27. Januar 2017 Von: Marlene in 'Reisetipps'' | 0 Kommentare

Im Iglu schlafen! Wer hat sich das als Kind nicht mindestens einmal gewünscht? Meist lag dann doch zu wenig Schnee im Garten, um ein ordentliches Iglu zu bauen. Sollten Sie jetzt etwa in die Arktis fliegen, um eine Nacht im Iglu verbringen zu können? Den teuren Flug können Sie sich sparen. Der Traum von einer Nacht im Iglu kann trotzdem endlich in Erfüllung gehen. Dazu müssen Sie nicht einmal weit reisen. Nur nach Österreich, genauer gesagt ins Zillertal. Hier steht in Mayrhofen das Iglu-Dorf, das zum Übernachten einlädt. Snowplaza verrät Ihnen alles, was Sie über eine Nacht im Iglu auf 2.000 Metern wissen müssen.

Hier in Mayrhofen schlafen Sie eine Nacht im Iglu

Das Iglu-Dorf Mayrhofen lieget auf 2.000 Metern am Ahorn. Sobald die Temperaturen kalt genug sind, meist im Dezember, öffnet die White Lounge wieder für Übernachtungsgäste ihre Pforten. Bis Mitte April kann dann je nach Wochentag schon ab 139 bis 159 Euro pro Nacht in einem waschechten Iglu übernachtet werden. Um das Dorf aufzubauen, werden zuerst große Ballons aufgeblasen, die später die Kammern der Iglus bilden. Dann wird mit Schneefräsen über 20 Tage immer wieder neuer Schnee darüber geschichtet. Durch die niedrigen Temperaturen und das hohe Eigengewicht entsteht so eine stabile Konstruktion. Zum Abschluss werden die Gänge ausgefräst, Türen eingesetzt und Eischnitzereien angelegt, die das innere abrunden.

Wo liegt das Iglu Dorf in Mayrhofen?

Das Iglu-Dorf befindet sich am Ahorn und liegt damit nicht im Hauptskigebiet. Es gibt zwar keine direkte Verbindung nach Penken, allerdings erschließt die Ahornbahn bereits 8 Pisten und dementsprechend auch ein paar Liftanlagen. Von der Bergstation aus, kann die White Lounge am Ahornplateau leicht zu Fuß erreicht werden. Keine Sorge, Ihre Taschen können Sie direkt an der Bergstation in einem vorgesehen Gepäckwagen deponieren. Ohne das schwere Gepäck lässt sich auf dem kurzen Fußweg auch die Aussicht besser genießen.

Wie läuft eine Nacht im Iglu-Dorf ab?

Spätestens um 16:00 Uhr sollten die Gäste an der Kasse der Ahornbahn einchecken und sich zur White Lounge am Ahornplateau aufmachen. Dann wartet auch schon eine kurze Einführung in die Welt aus Eis und Schnee, wo man schon nette Kontakte zu den anderen Übernachtungsgästen knüpfen kann. Spätestens danach meldet sich aber der Magen zu Wort und es wird Zeit für das gemeinsame Abendessen. Damit ist der Abend aber noch nicht zu Ende. Satt und zufrieden werden nochmal die Winterstiefel ausgepackt. Eine geführte Fackelwanderung zu einem der schönsten Plätze am Ahorn ist gewiss eines der Highlights der Übernachtung.

An der Bar gibt es einen Drink zur Begrüßung

An der Bar gibt es einen Drink zur Begrüßung

Abendprogramm in der White Lounge

Die Nachtwanderung führt zur Panoramaplattform. Das Bergrelief des Zillertals unter dem sternenklaren Himmel sieht einfach atemberaubend aus. Da kann es durchaus passieren, dass Augen und Mund eine Weile staunend offen stehen. Ein Augenblick, den man am liebsten für immer festhalten möchte. Auch, wenn einem dabei sicher ganz warm ums Herz wird, reicht das wahrscheinlich nicht aus, um die doch sehr kalten Außentemperaturen auszugleichen. Kein Problem. Zum Aufwärmen wird einfach ein warmes Lagerfeuer gemacht, das die Umgebung in einen mystischen Schein eintauchen lässt.

Wird es im Iglu nachts nicht kalt?

Damit auch im Iglu niemand frieren muss, bekommt jeder Übernachtungsgast einen warmen Expeditionsschlafsack gestellt. Wer die Schlafsack-Tipps der Iglu-Guides befolgt, kann sich auf eine mollig warme Nacht einstellen. Trotzdem sollten Sie bei einer geplanten Übernachtung auf jeden Fall warme, wetterfeste Skikleidung samt Mütze, Handschuhen und Sonnenbrille im Gepäck haben. Für weitere Fragen stehen natürlich immer die Iglu-Guides zur Verfügung. Auch nachts. Da kann nichts mehr schiefgehen.

In den kuscheligen Expeditionsschlafsäcken wird es auch in eisiger Umgebung nicht kalt

In den kuscheligen Expeditionsschlafsäcken wird es auch in eisiger Umgebung nicht kalt

Eingänge zu den Schlafiglus

Der Morgen danach

Nach einer kuscheligen Nacht im Schlafsack hat man fast schon vergessen, wo man sich befindet. Erst wenn der Blick nach dem Aufschlagen der Augen auf die weiße Kuppel des Iglus fällt, ist wieder klar: Das war gar kein Traum! Die Nacht im Eis ging schnell um. Jetzt wartet noch ein leckeres, reichhaltiges Frühstück. Die perfekte Basis, um entspannt in den Tag zu starten. Danach geht’s auf die noch jungfräuliche Piste am Ahorn. Oder aber einfach ganz entspannt in einen der Liegestühle auf der Sonnenterrasse der White Lounge selbst.

Erste Abfahrt des Tages auf der Panoramapiste am Ahorn

Erste Abfahrt des Tages auf der Panoramapiste am Ahorn

Praktische Tipps zum Skigebiet Mayrhofen

Wer den nächsten Tag auf der Piste verbringen möchte, kann in Mayrhofen einiges erleben. Zuerst geht es am Ahorn über die frisch präparierte, noch unbefahrene Talabfahrt zurück in den Ort. Nach ein paar Minuten Fußweg können anschließend die Bahnen am Penken erreicht werden. Schließlich wartet auf dieser Seite des Tals auch die berühmt-berüchtigte Harakiri-Abfahrt darauf, von guten Skifahrern bezwungen zu werden. Weniger Geübte und Familien können sich natürlich stattdessen auf roten und blauen Pisten austoben. Insgesamt bietet das Skigebiet Mayrhofen rund 139 Pistenkilometern. Mehr dazu >

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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