Mit der ersten Gondel nach oben fahren, Ski oder Snowboard anschnallen und erst aufhören, wenn die Beine genug haben. Oder du lässt die Piste links liegen und sammelst Kilometer auf einer Höhenloipe oder einem Winterwanderweg. Wie sportlich dein Wintertag wird, entscheidest du in Tirol selbst. Manchmal testest du deine Grenzen, an anderen Tagen geht es vor allem darum, gemeinsam Zeit in der Natur zu verbringen und anschließend mit einem zufriedenen Gefühl in einer Berghütte einzukehren.
Welche Herausforderung wählst du?
Nicht alle aktiven WintersportlerInnen haben die gleichen Vorstellungen von ihrem Winterurlaub. In Tirol entscheidest du selbst, worin die Herausforderung des Tages besteht.
Auf den Berg, bevor der Tag richtig beginnt
Während die meisten Gäste noch beim Frühstück sitzen, hast du in mehreren Tiroler Skigebieten bereits die Möglichkeit mit der Bahn nach oben zu fahren. Beim Sunrise Skiing öffnen ausgewählte Lifte früher und du ziehst die ersten Schwünge über frisch präparierte Pisten. Moderne Liftanlagen, gut erreichbare Talstationen und Skibusse machen es einfach, früh in einen langen Skitag zu starten.
Unter anderem Gurgl, Serfaus-Fiss-Ladis, Mayrhofen, Hochzillertal-Hochfügen und die Zillertal Arena bieten solche frühen Skitage auf der Piste an. Manchmal endet der besondere Morgen noch mit einem gemeinsamen Frühstück am Berg. Das Angebot unterscheidet sich je nach Skigebiet und Zeitraum. Informiere dich deshalb vorab über Termine und Bedingungen.
Fünf Abfahrten - viele Kilometer
Hier erfährst du mehr über die Top 10 der längsten Pisten in Tirol! Wer gerne lange am Stück fährt, findet in Tirol mehrere Pisten, auf denen Kondition und Technik auf die Probe gestellt werden. Wir stellen fünf davon vor:
- Schwarze Schneid in Sölden
Die Abfahrt beginnt am Rettenbachferner und endet rund 15 Kilometer und fast 2.000 Höhenmeter später im Tal. Auf dieser Skipiste lohnt es sich, die eigenen Kräfte gut einzuteilen - Frommes in Serfaus-Fiss-Ladis
Vom Schönjoch führt eine mehr als zehn Kilometer lange rote Abfahrt nach Ladis. Breite Passagen, steilere Abschnitte und viele Höhenmeter machen die Frommes für erfahrene SkifahrerInnen interessant. - Abfahrt nach Matrei in Osttirol
Im Großglockner Resort Kals-Matrei fährst du von 2.621 Metern Höhe rund elf Kilometer bis nach Matrei hinunter. Unterwegs reicht der Blick bis zum Großglockner und zu zahlreichen weiteren Dreitausendern. -
Kammabfahrt in SillianVom Thurntaler führt die rund elf Kilometer lange Kammabfahrt hinunter nach Sillian. Die rote Piste verläuft gleichmäßig ins Tal und überwindet etwa 1.300 Höhenmeter - eine lange Abfahrt, die Kondition verlangt.
-
Gefrorene Wand am Hintertuxer Gletscher
Vom Hintertuxer Gletscher führt die Abfahrt rund zwölf Kilometer und etwa 1.750 Höhenmeter hinunter ins Zillertal. Wer unterwegs eine Pause braucht, kann in einer der Hütten entlang der Strecke einkehren.
Langlaufen ist hier kein Ruhetag
Langlaufen gilt manchmal als ruhige Alternative zum Skifahren. Dieser Eindruck ändert sich allerdings schnell, sobald die Loipe ansteigt. Besonders beim Skating werden Arme, Beine und Kondition ordentlich gefordert.
Tirol bietet Loipen für klassische Langlauftechnik und für Skating. EinsteigerInnen haben die Möglichkeit, ihre Technik auf flachen Strecken zu verbessern, während erfahrenen LangläuferInnen längere Runden mit steilen Anstiegen und schnellen Abfahrten zur Verfügung stehen. In verschiedenen Langlaufregionen kannst du zudem Kurse besuchen, um die klassische Technik oder das Skating zu erlernen oder weiter zu verbessern.
Welche Loipe passt zu dir?
- Für einen knackigen Anstieg: Die 8,7 Kilometer lange Plaik-Loipe in Leutasch fordert dich mit einem steilen Anstieg und rund 169 Höhenmetern. Zur Belohnung warten abwechslungsreiche Wald- und Wiesenabschnitte mit Bergpanorama.
- Fürs Training am Karwendel: Auf der 6 Kilometer langen Fuchs-Brand-Loipe in Achenkirch geht es steil hinauf auf das Plateau eines Golfplatzes. Danach führt die Strecke mit schönem Auf und Ab am Karwendel entlang.
- Für eine kurze, intensive Runde: Die Tauferbergloipe in Niederthai ist nur 2,3 Kilometer lang, hat es mit 96 Höhenmetern aber in sich. Erst geht’s steil auf einen Bergrücken, dann kurvenreich wieder hinunter.
- Fürs Skating mit Anschluss: Die 5,9 Kilometer lange Loipe Bichlach in Reith bei Kitzbühel verlangt dir mit rund 240 Höhenmetern einiges ab. Sie ist nur für Skating gespurt und lässt sich nach St. Johann, Oberndorf oder Going verlängern.
- Noch mehr Optionen für ambitionierte Langläufer!
Auf der Loipe stellt sich ganz von selbst ein bestimmter Rhythmus ein. Du hörst deinen Atem, spürst jeden Anstieg und merkst, wie sich deine Technik mit jedem Kilometer verbessert. Unterwegs triffst du andere LangläuferInnen, die sich mit derselben Konzentration durch die Winterlandschaft bewegen.
Winterwandern mit sportlichem Anspruch
Eine Winterwanderung muss kein kurzer Spaziergang durchs Dorf sein. In den Tiroler Bergen gibt es präparierte Wege, auf denen du mehrere Stunden unterwegs bist und einige Höhenmeter zurücklegst.
In der Wildschönau startet ein ruhiger, 3,6 Kilometer langer Winterwanderweg an der Schönangeralm und führt auch dorthin zurück. Unterwegs kommst du an einer Zirbenkapelle und weiten Wiesen vorbei; für die Runde solltest du etwa eine Stunde einplanen. Im Kaunertal geht es von Feichten durch den verschneiten Wald zur Aussichtsplattform Adlerblick. Der Aufstieg über rund 370 Höhenmeter lohnt sich für den weiten Blick ins Tal und zurück kannst du mit dem Schlitten rodeln. Wer es gemütlicher mag, dreht in Seefeld eine leichte Runde um den Wildsee, über den Pfarrhügel und vorbei am Seekirchl.
Winterwandern kannst du ganz unterschiedlich angehen:
- Wähle einen präparierten Weg, wenn du ohne besondere Ausrüstung wandern möchtest.
- Wandere zu einer Berghütte und mache das Mittagessen zum Ziel deiner Tour.
- Ziehe Schneeschuhe an und erkunde tiefer verschneites Gelände bei einer geführten Tour.
- Fahre mit einer Bergbahn nach oben und beginne deine Wanderung in der Höhe.
Gute Winterschuhe und warme Kleidung sind unverzichtbar. Informiere dich außerdem über das Wetter und den aktuellen Zustand des Weges. Fühlst du dich noch unsicher oder möchtest du wertvolles Zusatzwissen sammeln? Dann zieh am besten mit einem einheimischen Guide los!
Eine Pause, die du dir erst verdienen musst
Nach einer langen Abfahrt, einer Winterwanderung oder einer ausgedehnten Runde auf der Loipe ist eine Berghütte mehr als nur ein Ort für eine schnelle Mahlzeit. Dort können die Handschuhe trocknen, Routen verglichen und Pläne für den Nachmittag geschmiedet werden.
In ganz Tirol findest du kleine Almgasthöfe, traditionelle Wirtshäuser und moderne Bergrestaurants. Einige liegen direkt an der Piste, andere erreichst du nur zu Fuß oder mit Langlaufski. Auf der Speisekarte stehen Tiroler Gerichte, wie zum Beispiel Kaiserschmarrn und Kasspatzln, die mit regionalen Zutaten zubereitet werden.
Wenn die Sonne untergeht, geht das Wintererlebnis weiter
Wer nach der letzten Liftfahrt noch Energie hat, muss nicht sofort in die Unterkunft zurückkehren. An verschiedenen Orten in Tirol werden auch am Abend abwechsungsreiche Winteraktivitäten angeboten. Das kannst du nach Sonnenuntergang unternehmen:
- Nachtskifahren auf einer beleuchteten Piste
- Rodeln auf einer beleuchteten Rodelbahn
- Eislaufen inmitten wunderschöner Natur
- Eine Nachtwanderung mit Stirnlampe unternehmen
Rund um Innsbruck sowie im Stubaital, Pitztal, in Ischgl und im Zillertal gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Nachtrodeln. Die 6,6 Kilometer lange Sportrodelbahn an der Elferbahn im Stubaital gehört zu den längeren beleuchteten Abfahrten. Informiere dich vorab, ob die Rodelbahn geöffnet ist. Feste Schuhe, warme Kleidung und ein Helm gehören zur Ausrüstung. Auch auf einer beleuchteten Strecke ist eine Stirnlampe sinnvoll.
So könnte ein abwechslungsreicher Wintertag aussehen
- 7.30 Uhr – Mit der ersten Bahn nach oben. Beim Sunrise Skiing ziehst du die ersten Spuren über eine noch leere Piste.
- 10.30 Uhr – Zeit für eine lange Abfahrt. Nach einigen Runden zum Aufwärmen wählst du eine Piste, die bis ins Tal führt.
- 12.30 Uhr – Mittagessen in einer Berghütte. Die Ski kommen in den Ständer und auf dem Tisch warten Knödel, Suppe, Tiroler Gröstl oder Kaiserschmarrn.
- 14.00 Uhr – Eine andere Sportart ausprobieren. Du wechselst auf die Langlaufski, ziehst die Wanderschuhe an oder suchst dir neue Lines im Snowpark.
- 17.00 Uhr – Kurz erholen. Zurück in der Unterkunft ziehst du die Skischuhe aus und wärmst dich auf.
- 20.00 Uhr – Noch eine letzte Abfahrt. An ausgewählten Abenden kannst du zum Nachtskifahren gehen oder über eine beleuchtete Bahn ins Tal rodeln.
Menschen, die die Berge zu ihrem Beruf gemacht haben
Ein aktiver Winterurlaub besteht nicht nur aus zurückgelegten Kilometern. In Tirol begegnest du Menschen, die dort leben, Sport treiben und arbeiten. Das passiert in einer Berghütte oder bei einer Veranstaltung, aber auch in kleinen Werkstätten, in denen traditionelles Wissen weitergegeben wird.
In Innsbruck werden beispielsweise Ski aus Holz nach Maß gefertigt. Bei einem Besuch in der Werkstatt erfährst du, wie viel Handarbeit in der Ausrüstung steckt, mit der du anschließend den Berg hinunterfährst. Anderswo ist es möglich, RodelbauerInnen, GlasbläserInnen, SchmiedInnen und KäserInnen kennenzulernen.
Einige HandwerkerInnen bieten Führungen oder Workshops an. Dabei schaust du nicht nur zu, sondern kannst sogar selbst mitarbeiten. Reserviere deinen Platz rechtzeitig, denn viele der Werkstätten sind klein. Mehr Infos!
Wo möchtest du morgens aufwachen?
Die passende Unterkunft hängt davon ab, was du während deines Urlaubs unternehmen möchtest.
- Vor allem Skifahren: Wähle eine Unterkunft in der Nähe einer Talstation oder Skibushaltestelle.
- Viel Langlaufen: Suche nach einer Unterkunft mit direktem Zugang zum Loipennetz.
- Den Tag selbst einteilen: Eine Ferienwohnung bietet zusätzliche Freiheit und Platz für die Sportausrüstung.
- Das Leben vor Ort kennenlernen: Übernachte bei privaten GastgeberInnen oder auf einem Bauernhof.
- Jeden Morgen früh beginnen: Prüfe, wie schnell du Lift, Loipe oder Winterwanderweg erreichst.
Achte bei der Buchung also nicht nur auf die Entfernung zur Piste. Auch ein Skidepot, ein Trockenraum für Schuhe und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr können während eines aktiven Urlaubs einen großen Unterschied machen. Entdecke verschiedene Unterkünfte!
Ohne Auto zum nächsten Abenteuer
Diverse Tiroler Wintersportorte sind mit dem Zug erreichbar. Einige Skigebiete liegen fast direkt an einem Bahnhof. Bei anderen Reisezielen steigst du für das letzte Stück in einen Bus oder Transfer um.
Vor Ort verbinden Skibusse die Dörfer, Unterkünfte und Talstationen. In vielen Regionen ist die Nutzung eines Teils des örtlichen öffentlichen Nahverkehrs in der Gästekarte enthalten. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Urlaubsort und Unterkunft.
Wie aktiv wird dein Winter in Tirol?
An einem Tag stehst du bei Sonnenaufgang auf der Piste und beendest den Abend auf einer beleuchteten Rodelbahn. Am nächsten Tag findest du deinen Rhythmus auf der Loipe oder wanderst zu einer Berghütte, in der das Mittagessen bereits wartet. Du musst nicht jeden Tag dieselbe Sportart wählen oder ständig an deine Grenzen gehen. Es geht darum, draußen in der wunderschönen Natur zu sein, etwas zu unternehmen und das Erlebnis mit den Menschen zu teilen, denen du unterwegs begegnest.
Tirol. Abenteuer für alle.
Entdecke einen Winter voller Energie in Tirol.
Dieser Beitrag wurde in freundlicher Zusammenarbeit mit Tirol erstellt.