Der Wintersport in Österreich läuft wieder auf Hochtouren. Trotz eines schwierigen Starts in die Saison steuert das Alpenland gegen Ende offenbar auf einen echten Spitzenwinter zu. Mit rund 54 Millionen verkauften Skitagen macht Österreich erneut einen ernsthaften Anlauf auf den Weltrekord.
In Kürze:
- Österreich verzeichnet diesen Winter bisher rund 54 Millionen Skitage.
- Damit ist die Chance groß, dass das Land weltweit erneut an der Spitze liegt.
- Technische Beschneiung war entscheidend für den Erfolg.
Schwieriger Start, starkes Comeback
Die Saison begann alles andere als ideal, im weiteren Verlauf aber drehte sich das Blatt komplett. Nach Angaben des österreichischen Seilbahnverbands liegen die Zahlen inzwischen sogar auf einem Niveau mit den starken Wintern direkt nach der Corona-Zeit. Möglicherweise wird dies sogar noch übertroffen, sobald die endgültigen Zahlen vorliegen. Weil die Wintersaison in den USA schwächer verlief, ist der Weg für Österreich zudem frei, sich erneut die weltweite Spitzenposition bei den verkauften Skitagen zu sichern.
November und Dezember werden immer wichtiger
Auffällig ist, dass sich der Schwerpunkt der Wintersportsaison immer weiter nach vorne verlagert. Während früher vor allem der Januar als wichtigster Monat galt, beginnt die Hauptsaison inzwischen schon im November und Dezember. Allein in diesen beiden Monaten wurden 2025 in den österreichischen Bergregionen 12,2 Millionen Übernachtungen gezählt. Davon standen 8,7 Millionen direkt mit dem Wintersport in Verbindung.
Wintersport als Wirtschaftsmotor
Die wirtschaftliche Bedeutung ist enorm. Allein im November und Dezember wurden in den Bergregionen rund 1,2 Milliarden Euro ausgegeben. Wintersport ist der Grund für etwa 71 Prozent aller Übernachtungen in den Tälern. Damit bleibt der Skiurlaub eine der wichtigsten Säulen des Tourismus in Österreich.
Schneekanonen sind unverzichtbar geworden
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieser Saison war die technische Beschneiung. Vor allem zu Beginn des Winters war sie unverzichtbar, um Pisten öffnen zu können und damit Gäste anzulocken. Ohne künstliche Schneeproduktion hätten die Zahlen laut Schätzungen völlig anders ausgesehen. Dann wären vermutlich 10,4 Millionen Skitage und 8,7 Millionen Übernachtungen weggefallen. Der wirtschaftliche Schaden hätte sich auf rund 2,7 Milliarden Euro belaufen.
Blick nach vorn
Der Trend ist klar: Frühe Saisonstarts und Schneesicherheit werden immer wichtiger. Skigebiete investieren deshalb massiv in Beschneiungsanlagen und ein effizienteres Pistenmanagement. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, dürfte Österreich auch in den kommenden Jahren zu den absoluten Spitzenreitern im Wintersport gehören.