26. Januar 2016 Von: Fabian in 'Material''

Gut aussehen auf der Piste

Warum eigentlich ein Damenski kaufen? Klar, Skier für Damen sehen schön aus und sind leicht. Aber es gibt noch ein paar weitere Eigenschaften, in denen sich ein Damenski vom Herrenski unterscheidet. Snowplaza hat sich den Lady Carver einmal genauer angesehenen und klärt Sie über technische Besonderheiten von Damenskiern auf. Erfahren Sie welches Skimodell am besten zu Ihnen passt. Außerdem geben wir einen Überblick über die besten Modelle in den Damenski-Kategorien Allround- und Sport-Carver sowie Allmountain-Ski. So finden auch Sie den perfekten Damenski für Ihren nächsten Skiurlaub >

Was ist das Besondere an einem Damenski bzw. Lady-Carver?

Aus dem Allroundcarver-Segment hat sich mittlerweile ein völlig eigenständiger Skityp entwickelt – der Lady-Carver. Das Augenscheinlichste am Damenski ist sein Aussehen. Schöne Farben und Verzierungen soll er haben - und natürlich auch zu den Klamotten passen. In den Skigebieten der Alpen fährt das Auge bekanntlich mit. Aber auch technisch sind Damenski bzw. Ladycarver ganz auf die Bedürfnisse der Damenwelt abgestimmt. Bei Skiern für Frauen werden besonders leichte Skikonstruktionen verwendet. Außerdem ist die Bindung weiter vorne montiert, was den Damenski agiler und drehfreudiger macht. Zudem sind Lady-Carver im direkten Vergleich mit Herren- und Unisex-Skiern meist weicher, fehlerverzeihender und komfortabler zu fahren. Doch auch im Performance-Bereich stehen (härtere) Damenski zur Auswahl. Und sogar für abseits der Piste gibt es spezielle Skier für Damen.

Damenski sind drehfreudiger, fehlerverzeihend und sehen gut aus, Bild: Dynastar

Damenski sind drehfreudiger, fehlerverzeihend und sehen gut aus, Bild: Dynastar

So finden Sie den richten Damenski

Welcher Damenski der Richtige für Sie ist, kommt ganz auf Ihr Fahrkönnen und Ihre Bedürfnisse an. Das Spektrum reicht vom Allround- über Sport- bis hin zu Allmountain-Ladycarvern. Die Hauptunterschiede zwischen den verschiedenen Damenskitypen bestehen neben ihrem Einsatzbereich in der Länge, Breite, Gewicht, Härte (Flex- und Torsionssteifigkeit) und natürlich im Preis.

Allround Lady Carver: Etwas weicher und drehfreudiger

Allround-Lady-Carver sind weich, drehfreudig und fehlerverzeihend. Sie fahren sich besonders kraftsparend und sind die ideale Wahl für Ein- und Aufsteigerinnen oder Skifahrerinnen, die gemütlich cruisen möchten. Ein weiterer Vorteil ist ihr geringer Kaufpreis. Allround-Lady-Carver gibt es bereits ab 250 Euro. Für die Skilänge gilt als Orientierung: Körpergröße bis minus 10 cm.

Sportcarver für Damen: Laufruhig bei hohem Tempo

Slalom- und raceorientierte Damenski haben einen härteren Flex und eine höhere Torsionssteifigkeit. Sie lassen sich deshalb schwerer durchbiegen und erfordern eine dynamischere Fahrweise oder höhere Geschwindigkeiten. Dafür sind die Sport-Lady-Carver laufruhiger, und sie lassen sich bei hohem Tempo besser kontrollieren. Lady-Slalomcarver können etwa 10 bis 15 Zentimeter kleiner der Körpergröße gewählt werden, Racecarver in etwa körpergroß. Preis: ab 400 Euro.

Allmountain-Ski für Damen: Mehr Auftrieb im Tiefschnee

Allmountain-Damenski sehen im Prinzip aus wie Allround-Carver, sie sind aber deutlich breiter. Und auch in der Länge werden diese Ski gerne körpergroß oder länger gefahren. Die größere Auflagefläche verleiht dem Ski mehr Auftrieb im Tiefschnee, so dass auch Abstecher ins Gelände gemacht werden können. Gleichzeitig lassen sich Allmountain-Lady-Carver immer noch erstaunlich gut auf der Piste kontrollieren. Preis: ab 450 Euro.

Innovationen, Neuheiten und Trends

Das Produktangebot an Lady-Carvern wird Jahr um Jahr größer. Um die Nachfrage weiter anzukurbeln, lassen sich die Hersteller immer wieder neue Tricks einfallen. Die wesentlichen Produktinnovationen konzentrieren sich dabei meistens auf Gewichtsreduktion. So werden zum Beispiel besonders leichte Materialien wie Graphene, Balsa-, Bambus- oder Paulownia-Holz im Ski verbaut. Mittlerweile sind sogar spezielle Konstruktionen mit Luftkern auf dem Markt. Verschiedenste Arten von Rockern sollen Damenskier drehfreudiger und vielseitiger machen. Und es gibt sogar Modelle mit unterschiedlichen Radien vor und hinter der Bindung.

Die Nachfrage nach Damenskiern wird jedes Jahr größer, Bild: Fischer

Die Nachfrage nach Damenskiern wird jedes Jahr größer, Bild: Fischer

Snowplaza Bewertung zum Damenski

Innovationen hin oder her – Ein Ladycarver macht nur dann Sinn, wenn ein vergleichbarer Herren- / Unisex-Allroundcarver nicht den gleichen Mehrwert bieten kann. Der Ski muss zum Fahrtyp passen. Ein weicher Unisex-Allroundcarver ist für eine Skianfängerin auf jeden Fall besser geeignet als ein Lady-Racecarver. Denn auch bei Unisex-Allroundcarvern werden zunehmend leichtere Materialien verwendet, und sogar die Bindung lässt sich (teilweise) weiter vorne befestigen. Welches Alleinstellungsmerkmal kann ein Damenski dann noch bieten? Richtig, die Farbe! Und natürlich die Tatsache, dass das Gesamtpaket stimmen muss. Dazu gehören Fahrstil, Fahrkönnen, Geländewahl und natürlich der Preis. Für Schnäppchenjägerinnen könnte sogar ein Jugendski eine gute Alternative sein. Diese haben ähnliche Eigenschaften wie Lady Carver, sind aber deutlich günstiger.

Die besten Lady Carver im Überblick

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der besten Lady Carver und Damenski aus dem Skitest von Snowplaza, Skimagazin und Planetsnow.

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Ich arbeite als Skilehrer und Webredakteur für Snowplaza. Meine Begeisterung fürs Skifahren wurde bereits vor über 20 Jahren durch meine Eltern und Großeltern geweckt, die ein Ferienhaus in den Vogesen gebaut haben.