11. Januar 2020 Von: Leonie in SkifahrenWintersport

Die Wettkämpfe im Ski Alpin sorgen regelmäßig für hohe Einschaltquoten im TV und stimmungsvolle Stadien an den Wettkampforten. Kein Wunder, Menschen wollen immer wissen wer der Beste ist, auch beim Skifahren. Damit Sie den Überblick im Skisport behalten, erklärt Snowplaza die verschiedenen Disziplinen Slalom, Riesentorlauf/Riesenslalom, Super G, Abfahrt und Alpinkombination und definiert auch den Unterschied zwischen Weltcup und Skiweltmeisterschaft, damit Sie bei der nächsten Podiumsdiskussion am Skifahrerstammtisch die Nase vorn haben.

Disziplinen

Der alpine Skilauf, den wir heute kennen, hat mehrere Disziplinen. Diese sind: Slalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und Parallelrennen. Jede Disziplin hat ihre eigenen Regeln für den Kurs und das Material der Athleten. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht zu den verschiedenen Disziplinen, die offizielle Abkürzung, die Materialanforderungen und die Übersetzungen ins Englische. Die folgende Übersicht bezieht sich auf die Weltcup-Wettbewerbe. Für die Jugend und die Teilnehmer an den Europacup- und FIS-Wettbewerben gelten andere Regeln und Ausrüstungsanforderungen.

Slalom (SL)

Im Slalom kommt die meiste Technik zum Einsatz. Dies ist die Disziplin, bei der die Schwünge am kürzesten sind. Die Skiläufer haben hier Sicherheitsbügel am Helm, Handschützer an den Skistöcken sowie Schienbeinen. Bei diesen Rennen fahren die Teilnehmer gegen die Stangen an. Der Slalom wird über 2 Abfahrten gefahren. Lauf 1 in der Reihenfolge der Startnummern und in Lauf 2 gehen die schnellsten 30 in umgekehrter Reihenfolge an den Start. So startet derjenige, der die langsamste Zeit gefahren ist, als Erster im zweiten Lauf und derjenige, der die schnellste Zeit gefahren ist, als Letzter.

  • Englisch: Slalom
  • Skilänge Frauen: minimal 155 cm
  • Skilänge Männer: minimal 165 cm
  • Skiradius: keine Anforderungen

Das Video unten zeigt den Slalomlauf von Mikaela Shiffrin, einer der besten Slalom-Skifahrerinnen im Moment. In diesem Video können Sie sehen, wie sie die Stöcke mit den Schonern an ihren Schienbeinen und Skistöcken blockiert.

Riesentorlauf (RT)/Riesenslalom (RS)

Die Schwünge beim Riesenslalom sind schon viel länger als beim Slalom und die Einzelstangen wurden durch Doppelstangen mit einer Fahne dazwischen ersetzt. Die Skifahrer haben hier Skier von 183-193 cm mit einem Mindestradius von 30 m. Hier sieht man oft Skifahrer, die einen Schutz an den Unterarmen tragen und damit die Stöcke abwehren. Auch hier fahren die Teilnehmer 2 Abfahrten: Durchlauf 1 in der Reihenfolge der Startnummer und in Durchlauf 2 gehen die schnellsten 30 wiederum in umgekehrter Reihenfolge an den Start.

  • Englisch: Giant Slalom
  • Skilänge Frauen: minimal 188 cm
  • Skilänge Männer: minimal 193 cm
  • Skiradius Frauen: minimal 30 m
  • Skiradius Männer: minimal 30 m
Riesenslalom
Jede Saison wird die Weltcupsaison mit dem Riesenslalom in Sölden eröffnet. (Foto: © Ötztal Tourismus, Ernst Lorenzi)

Super G (SG)

Im Super G sind die Schwünge noch länger und die Geschwindigkeit ist noch höher als im Riesenslalom. Da die Schwünge länger sind, haben die Skifahrer hier auch längere Skier mit einem größeren Radius. Die Geschwindigkeit kann bis zu 100 km/h betragen und die Skifahrer machen weite Sprünge. Im Gegensatz zum Slalom und Riesenslalom hat der Super G nur einen Durchlauf.

  • Englisch: Super G
  • Skilänge Frauen: minimal 205 cm
  • Skilänge Männer: minimal 210 cm
  • Skiradius Frauen: minimal 40 m
  • Skiradius Männer: minimal 45 m

Abfahrt

In dieser Disziplin ist die Geschwindigkeit am höchsten und die Sprünge am weitesten. Es gibt nur wenige Kurven in der Strecke und es gibt sogar Strecken, auf denen man buchstäblich geradeaus hinunterfährt. Downhill und Super G sind sich ziemlich ähnlich, aber man kann sie durch die Farben der Tore auseinanderhalten. Im Super G sind die Tore abwechselnd rot und blau, auf der Abfahrt haben alle Tore die gleiche Farbe. Auch auf der Abfahrt fahren die Athleten nur einen Durchlauf. Die Abfahrt ist der spektakulärste Teil im Weltcup, von denen das Hahnenkammrennen das populärste Rennen ist. Es wird jährlich in Kitzbühel organisiert.

  • Englisch: Downhill
  • Skilänge Frauen: minimal 210 cm
  • Skilänge Männer: minimal 218 cm
  • Skiradius Frauen: minimal 50 m
  • Skiradius Männer: minimal 50 m
Abfahrt
Hohe Geschwindigkeiten und lange Sprünge, dem müssen sich Skifahrer auf der Abfahrt stellen. (Foto: © Kitzbüheler Alpen)

Alpinkombination

Der Name sagt schon alles, dies ist eine Kombination aus zwei Disziplinen. Die Skifahrer fahren eine Abfahrt oder Super G, gefolgt von einer Abfahrt im Slalom. Die Zeiten dieser Läufe werden zusammengezählt und derjenige, der am Ende die schnellste Zeit erzielt, gewinnt.

Parallelrennen (PSL of PGS)

Es gibt auch das Parallelrennen, was mehrmals pro Saison stattfindet. Dies kann in Form eines Slaloms oder eines Riesenslaloms sein. In diesem Fall werden zwei identische Strecken nebeneinander aufgebaut, wobei die Skifahrer gleichzeitig starten. Sie starten entweder in der roten oder in der blauen Bahn. Nach diesem ersten Durchlauf wird ein zweites mal gefahren. Das machen die Rennläufer in der anderen Bahn, so dass beide Skifahrer einmal die rote sowie die blaue Bahn gefahren sind. Derjenige, der die schnellste Gesamtzeit hat, kommt in der nächsten Runde weiter.

Weltcup

Der Name 'World Cup' erinnert vielleicht an Weltmeisterschaften, aber das ist er sicher nicht. Während der gesamten Saison werden pro Disziplin verschiedene Wettbewerbe organisiert. Diese sind Teil eines Serienwettbewerbs, des Weltcups. Aufgrund einer Punkteberechnung erhält jeder Skifahrer eine bestimmte Anzahl von Punkten (wir ersparen Ihnen diese Berechnung) und der Skifahrer, der am Ende der Saison die meisten Punkte hat, gewinnt den Weltcup-Titel in dieser Disziplin. Der Skifahrer, der in allen Disziplinen die besten Ergebnisse erzielt hat, erhält den Gesamtweltcup-Titel.

  • Englisch: World Cup

(Alpine) Skiweltmeisterschaft

Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften werden alle zwei Jahre ausgetragen. Diese finden in Form eines Parallelslaloms oder Riesenparallel-Slaloms statt. 

  • Englisch: World Championships alpine skiing/FIS World Ski Championships

Geschichte Ski Alpin

Ski Alpin ist vor vielen Jahren entstanden und hat eine reiche Geschichte. Der alpine Skisport hat seinen Ursprung genauer gesagt im Jahr 1850, in dem ein norwegischer Skifahrer herausfand, dass es sich auf den Latten einfacher fortbewegt, wenn auch die Fersen an diesen fixiert sind. Bis dahin waren nämlich nur die Zehen an den Skiern befestigt, genau wie beim Ski-Langlauf. Bei hoher Geschwindigkeit war dies alles andere als praktisch, weshalb der Norweger eine Bindung entwickelte, in der auch die Fersen des Skifahrers fixiert waren. Im Laufe der Jahre haben sich der Sport und das Material enorm verändert. Während das Skifahren zunächst zum Transport im Schnee diente, entwickelte es sich im 19. Jahrhundert zum Leistungssport. Der erste Wettbewerb wurde 1840 abgehalten und der erste nationale Wettkampf fand 1868 statt, alles in Norwegen. Zu dieser Zeit wurde die Begeisterung für den Sport geboren und Jahre später verbreitete sich der Sport auch im restlichen Europa und den USA. Der erste Slalomwettbewerb wurde 1922 in Mürren, in der Schweiz, organisiert. Danach entwickelte sich die Sportart sowohl vom Wettkampfformat als auch von der Größe her zu der Sportart, die sie heute ist. Mittlerweile gibt es mehrere Disziplinen, in denen Männer und Frauen um die schnellste Zeit wetteifern.

Aufgewachsen am Rand des Sauerlands und Kölnerin im Herzen, reise ich für mein Leben gern. Verschneite Bergwelten entdecke ich am liebsten wandernd!

 
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