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Warum Sonnencreme beim Wintersport unverzichtbar ist und wie du Sonnenbrand vermeidest

Eincremen im Skiurlaub

Du kennst das: Den ganzen Tag fährst du bei Kälte Ski, mit einem leichten Wintersonnenschein… Und abends ist deine Nase knallrot und deine Lippen tun weh. Einer der am häufigsten gemachten Fehler von WintersportlerInnen ist, keine Sonnencreme und keinen Lippenbalsam mit LSF zu verwenden, mit den entsprechenden gesundheitlichen Risiken. Sonnencreme gehört neben Helm und Skibrille zur Grundausrüstung. Daher findest du in diesem Artikel alles über Sonnencreme beim Wintersport und warum richtiges Eincremen so wichtig ist.

Kurz zusammengefasst:

  • Mehr UV in der Höhe + Reflexion durch Schnee = höheres Sonnenbrandrisiko, auch im Winter.
  • Wähle mindestens LSF 30, besser LSF 50, und achte auf den UVA-Schutz (UVA-Symbol im Kreis).
  • Creme dich 15 Minuten vorher ein und wiederhole dies alle zwei Stunden (und sogar öfter, wenn du viel wischst/schwitzt).

Warum Sonnencreme beim Wintersport so wichtig ist

Für manche vielleicht keine Überraschung, für viele aber schon: Sonnencreme ist nicht nur im Sommer wichtig, sondern auch im Frühling, Herbst und Winter. Ob es kalt ist oder nicht: UV-Strahlung, also ultraviolette Strahlung, ist immer vorhanden und kann deine Haut direkt schädigen. Es gibt verschiedene Formen von UV-Strahlung, darunter UVB-Strahlen (verantwortlich für Bräune oder Rötung) und UVA-Strahlen (nicht sichtbar, aber verantwortlich für Hautalterung und Hautkrebs). In den Wintermonaten produziert deine Haut weniger Melanin, also das Pigment, das deine Haut dunkler färbt und natürlichen Schutz gegen UV-Strahlen bietet. Je mehr Melanin, desto langsamer verbrennst du, aber das schützt nicht vor UVA-Strahlen. Kurz gesagt: eincremen, besonders beim Wintersport!

Was passiert mit deiner Haut, wenn du dich nicht eincremst?

Die Sonne ist der größte Verursacher von Hautkrebs, einer der häufigsten Arten von Krebs. Sonnencreme ist und bleibt also eine unverzichtbare Begleitung für alle WintersportlerInnen. Wenn du dich nicht schützt, bekommt deine Haut ungefiltert UV-Strahlung ab. Kurzfristig reagiert dein Körper mit einer Entzündungsreaktion: Rötung, Wärmegefühl, Spannung und manchmal sogar Blasen und Abschälen der Haut (klassischer Sonnenbrand). Unter der Oberfläche kann UV-Strahlung DNA in Hautzellen schädigen. Dein Körper ist zwar in der Lage, viel zu reparieren, aber nicht alles, und diese Schäden können sich über die Jahre kumulieren. Denk an schnellere Hautalterung (trockener, gröber, mehr Fältchen) und ein höheres Risiko für Hautkrebs, besonders wenn du öfter einen Sonnenbrand bekommst.

Sonnenschutz beim Wintersport
Sonnenschutz beim Wintersport ist wichtig: zum Schutz deiner Haut vor UV-Strahlung

Warum du im Schnee schneller verbrennst

Okay, also Schutz ist wichtig. Aber warum ist das Risiko eines Sonnenbrands im Skiurlaub so hoch, auch wenn die Sonne nicht extrem stark scheint? Das hängt mit der Höhe, der Reflexion durch Schnee und dem tückischen Effekt von Bewölkung zusammen.

  1. UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu. Je höher du fährst, desto weniger Atmosphäre hält die UV-Strahlung ab. Die World Health Organization (WHO) nennt als Faustregel: etwa 10 % mehr UV-Strahlung pro 1.000 Meter.
  2. Der Schnee wirkt zudem wie ein Spiegel. Er reflektiert viele UV-Strahlen, sodass die Strahlung nicht nur von oben kommt, sondern auch von unten in dein Gesicht „gespiegelt“ wird. Genau deshalb verbrennst du oft an Nase, unteren Wangen und Kinn. Laut WHO kann Schnee bis zu 80 % der UV-Strahlung reflektieren.
  3. Bewölkung schützt weniger, als du denkst. Auch an grauen Tagen dringen noch ordentlich viele UV-Strahlen durch die Wolken. Daher verbrennst du manchmal gerade an Tagen, an denen du es gar nicht erwartest.

Welche Sonnencreme wirkt am besten beim Wintersport?

Du musst es nicht kompliziert machen, aber diese Punkte machen den Unterschied:

  • Nutze mindestens einen Sonnenschutz mit LSF 30, besser noch mit LSF 50. Besonders wenn du hoch oben in den Bergen unterwegs bist, eine helle/empfindliche Haut hast, im Frühjahr Ski fährst oder den ganzen Tag draußen unterwegs bist.
  • Achte immer auf UVA- und UVB-Schutz. In Europa hilft das UVA-Logo (UVA im Kreis): Laut europäischer Empfehlung sollte der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des LSF-Werts betragen.
  • Wähle eine Sonnencreme, die speziell für den Wintersport entwickelt wurde. Diese unterscheiden sich von Sommerprodukten, weil sie nicht wasserbasiert sind und ein Einfrieren verhindern. So kannst du dich auch bei niedrigen Temperaturen gut eincremen.
  • Vergiss deine Lippen nicht! Auch sie können beim Wintersport in den Bergen verbrennen. Nutze hierfür einen speziellen Lippenbalsam mit LSF.
Spezielle Sonnencreme für den Winter
Für WintersportlerInnen gibt es spezielle Sonnencreme

Wie oft eincremen? Die einfache Pisten-Routine ohne Stress!

Dermatologen und Gesundheitsorganisationen sind sich in diesem Fall einig: Creme dich 15 Minuten, bevor du nach draußen gehst, ein. Wiederhole das alle zwei Stunden, solange du dich draußen aufhältst. Schwitzt du viel und reibst du dir oft ins Gesicht? Dann solltest du sogar noch häufiger nachcremen. Die Pisten-Routine:

  1. Frühstück: Gesicht, Ohren, Nacken eincremen.
  2. Kaffeepause: Erneut eincremen.
  3. Mittagessen: Hinsetzen und sofort nachcremen.
  4. Zwei Stunden nach dem Mittagessen: Noch einmal nacharbeiten.
  5. Draußen beim Après-Ski? Erst eincremen, dann anstoßen!

Und nicht zu vergessen: Trage eine ausreichende Menge Sonnencreme auf. Zu wenig Sonnencreme bedeutet unzureichenden Schutz. Auf der Piste ist oft weniger Haut zu sehen, aber fürs Gesicht gilt nach wie vor: lieber zu viel als zu wenig.

Die sechs größten Sonnencreme-Fehler beim Wintersport

  1. Nur morgens eincremen und dann nicht mehr
  2. Glauben, dass Kälte oder Bewölkung „sicher“ sind
  3. UVA vergessen (hoher LSF, aber mäßiger UVA-Schutz)
  4. Zu wenig Sonnencreme auftragen
  5. Hotspots auslassen (Ohren/Nacken/Unterkiefer)
  6. Nicht regelmäßig nachcremen
Ausreichend Sonnencreme benutzen
Verwende ausreichend Sonnencreme während du Wintersport treibst

Diese Stellen werden am häufigsten vergessen (und verbrennen am schnellsten)

Check dich (oder dein Kind) kurz:

  • Nasenrücken und Seiten der Nase
  • Wangenknochen und obere Wangenpartie
  • Ohren
  • Nacken (unter dem Helm/Buff)
  • Unteres Kinn/Kieferlinie (Reflexion vom Schnee)
  • Lippen nicht vergessen: Nimm einen Lippenbalsam mit LSF 30 oder höher mit.
Lipbalsam mit hohem LSF für WintersportlerInnen
Wichtig! Lipbalsam mit hohem Lichtschutzfaktor für WintersportlerInnen

Zusätzlicher Schutz, der wirklich einen Unterschied macht

Sonnencreme ist die Basis, aber kombiniere sie damit, zur Mittagszeit oder Kaffeepause nicht voll in der Sonne zu sitzen, so schön das auch ist. Schütze deinen Nacken mit einem Buff oder einem hohen Kragen und überprüfe auch den UV-Schutz deiner Skibrille.

Kinder und Sonne: Bei ihnen gilt es, besonders aufmerksam zu sein

In der EU-Empfehlung wird betont, dass Sonnenexposition in der Kindheit zum Hautkrebsrisiko später beiträgt und Sonnencreme nicht den Eindruck vermitteln darf, dass kleine Kinder, ohne weitere Schutzmaßnahmen, geschützt sind. Kinderhaut ist empfindlich und sie befindet sich außerdem häufiger im Schnee (spielen, rollen, rodeln), was zusätzliche Reflexion bedeutet. Also, lieber eine Mittagspause mehr drinnen verbringen.

Kind mit Sonnenbrille im Schnee
Kinder im Schnee müssen besonders vor der Sonne geschützt werden

Goggle Burn: So vermeidest du ihn

Goggle Burn (rote Haut mit weißem Skibrillen-Rand) entsteht durch starke UV-Strahlung, Höhe und die Reflexion des Schnees. Mit diesen Maßnahmen kannst du ihn effektiv vermeiden:  

  • LSF 30, besser LSF 50, mit UVA- und UVB-Schutz verwenden.
  • 15 Minuten vor dem Skifahren eincremen und alle zwei Stunden nachcremen.
  • Nase, Wangen, Unterkinn, Ohren und Lippen nicht vergessen.
  • Skibrille mit 100 % UV-Schutz tragen und Pausen in der prallen Sonne vermeiden.

FAQ: Häufige Fragen zu Sonnencreme beim Wintersport

Muss ich mich auch eincremen, wenn es bewölkt ist oder schneit?

Ja, creme dich jeden Tag ein, wenn du Wintersport treibst. UV kann durch (dünne) Bewölkung dringen und wird durch Schnee-Reflexion zusätzlich tückisch.

Warum habe ich oft nur eine rote Nase und einen weißen „Skibrillen-Abdruck“?

Weil die Skibrille einen Teil des Gesichts abdeckt und Wangen/Nase durch Reflexion extra UV-Strahlung abbekommen: Du siehst also genau, wo die Sonne hingekommen ist und wo nicht.

Woran erkenne ich, ob eine Sonnencreme "gut genug" ist?

Schau, ob die Sonnencreme für Wintersport geeignet ist, wähle einen hohen Faktor (LSF30 oder LSF50) und überprüfe den UVA-Schutz.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.