12. Dezember 2016 Von: Milana in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Schlittschuhlaufen im Ötztal

Schlittschuhlaufen ist eine der besten Alternative zum Skifahren! Zahlreiche zugefrorene Seen in den Skigebieten laden im Winter zum eleganten Gleiten über das Eis ein. Wem das nicht reicht, kann in der lokalen Eishalle dem Schlittschuhfahren nachgehen. Snowplaza hat die besten Eisbahnen in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz sowie die schönsten Natur-Eislaufplätze und Seen in den Alpen gefunden. Außerdem zeigen wir Ihnen, woran Sie den perfekten Schlittschuh erkennen und haben Tipps zur Verbesserung Ihrer Technik, damit Sie immer eine gute Figur auf dem Eis machen.

Die besten Eisbahnen und Seen zum Schlittschuhlaufen

In fast jeder Stadt lockt eine Eisbahn, insbesondere zur Weihnachtszeit auch im Freien, zahlreiche Besucher aufs Eis. Die Indoo Eisarena in Hamburg ist mit 1.400 Quadratmetern die größte Kunsteisbahn Deutschlands, die mitten im zentralen Neustadt in der Nähe vom Michel liegt. In Berlin kann man zur Winterzeit auf der Terrasse des Musikhotels nhow sogar auf einer pinken Eisbahn fahren. Und ohne Frage finden wir, dass die Eislaufbahn auf dem Weihnachstmarkt am Kölner Heumarkt eine der schönsten Eisbahnen zur Weihnachtszeit ist. Noch besser kann nur das Schlittschuhlaufen in freier Natur über zugefrorene Seen inmitten einer imposanten Bergkulisse sein. Nachfolgend zeigen wir die schönsten Seen in den Skigebieten der Alpen.

Am Piburger See im Ötztal gibt es eine zwei Kilometer lange Eislaufbahn.

  • Piburger See: Der Piburgersee ist das Wahrzeichen und Naturjuwel von Oetz. Auf einer zwei Kilometer langen Eisbahn kann der Eisläufer seine Runden drehen. Das Betreten der Eisfläche ist auch für Winterwanderer erlaubt.
  • Weißsee Gletscherwelt: Der Uttendorfer See ist ein beliebter Treffpunkt für Eisläufer. Eine eigene Eisstockbahn auf dem See unterstützt die Geselligkeit auf dem Eis. Auch nachts kann man übers Eis gleiten, da der See beleuchtet wird.
  • Weißensee: Hier befindet sich die größte Natureisfläche Europas, die den ganzen Winter über befahren werden kann. Auf der bis zu 40 cm dicken Eisdecke finden sich auch mal Pferdeschlitten. Ideal ist der See für Anfänger, denn hier befindet sich die einzige Eislaufakademie auf Natureis.
  • Spitzingsee-Tegernsee: Der Tegernsee ist ironischerweise als Lago die Bonzo bekannt, denn nicht selten treiben sich hier Persönlichkeiten der Superlative herum. Da er bei einer Tiefe bis zu 72 Meter nur selten zufriert, ist der in der Nähe gelegene Spitzingsee die beste Alternative, denn er ist den ganzen Winter über zugefroren.
  • Nauders am Reschenpass am Reschenpass: Auf dem Rechensee im Vinschgauer Oberland ist das Eislaufen besonders sicher, da die Eisschicht bis zu 40 cm dick werden kann. Bei dem relativ starkem Wind in dieser Region Treffpunkt für Eissurfer und Snowkiter.
  • Arosa-Lenzerheide: Wer nicht nur seine Runden auf dem Eis drehen will, sollte auf dem spektakulärsten Eisweg Aveneu-Surava in der Schweiz Schlittschuhfahren. Dieser 3 km lange Wanderweg auf einer Einbahnstraße führt von Alvaneu nach Surava, mitten durch die Wälder der Albula.
  • Kasberg: Auf der Natureisfläche Almsee bietet sich ein traumhafter Blick auf das Tote Gebirge. Schlittschuhfahren in dieser Winterlandschaft unweit des Naturschutzgebietes ist nicht nur etwas für die Beine, sondern auch für die Augen.
  • Ski Arlberg: In Zürs unweit des Skigebiets Arlberg gibt es eine natürliche Eisbahn für das Vergnügen auf dem Eis. Vom Eislaufplatz in Zürs ist der Blick auf die umliegende Bergwelt besonders beeindruckend.
  • Brandnertal: Besonders abwechselnd ist Schlittschuhfahren auf dem Natureislaufplatz Badesee Brand im Brandnertal. Hier sind Schlittschuhfahren und Eisstockschiessen die willkommene Ablenkung zum Skifahren.
  • Turracher Höhe: Auf dem Natureislaufplatz Turracher See an der Grenze zu Kärnten/ Steiermark ist Schlittschuhlaufen bis in die Nacht möglich. Gelegen in 1.763 Meter Höhe friert der See auch garantiert zu. Ein „Seetaxi“, ein Schneemobil mit Haltestangen, transportiert die Fahrer zwischen den Skigebieten über den See.
  • Zell am See - Kaprun: Hier gibt es gleich zwei natürliche Eisbahnen, den bei guter Wetterlage zugefrorenen Zeller See und den Natureislaufplatz Kaprun. Auf dem 4,5 Quadratkilometer großen Zeller See sind alle Arten von Eissport, von Schlittschuhlaufen bis Eisstockschießen, möglich.

Wer auch im Sommer Schlittschuhlaufen möchte und damit nicht auf eine eiskalte Abkühlung in den heißen Monaten verzichten will, kann zumindest in Hamburg in der Volksbank Arena und in Bad Sachsa eine ganzjährig geöffnete Eisbahn aufsuchen.

Schlittschuhlaufen auf dem Zeller See

Tipps für Anfänger und zur Verbesserung Ihrer Technik

  • Ertasten Sie sich ein Gefühl auf dem Eis, indem Sie erst einmal ohne Schlittschuhe aufs Eis gehen. So können Sie sich mit dem unbekannten Untergrund vertraut machen.
  • Erlernen Sie die Grundtechnik: Mit den Füßen ein V formen, mit einem Bein abstoßen und mit dem anderen hinterhergleiten. Um voranzukommen, wird das Köpergewicht konstant von einem Bein auf das andere verlagert.
  • Knie müssen gebeugt bleiben, da so die Balance gehalten werden kann.
  • In die Richtung des Fahrens schauen und nicht auf die Füße, da der Körper immer in die Richtung des Blicks steuert.
  • Anfangs in der Nähe der Bande fahren und notfalls festhalten. Das gibt ein sicheres Gefühl.
  • Entspannen! Wenn Sie Skifahren können, ist Schlittschuhfahren ein Klacks.

So finden Sie die perfekten Schlittschuhe

Bei Schlittschuhen stellt man sich die Frage, ob man Neue kaufen sollte oder es ausreicht, sich die Schuhe auszuleihen. In den meisten Eisbahnen gibt es die neuesten Schuhe und Materialien. Doch wer häufig und vor allem auf Seen fahren will, sollte sich besser eigene Schlittschuhe zulegen. Schlittschuhe gibt es in zwei Arten. Eiskunstlaufschuhe sind elegant und haben eine gerade Schiene, die vorne gezackt ist. Diese ermöglichen Sprünge und Pirouetten. Sportlicher sind Eishockey-Schlittschuhe, die eine breite, aber kürzere Kufe haben und ein wendiges Laufen ermöglicht. Ob Sport oder Eleganz, wichtig ist, dass der Schuh stabilen Halt im Knöchelbereich gibt und nicht drückt. Neue Schlittschuhe sind nicht geschliffen und sollten vor dem Gang aufs Eis einen guten Schliff erhalten. Nur so haben Sie sicheren Halt auf dem Eis.

Einer der besten Schlittschuhe von Bauer für 350 Euro

Sportliche Events rund ums Schlittschuhfahren

Schlittschuhlaufen macht auch beim Zusehen großen Spaß. Schnelligkeit, Kraft, filigrane Bewegungen und, zugegeben, ein wenig Aggressivität sind live im Stadion zu sehen. Snowplaza präsentiert die aufregendsten Events ums Eishockey, Eiskunstlauf und Eisschnelllauf.

  • In Davos in der Schweiz findet jährlich das älteste internationale Eishockey-Mannschaftsturnier statt, der Spengler Cup. Seit 90 Jahren wird das 5-tägige Turnier zwischen Weihnachten und Silvester im Eisstadion von Davos ausgetragen. Sechs internationale Mannschaften kämpfen jedes Jahr um den Sieg.
  • Bei der Gala on Ice erleben Eiskunstlauf-Fans große Shows, ausgefeilte Choreographien und imposante Kostüme. Die Eiskunstläufer präsentieren Einzel- und Paarläufe und sogar Synchronisationskunstlauf jährlich um Neujahr herum in Oberstdorf.
  • Den schnellsten Eisschnelllauf sehen Sie in der Max Aicher Arena im bayerischen Inzell. Verschiedene Eisläufe, von regionalen bis zu internationalen Events, lassen sich bestaunen und regen zum Mitfiebern an. Der Blick aus der Arena auf die Chiemgauer Berge steigert den Spaßfaktor zusätzlich.

Eiskunstläufer bei der Gala on Ice, © Spotlight Productions

Schon gewusst? Die Holländer haben Schlittschuhlaufen erfunden

Wo genau Schlittschuhfahren erfunden wurde, ist nicht eindeutig. Zwar fanden Historiker verschiedene Formen des Schlittschuhs, wie den Schlittschuh aus Tierknochen in Russland und Skandinavien, Bambusrutschen in China und gar Wallrosszähne in Sibirien, allerdings geht das Gleiten übers Eis, wie es heutzutage bekannt ist, auf die Niederländer zurück. Kein Wunder, bei den vielen Grachten. Vor etwa 800 Jahren wurden Eisenkufen unter die Holzschuhe befestigt um so die zugefrorenen Kanäle zu überqueren. Die Holzschuhe gingen, die Kufen blieben und der Eissport wurde immer beliebter. Planen Sie Ihren Skiurlaub >

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Servus! Ich bin Milana und die neueste Redakteurin bei Snowplaza.de. Erst in Köln, nun in Amsterdam lebend, habe ich selten Schnee und Berge um mich. Umso mehr freue ich mich auf jährliche Skiausflüge und in dieses Thema rund ums Jahr einzutauchen.

 
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