5. Mai 2019 Von: Max in Bergwetter | 0 Kommentare

Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Wenn wir in der Redaktion auf den Winter zurückblicken, hat das weiße Gold seine Spuren hinterlassen. Was für ein Winter! Im Januar wurde ein Schneerekord nach dem anderen gebrochen, zumindest in Österreich. Hier fiel besonders viel Neuschnee. Auf der Nordkette in Innsbruck wurden zu dieser Zeit in einer Woche sieben Meter Neuschnee verzeichnet. Im weiteren Verlauf wurde der Februar ein durchaus sonniger und trockener Monat, wohingegen sich im März und April die sonnigen und schneereichen Tage die Waage hielten. In diesem Artikel blicken wir auf den Winter 2018/2019 zurück. Ein Winter, den wir so schnell nicht vergessen werden.

Regelmäßige Schneefälle ab August

Im Spätsommer 2018 konnten wir auf den Webcams mitansehen, wie sich ab August die Bergspitzen über 2.000 m regelmäßig weiß färbten. Dennoch dauerte es bei den Gletscherskigebieten eine Weile, bis der Skibetrieb aufgenommen werden konnte. Der Schnee war einfach nicht genug und so kam es, dass manche Gebiete ihre Öffnungszeiten im Oktober um ein bis zwei Wochen verschieben mussten. Ende Oktober war es dann soweit. Der erste echte Snowdump sorgte sogar davor, dass beim Weltcupstart in Sölden einer von den zwei Wettkampftagen abgesagt werden musste. Dieser erste größere Schneefall legte eine gute Basis für den Dezember, der wettermäßig keine großen Überraschungen bereithielt. Doch dann kam der Januar.

Pistes Sölden
Anfang November in Sölden: Gute Pistenverhältnisse

Der Januar im Zeichen des Schnees

In der ersten Januarwoche jagte ein Schneefall den nächsten. Circa drei Wochen lang, schien es durchzuschneien, vor allem in Österreich. Einige Redaktionsmitglieder waren den ganzen Januar in den Alpen unterwegs und bekamen vom vielen Schneeschaufeln schon Hulk-Oberarme. Öfter war in den Medien vom Schneechaos die Rede, die Skigebiete jedoch blieben ruhig, sperrten ab und zu Straßen, sprengten Lawinen ab und gaben die Zufahrtswege wieder frei. Ab und zu waren dennoch Dörfer und Straßen für länger abgeschnitten und abgeriegelt. Viele äußerten sich und wollten mitdiskutieren beim Schneechaos. Am Ende stand jedoch immer der Satz: „Früher war das ganze total normal.“ Klar, die meisten von uns, haben lange nicht mehr so viel Schnee gesehen und waren schon sehr beeindruckt von diesen Schneemassen. In Hochfilzen im Pillerseetal fielen nach Angaben von 1. bis 15. Januar 451 Zentimeter Schnee, das kam selbst in 100 Jahren nicht vor. Laut offiziellen Angaben verbrachten Helfer im öffentlichen Dienst 24.000 Stunden allein mit Schneeräumen im Januar. Die Schneeräumer fuhren 1,3 Millionen Kilometer und streuten 34.000 Tonnen Salz. In den Skigebieten wurden auch regelmäßig Pisten abgeschlossen, was dafür sorgte, dass kaum Skifahrer wirklich Schaden nahmen.

Sneeuw op een chalet
Da kam einiges runter im Januar

Kaiserwetter zu den Faschingsferien

Der Februar zeigte sich dann doch wieder sonniger und trockener. Die Temperaturen stiegen und ab und an fiel anstatt Schnee auch ein bisschen Regen in den niedergelegenen Gebieten. Die Faschingsferien waren vielerorts sehr sonnig und warm, was die Skifahrer ab Mittag meist auf die Sonnenterrassen verschlug.

wintersportterras
Ohne Jacke auf der Terrasse in den Faschingsferien

Tolle Skifahrerwochen im März und Schnee im April

Im März fiel regelmäßig Schnee. Der wechselte sich mit extrem sonnigen Wetterperioden ab, was für einen perfekten Skifahrer-Wetter-Mix sorgte. Auf den Pisten gab es regelmäßig Neuschnee und die Kaiserwetter-Tage blieben auch nicht aus. Die Temperaturen wechselten sich genauso ab, superkalt und dann wieder 23 Grad im Tal. Anfang April kam dann nochmal ein kräftiger Schneefall in Italien vorbei und sorgte für perfekte Powderbedingungen. Alles in allem war es ein toller Winter!

Anfang April in Livigno

Sommerstop Alpenwetter

Genau wie jedes Jahr wird dieser Rückblick das letzte Alpenwetter für die Skisaison. Besucher auf Snowplaza.de können sich jedoch auf unseren Wetterseiten jederzeit über das regionale Wetter in den Alpen informieren. Wir melden uns dann mit dem ersten, echten Schneefall in der kommenden Wintersaison zurück. Bis dahin wünschen wir all unseren Besuchern einen schönen Sommer!

Praktische Wetterlinks

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Aufgewachsen im schönen Bayern, hatte ich die Berge stets in greifbarer Nähe. Im Winter arbeite ich im Zillertal als Snowboardlehrer. Bei Snowplaza berichte ich über die neuesten Trends und News im Wintersport.

 
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