14. März 2014 Von: Martin in 'Reiseberichte'' | 0 Kommentare

Bild: M. Kasprzyk & F. Dahlem

Skiurlaub mal anders. Vier Skigebiete in neun Tagen im Wohnmobil der Studentenklasse. Die Snowplaza-Reporter Fabian und Martin tauschten auf ihrer Tour durch die Alpen Komfort und Bequemlichkeit gegen intensive Erlebnisse und Teamwork. In ihrem pragmatisch ausgebauten VW Transporter (Baujahr 1996) erlebten sie die Skigebiete Kappl, Ischgl, Mayrhofen und Hintertux aus einer ungewohnten Perspektive und hatten neben ungemütlichen Momenten auch jede Menge Spaß. Mitgebracht haben uns die beiden interessanten Auszüge aus ihrem Tagebuch und coole Bilder.

Wintercamping bei eisigen Temperaturen

Schon während unserer nächtlichen Ankunft nach stundenlanger Anfahrt fühlten wir uns wohl im entspannten Kappl. Ein kleiner, verschneiter Parkplatz am Fluss Trisana wurde zu unserem Heim für die nächsten zwei Tage und war nur einen Steinwurf von der Talstation des Skigebietes Kappl entfernt. Beste Wohnlage also! Und auch die -7 Grad der ersten Nacht wurden zu einem guten Einstieg ins Wintercamping. Die Nächte verbrachten wir dick eingemummelt in unseren Schlafsäcken und produzierten fleißig jede Menge Kondensat, das aus Tinas Bauch (auf den Namen hört unser Bus) eine kleine Eishöhle produzierte. Denn eine Standheizung hat die alte Dame nicht. Etwas erschöpft gingen wir in Kappl unsere ersten Pistentage an und waren sehr überrascht von der Vielseitigkeit des kleinen, aber lohnenden Skigebietes!

Wintercamping, Bild: M. Kasprzyk & F. Dahlem

Das puristische Skifahrerleben

Etwas hatten wir uns verliebt in das schöne Wetter, die tollen Pisten und die Freundlichkeit der Menschen, die uns in Kappl begegneten. Auch unser puristisches Skifahrerleben gefiel uns. Wir hatten das Gefühl, unsere Tage viel intensiver als im Schutze einer warmen, komfortablen Unterkunft zu erleben und sogen jeden Moment auf. Es machte einfach Spaß den ganzen Tag draußen zu sein und die Luft der Wintercamping-Freiheit einzuatmen. Doch das Leben in Tina erforderte auch jede Menge Disziplin. Alltagshandlungen wie Geschirr spülen, Essen zubereiten oder Ausrüstung- und Kleidung zusammenhalten mussten gut organisiert werden und dauerten gefühlte Ewigkeiten. Nach den Tagen in Kappl sollte Ischgl folgen, und so verlegten wir unser mobiles Heim zehn Kilometer Tal einwärts, auf einen großen und ungemütlichen Liftparkplatz.

Skifahrerleben im Bullie, Bild: M. Kasprzyk & F. Dahlem

Schlafen und Parken in Ischgl

Dutzende Campingmobile der Post-Post Studentenklasse machten uns bei der Ankunft klar, dass die Zeit von Abgeschiedenheit und Unauffälligkeit vorbei war. Ob man hier Übernachten darf? Nicht wirklich, denn schon am nächsten Morgen hatten alle Übernachtungsgäste (inkl. Tina) eine Verwarnung an der Windschutzscheibe – Camping Verboten, Androhung einer Parkkralle! So wechselten wir den Lagerplatz und kamen erst morgens wieder. Tagsüber genossen wir die Sonne und den Schnee der Silvretta Arena. Einzig die morgendliche Skiwahl machte uns das Leben schwer: Alpinski oder Freeride-Latte? An einem Neuschneetag (es gab immerhin 10 cm Zuwachs zu bestaunen) entschieden wir uns für: Na klar, Freeride! Als Quittung durften wir dann abendfüllend unsere Ski reparieren. Mit Gasbrenner und China-Taschenmesser als Werkzeug wurde diese Aufgabe vermischt mit etwas Jägermeister zu einer Art Après-Ski „ganz nah am Sport“.

Sonniges Skiwetter in Kappl & Ischgl, Bild: M. Kasprzyk & F. Dahlem

Übernachten auf dem Liftparkplatz

Nach drei Tagen in Ischgl stand die Weiterfahrt nach Mayrhofen auf dem Programm, doch zunächst wartete noch eine Prüfung auf uns. Am Ende des Skitages, der durch einen erwärmenden Besuch im Schwimmbad in den späten Abend überging, sprang Tina nicht mehr an. Es war ihr einfach zu kalt! Notgedrungen übernachteten wir also auf dem Liftparkplatz und hatten am nächsten Morgen – Na klar, eine Parkkralle verpasst bekommen. Ein Desaster, denn die Entfernung hätte unser schmales Budget gesprengt. Glücklicherweise konnten wir die Verantwortlichen mit viel Diplomatie zur Nachsicht überreden und von Tinas Startschwäche überzeugen. Die anderen „Camper“ auf dem Parkplatz zollten unserem heizfreien Urlaubsstil Respekt und luden uns als Abschied zum Grillen und warmen Getränken ein – Am Ende doch ein guter Tag.

Eingemurmelt im Schlafsack, Bild: M. Kasprzyk & F. Dahlem

Endlich mehr Luxus!

Etwas verspätet, jedoch pünktlich vor Mitternacht, trafen wir in Mayrhofen ein! Dort hatten wir uns mit Freunden verabredet, die ebenfalls mit dem Bulli unterwegs waren. Nach dem Parkrallen-Erlebnis entschlossen wir uns, sofort auf einen Winter-Campingplatz zu fahren. Wir konnten es nicht fassen, denn es erwarte uns purer Luxus mit 24 Stunden warm Wasser, einem Spülhaus, Duschen (ohne Marken!), Trockenraum und einer Infrarot-Wärmekammer aus Italien! Natürlich waren auch die gut ausgestatteten Campingmobile mit Heizung und Sat-TV wieder am Start. Sie machten unsere zwei Busse mit insgesamt sieben Bewohnern zu Exoten. Das Leben wurde durch den Campingplatz einfacher und die Nächte durch mehr Mitbewohner wärmer – es waren super Tage im Zillertal und wir beschlossen Wintercamper zu bleiben!
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Wintercamping, Bild: M. Kasprzyk & F. Dahlem

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Bereits als Kind klebte ich mit meiner Nase am Küchenfenster und beschwor den rheinischen Winterregen, doch endlich zu Schnee zu werden. Mit den ersten Flocken ging´s dann hinaus, Autoski (bedingt empfehlenswert), Skihalle und die Wintersportarena Sauerland waren erste Lieblingsorte.

 
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