Seit einigen Tagen ist es in den Alpen sehr mild und überwiegend sonnig – doch das wird sich ändern. Mit einer zunehmenden südwestlichen Strömung in den Höhenlagen strömt deutlich feuchtere Luft in den Alpenraum. In den Nordalpen entsteht Föhn, während es in den Südalpen vor allem am Dienstag kräftig schneien wird. Danach klart es vorübergehend auf, doch die nächsten Schneefälle stehen bereits wieder auf den Wetterkarten. In diesem Wetterbericht erfährst du alles über das Wetter in den Alpen in den kommenden Tagen und die ersten Prognosen für das Bergwetter in den Weihnachtsferien.
In Kürze:
- Montag: viel Sonne in der Höhe, aber (Hoch-)Nebel in den Tälern; in den Nordalpen entsteht Föhnwind.
- Dienstag: Föhn und mild auf der Nordseite, aber Schnee auf der Südseite – besonders gute Chancen in Nordwestitalien.
- Mittwoch: südliche Strömung lässt nach; Restbewölkung hält sich noch kurz, danach wieder trockener.
- Donnerstag/Freitag: Hochdruck kehrt zurück mit Sonne, aber in Österreich und der Schweiz viel Hochnebel in den Tälern.
- Richtung Weihnachtsferien: Zeichen für Abkühlung, aber große Schneefälle stehen noch nicht in den Prognosen.
Bald sind Weihnachtsferien!
Nur noch ein paar Tage arbeiten oder Schule – dann starten die Weihnachtsferien 2025/2026. Dann macht sich die erste große Gruppe WintersportlerInnen auf den Weg in die Alpen zum Skiurlaub mit der Familie, FreundInnen oder der ganzen Verwandtschaft. Ende November war es tief winterlich, aber leider ist es seit einigen Tagen wieder sehr mild und sonnig – und das sieht man in den Skigebieten. Vor allem Pisten an Südhängen haben es schwer, und in vielen Orten ist vom zuvor so schönen Winterwunderland kaum noch etwas übrig. KollegInnen Mike und Miranda sind aktuell in Österreich in verschiedenen Skigebieten, um sich die aktuellen Bedingungen anzusehen.
Sonnig – aber nicht mehr lange
Die Webcams zeigen heute Morgen strahlenden Sonnenschein und einen tiefblauen Himmel, doch besonders in den Südalpen ändert sich das schnell. Das wetterbestimmende Hochdruckgebiet hat seinen Schwerpunkt nach Südosteuropa verlagert und macht Platz für ein Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa. Durch eine zunehmende südwestliche Strömung in der Höhe strömt ab heute deutlich feuchtere Luft in den Alpenraum. Bis zum frühen Nachmittag bleibt es sonnig und trocken, danach zieht aus Südwesten rasch mehr Bewölkung auf.
Föhn in den Nordalpen
Die Kehrseite der südwestlichen Strömung: In den Nordalpen entsteht Südföhn. Der Wind nimmt dort ab dem Nachmittag deutlich an Stärke zu, sodass die Temperatur in rund 2.000 Metern Höhe heute zwischen 4 °C und 8 °C liegt. Nur in Regionen mit Hochnebel bleibt es deutlich kühler. Am Dienstag kann der Föhn besonders in den föhnanfälligen Alpentälern in Österreich und der Schweiz kräftig durchgreifen. Dort sind 15 °C und mehr möglich. In den Bergen weht ein kräftiger Südwestwind, wodurch die Temperaturen in den Nordalpen auch am Dienstag auf 2.000 Metern Höhe klar über dem Gefrierpunkt bleiben.
❄️ Schneeupdate: Davos Klosters am 15. Dezember 2025 ❄️
Das Skigebiet Davos Klosters inmitten der Graubündner Bergwelt zieht WintersportlerInnen aus der ganzen Welt an. In der Schweizer Skiregion kannst du in sechs Teilskigebieten auf über 300 Pistenkilometern Ski und Snowboard fahren und hast die Auswahl aus einer Vielzahl an Aktivitäten – sowohl auf der Piste als auch abseits davon. Davos Klosters punktet nicht nur mit einer hervorragenden Infrastruktur, sondern auch durch eine besonders lange Skisaison dank der hohen Lage und der guten Schneebedingungen.
Laut dem aktuellen Schneebericht aus der Region liegt eine schöne, weiße Schneedecke in den Höhenlagen. Aufgrund der ergiebigen Schneefälle im vergangenen Monat kann in Davos Klosters schon seit Anfang November Ski gefahren. Aktuell haben die Teilgebiete Parsenn Davos, Parsenn Klosters und das Jakobshorn täglich geöffnet. Ab Freitag kann man auch am Rinerhorn und Madrisa täglich Ski und Snowboard fahren. Auf den Gipfeln liegen bereits 59 cm Schnee, was perfekte Voraussetzungen für einen Skiurlaub bietet. Seht euch die Webcam-Bilder an, sie zeigen dass die Bedingungen in der traumhaften Bergkulisse von Davos Klosters noch immer bestens sind. Sonne, blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken und viel strahlendes Weiß im Skigebiet.
So sieht es aktuell in Davos Klosters aus:
Dienstag: Schnee für Italien
Vor allem im Nordwesten Italiens stehen die Zeichen am Dienstag für winterliche Niederschläge am besten – aber auch Grenzregionen in Frankreich und der Schweiz könnten betroffen sein. Das Muster ist interessant: Normalerweise zieht eine solche Wetterlage schnell nach Osten weiter, diesmal bleibt sie jedoch länger „hängen“. Dadurch steigt die Chance auf anhaltende Niederschläge an der Süd- und Südwestseite der Alpen. Besonders in Italien können die Schneemengen deutlich zulegen: In einigen Skigebieten fällt sicher ein halber Meter.
Die Schneefallgrenze bleibt in den französischen Alpen relativ hoch, bei etwa 1.800–2.000 Metern, kann in Italien jedoch bei 800–1.400 Metern liegen und in der Schweiz bei 1.000–1.500 Metern. Im äußersten Süden Österreichs sind am Mittwoch außerdem einzelne Schauer möglich, bei einer Schneefallgrenze um 1.700 Meter.
Am Mittwoch noch etwas Schnee, danach Sonne
Am Mittwoch lässt die südliche Strömung in der Höhe nach. Die wirklich feuchte Luft bleibt aber noch eine Weile über den Alpen „hängen“, auch wenn der Hochdruckeinfluss bereits wieder zunimmt. In den Südalpen kann noch etwas Schnee fallen, dann klart es schnell auf.
Ab Donnerstag liegt der Fokus wieder auf Hochnebel in den Tälern und Sonne darüber – besonders in Österreich und der Schweiz. Die Nebelobergrenze liegt häufig zwischen 600 und 1.000 Metern: darüber viel Sonne, darunter teilweise den ganzen Tag grau.
Ausblick Richtung Weihnachtsferien
Die Wetterkarten deuten zwar eine Abkühlung Richtung Weihnachten an, aber eine breite, lang anhaltende Schneeperiode ist in den Prognosen noch nicht „fest“ verankert. Anders gesagt: Es gibt Chancen auf regionale Schneefälle, aber wir sehen noch keinen überzeugenden, großflächigen Winterumschwung für den gesamten Alpenraum.