14. Februar 2022 Von: Karl in Skigebiete unter der Lupe

"Unsere Berge, unsere Natur" - Unter diesem Motto verspricht die Zwei-Länder-Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal alles dafür zu tun, um den ökologischen Skischuh-Abdruck der Skigebiete so klein wie möglich zu halten. Schließlich sind die Berge der Alpen nicht nur Spielplatz für Wintersportenthusiasten, sondern auch Lebensraum und Rückzugsort für heimische Tier- und Pflanzenarten. Doch auch SkifahrerInnen und SnowboarderInnen können beim Thema Nachhaltigkeit ihren Beitrag dafür leisten, dass die Skiregion in Deutschland und Österreich auch für zukünftige Generationen noch ein Ort zum Genießen sein wird. Wir haben uns in den Oberstdorfer Skigebieten und im Kleinwalsertal umgesehen und ein paar praktische Tipps und Fakten für einen umweltbewussten Skiurlaub zusammengestellt.

1. Gratis mit dem Bus in den Schnee

Nicht nur Pendler und Berufsautofahrer wird es freuen, das Auto einfach mal stehen lassen zu können. WintersporturlauberInnen dürfen sich in den Skigebieten in Oberstdorf und im Kleinwalsertal einfach mal bequem zurücklehnen und den Busfahrern die Arbeit überlassen. In der Zwei-Länder-Skiregion gibt es sowohl in den Oberstdorfer Skigebieten (Skibus) auf deutscher Seite als auch im Kleinwalsertal (Walserbus) auf österreichischer Seite verschiedene Verbindungen, die SkifahrerInnen und SnowboarderInnen kostenlos nutzen können, um von der Unterkunft in den Schnee zu kommen. 

Umweltbewusster Skiurlaub Oberstdorf-Kleinwalsertal
Im Einklang mit der Natur - umweltbewusster Skiurlaub in Oberstdorf-Kleinwalsertal (Foto: © Ski Walmendingerhorn/Frank Drechsel)

2. Skifahren, je länger, desto besser

Dem können und wollen wir definitiv nicht widersprechen. Schließlich können wir gar nicht lang genug auf den Brettern im Schnee herumtoben. Erwiesenermaßen ist ein längerer Skiurlaub in Oberstdorf-Kleinwalsertal auch besser für die Umwelt und das eigene Wohlbefinden, als mehrere kurze Trips zu planen. Weniger hin- und herfahren bedeutet weniger Zeit im Auto, geringeren Benzinverbrauch und gleichzeitig deutlich weniger Stress. Jeder gewinnt, die Umwelt, die eigene Gesundheit und das eigene Portemonnaie. Ein perfekter Wintertag in Oberstdorf-Kleinwalsertal beginnt nun mal autofrei.

3. Mit Sonne, Wasser & Ökostrom auf den Berg 

Ja, ob wir das nun glauben wollen oder nicht, doch Liftanlagen, Bergbahnen und alle anderen Aufstiegsanlagen eines Skigebietes benötigen Strom. Die Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal nutzt dabei nicht nur zu 100 % Ökostrom. Es produziert einen Teil davon gleich selbst. Im Wasserkraftwerk an der Nebelhornbahn zum Beispiel oder in den Fotovoltaik-Anlagen am Fellhorn und am Walmendingerhorn. Ersteres erzeugt sogar so viel Strom, dass es den jährlichen Verbrauch der Nebelhorn-Kabinenbahn deckt. Die Ressourcen der Natur für eine gesündere Umwelt nutzen, Sonne und Wasser machen es möglich.

4. Schutzgebiete für respektvolles Skifahren 

Ja, es sind noch mehr Lebewesen auf den verschneiten Alpen unterwegs, als leidenschaftliche SkifahrerInnen und SnowboarderInnen. Um die heimischen Wildtiere wie Schneehühner und Schneehasen besser zu schützen, haben die Skigebiete der Zwei-Länder-Skiregion mehrere Schutzgebiete ausgewiesen und mit Hinweisen und Beschilderungen versehen. Dadurch wissen Tiefschneeliebhaber immer genau, wo sie im offenen Gelände ihre Bahnen ziehen können, ohne die Natur zu stören, auch abseits der 130 präparierten Pistenkilometer.

Mit selbstproduziertem Strom mit Sonne & Wasser auf den Berg (Foto: © Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen)

5. Grüne Raupen für weiße Pisten

Wenn du mit deinen Liebsten schon gemütlich in der Sauna entspannst, beginnt die Arbeit der Pistenraupen. Die Fahrzeug-Flotte der Oberstdorfer und Kleinwalsertaler Bergbahnen ist dabei allerdings besonders. Immerhin verbrauchen die PistenBullys 600 E+ dank eines Diesel-Elektrik-Antriebs 20 % weniger Kraftstoff. Dieser umweltfreundlichere Hybrid-Antrieb hat noch eine weitere Besonderheit. Fährt die Raupe bergab, wird extra Energie für die Schneefräse produziert. So werden die Pisten frisch präpariert – grün, versteht sich.

6. Gesunder & nachhaltiger Einkehrschwung

Auch beim Einkehrschwung kannst du ein Zeichen setzen – ohne auf die leckeren Gerichte der Region verzichten zu müssen. Viele der Bergrestaurants und Berghütten haben ihr Speiseangebot auf regionale und saisonale Gerichte umgestellt, oder Bio-Produkte auf das Menü gesetzt. Du kannst aber noch einen Schritt weiter gehen und dadurch noch mehr für die Umwelt tun. Verzichte einfach regelmäßig auf Fleischgerichte – ja, auch im Winterurlaub – oder probiere die Gerichte der regionalen Feel-Good-Linie. Guten Appetit!

Nachhaltiger Einkehrschwung Oberstdorf Kleinwalsertal
Gesunder & nachhaltiger Einkehrschwung (Foto: © Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen)

Winterurlaub in der Zwei-Länder-Skiregion

Auch in den nächsten Jahren werden sich die Skigebiete von Oberstdorf-Kleinwalsertal für eine umweltfreundlichere Nutzung der Berge und Pisten einsetzen. Familien, Genuss-SkifahrerInnen und Tagesgäste aus Österreich und Deutschland lieben die abwechslungsreiche Skiregion mit ihren 130 Pistenkilometern. Zu den besonderen Höhepunkten zählen dabei die 7 Adler Stationen verteilt auf den 7 Skibergen, eine Langlauftour auf den 125 Loipenkilometern der Region oder das Nachtskifahren zum Beispiel in Riezlern auf der Skipiste des Kesslerlifts. Unsere Berge, unsere Natur: Lasst uns diese besondere Bergwelt in Oberstdorf und im Kleinwalsertal gemeinsam erhalten!

Dieser Blog wurde in freundlicher Zusammenarbeit mit Oberstdorf-Kleinwalsertal erstellt.

Glück auf und Hallo! Die Liebe zum Schnee wurde mir in die Wiege gelegt. In der Schule hatte ich Wintersport als Unterrichtsfach, der Grundstein für mein Lebenshobby Snowboarden. Im Skiverbund SkiBig3 in den Rocky Mountains in Kanada fühle ich mich am wohlsten.

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