspruchsvoll. Falls die Kräfte schon schwinden oder die Zeit knapp wird, macht es Sinn die Abfahrt auszulassen. Aber auch nur dann, denn die Piste ist ein Must-Do. Im Anschluss geht es über die kilometerlange Jausernabfahrt, ein der längsten Talabfahrten in Österreich, auf der Sie mit Panoramablick zurück zur Talstation der Schönleitenbahn cruisen.

Pistenplan mit Streckenverlauf der Skicircus Challenge

Pistenplan mit Streckenverlauf der Skicircus Challenge

Einkehrschwung und Après-Ski im Skicircus

In welcher der 60 Hütten das Mittagessen stattfindet, bleibt Ihnen überlassen. Fakt ist, es sollte nicht allzu lange dauern. Wenn Sie den ein oder anderen unserer Tipps mit Zusatzfahrten nutzen wollen, haben Sie maximal 30 Minuten Mittagspause zur Verfügung. Jeder, der die Challenge besteht, sollte sich vor der finalen Abfahrt eine Hütte oder Schirmbar suchen, von der der Ausgangspunkt erreicht werden kann. Der Geschmack des „Siegerbieres“ ist ja bekanntlich besonders gut. Falls der Startpunkt Leogang ist, empfehlen wir die stylische Hendlfischerei mit Panoramablick an der Bergstation der Asitzbahn. Weitere Skirunden ansehen >

8 Tipps, mit denen Sie die Skicircus Challenge bestehen

  • 1. Training ist alles
    Die Skirunde ist nichts für den ersten Skitag der Saison. Falls Sie noch nicht so oft Skifahren waren, sollten Sie zumindest gut trainierte Oberschenkel haben.
  • 2. Gute Vorbereitung
    Sie sollten sich die Route vor Beginn der Challenge sehr gut einprägen und auch ein Pistenplan in der Tasche kann nicht schaden.
  • 3. Den richtigen Tag wählen
    Nutzen Sie möglichst Tage, an denen nicht so viel los ist, dann macht die Skicircus Challenge mehr Spaß und Sie bekommen auch weniger Zeitprobleme. Außerdem sollten die Verhältnisse passen. Wenn Neuschnee auf der Piste liegen, braucht Sie mehr Kraft und Zeit, also wählt Sie lieber Tage mit gut präparierten Pisten.
  • 4. Früh starten
    Möglichst um 8:30 Uhr mit dem ersten Lift beginnen. Das bringt Ihnen einen kleinen Zeitpuffer, den Sie gegebenenfalls für zusätzliche Pisten nutzen können.
  • 5. Keine lange Mittagspause
    Auch wenn es hart ist, länger als 30 Minuten sollten Sie sich nicht gönnen.
  • 6. Ausgiebiges Frühstück
    Da die Mittagspause kurz und eventuell spät ist, sollten Sie beim Frühstück die Grundlage zum Durchhalten legen.
  • 7. Energie für unterwegs
    Packen Sie Müsliriegel, Schokoriegel oder ähnliches ein. Falls die Kraft mal nachlässt, wirkt ein wenig Zucker wunder.
  • 8. Sicherheit vor Risiko
    Falls Sie das Gefühl haben, dass es zeitlich eng wird, lieber einen Abstecher oder Zusatzlifte auslassen. Wenn Sie in einem anderen Tal stranden und nicht zum Ausgangspunkt zurückkommen, wird es teuer.

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Servus, ich bin Christian. Ich bin an der bayerisch-österreichischen Grenze direkt am Alpenrand aufgewachsen und mit meiner Heimat eng verbunden. Die Lust auf Berge - Sommer wie Winter - wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt.

 
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